Bild: Citypress

Kiek ma, wer da kommt: Dortmund

Mit Borussia Dortmund gastiert am Samstag (30.11.19, 15:30 Uhr) der Tabellen-6. im Berliner Olympiastadion. TEDi präsentiert die Gegnervorschau.

Berlin – Borussia Dortmund und die Sehnsucht nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft: In der vergangenen Saison grüßten die Schwarz-Gelben vom sechsten bis zum 24. Spieltag von der Tabellenspitze, doch am Ende reichte es nicht zum großen Wurf. So taten die Bosse um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc in der zurückliegenden Sommerpause alles dafür, damit es in der laufenden Spielzeit mit der Meisterschaft klappen soll. Für diese Mission wurde der Kader unter anderem mit Mats Hummels, Julian Brandt, Nico Schulz und Thorgan Hazard prominent verstärkt, ehe anschließend das Saisonziel festgelegt wurde. "Wir gehen in die Saison mit der Maßgabe, dass wir ohne Wenn und Aber um die Deutsche Meisterschaft spielen wollen", sagte Watzke vor Saisonbeginn. Doch nach zwölf Spielen ist die Ernüchterung im Ruhrgebiet groß: Mit 20 Zählern belegen die Borussen lediglich den sechsten Rang – mit fünf Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Mönchengladbach. Woran es bislang hapert und in welchen Bereichen die Elf von Trainer Lucien Favre hingegen überzeugen konnte – damit hat sich herthabsc.de im Vorfeld der Begegnung am Samstag (30.11.19, 15:30 Uhr) beschäftigt.

Die sportliche Situation: Gestartet mit drei Siegen aus den ersten vier Partien und dem zweiten Platz, folgten vier Remis in fünf Partien und das Abrutschen auf Rang acht. Nach einem 3:0-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg gerieten die Dortmunder im Spitzenspiel beim FC Bayern München mit 0:4 unter die Räder, ehe ein 3:3 nach 0:3-Pausenrückstand gegen den Tabellenletzten SC Paderborn folgte. Darüber hinaus belegt die Favre-Elf in der UEFA Champions League nach fünf Partien den dritten Platz in Gruppe F. Erst am Mittwochabend (27.11.19) unterlag der BVB dem FC Barcelona mit 1:3. "Wir haben kein schlechtes Spiel hingelegt, aber auch kein besonders gutes. Barcelona war wirklich gut, vor allem vorne mit Messi, das ganze Spiel über. Wir hatten gute Phasen im Spiel, aber immer auch schlechtere Phasen wie nach dem 0:1", kommentierte Hummels das Gastspiel in Spanien.

Die Dortmunder im Fokus: Mit Marco Reus (sechs Treffer) und Paco Alcacer (fünf) stellt der Verein aus dem Ruhrpott zwei der zehn treffsichersten Torjäger. Darüber hinaus gehört Jadon Sancho (elf Torbeteiligungen) zu den Top-Scorern der Liga. Insgesamt ist Borussia Dortmund mit 26 Toren die drittbeste Offensive – nur München und Leipzig trafen öfter (beide 33). Im Gegensatz zu diesem erfolgreichen Zwischenzeugnis im Angriff drückt in der Defensive der Schuh. Mit 18 Gegentreffern zählt der BVB zu der schwächsten Abwehr aus dem oberen Drittel der Tabelle – so viele Gegentore kassierten die Westfalen nach zwölf Spielen letztmals vor fünf Jahren.

Gesagt...

"Es wird eine sehr schwierige Aufgabe in Berlin. Wir müssen die Trendwende schaffen!"

Michael Zorc

Die Schnittstellen: Lucien Favre trainierte von 2007 bis 2009 den Hauptstadtclub. Eine blau-weiße Vergangenheit haben auch Nico Schulz, der in der Hertha BSC Fußball-Akademie ausgebildet wurde und 2013 sein Bundesliga-Debüt für die 'Alte Dame' feierte, und Lukas Piszczek, der zwischen 2007 und 2010 68 Bundesliga-Partien für den Verein von der Spree bestritt und dabei drei Treffer erzielte. Auf der anderen Seite stellen die Herthaner mit Marius Wolf einen Spieler, der schon für die Schwarz-Gelben auflief. Am letzten Tag der diesjährigen Transferperiode wechselte der 24-Jährige auf Leihbasis in die Hauptstadt. "Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen, will im Spiel alles geben und den Jungs etwas zeigen!", sagte Wolf vor dem Duell mit seinen ehemaligen Kollegen.

Die besonderen Duelle: Diese Paarung verspricht bei jeder Neuauflage eine Torgarantie! Durchschnittlich fallen 3,13 Treffer, wenn sich diese beiden Teams gegenüber stehen. In Erinnerung bleibt dabei jedem Blau-Weißen der historische 9:1-Sieg vom 18. April 1970 – dieser Erfolg ist der höchste Bundesliga-Sieg der Herthaner. In eine ähnliche Richtung geht auch das 6:2 aus dem Jahr 2004 im heimischen Stadion. Neben den jährlichen Bundesliga-Duellen trafen die Berliner und die Dortmunder in den vergangenen Jahren zwei Mal im DFB-Pokal aufeinander – beide Partien gewann der BVB.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: "Wir müssen die Trendwende schaffen. Das wird aber eine sehr schwierige Aufgabe in Berlin, da es dort einen Trainerwechsel gegeben hat. Wir erwarten aber, dass die Mannschaft so auftritt, dass wir mit einem lachenden Gesicht wieder nach Hause fliegen", sagte Michael Zorc auf der Dortmunder Pressekonferenz, bei der Trainer Favre nach seinem bisher letzten Aufeinandertreffen mit Jürgen Klinsmann gefragt wurde. Im Februar 2009 gewann der Schweizer – damals als Hertha-Trainer – 2:1 gegen den FC Bayern, der zu dieser Zeit von Klinsmann betreut wurde. Favre selbst konnte sich jedoch nicht an dieses Duell erinnern - für einen Schmunzler sorgte diese Situation jedoch auf der Pressekonferenz. 

(sj/City-Press)

Profis, 29.11.2019
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