Bild: dpa

Kiek ma, wer da kommt: Hannover

Bundesliga-Fußball am Ostersonntag (21.04.19, 18 Uhr): Hertha BSC empfängt den Tabellenletzten Hannover 96 im Olympiastadion. Hauptsponsor TEDi präsentiert die Gegnervorschau.

Berlin – In der Bundesrepublik ist die Vorfreude auf das Osterfest groß: Die Kinder begeben sich gespannt auf die Suche nach Ostereiern und Überraschungen, die Erwachsenen lassen beim gemütlichen Osterbrunch mit ihren Liebsten ihre Seele baumeln. Doch Entspannung und Freizeit ist am Osterwochenende nicht bei allen Menschen angesagt. Etwa für die Profis von Hertha BSC, für die am Ostersonntag (21.04.19, 18 Uhr) harte Arbeit auf dem Programm steht: Nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie empfängt die 'Alte Dame' den Tabellenletzten Hannover 96 und möchte seinen Fans im heimischen Olympiastadion drei Punkte ins Osternest legen. "Wenn wir als Team zusammenhalten und unsere Qualitäten auf den Platz bringen, haben wir gute Chancen, gegen Hannover etwas Zählbares mitzunehmen", betonte Maximilian Mittelstädt vor dem Duell mit den '96ern'. herthabsc.de stellt die Hannoveraner näher vor.

Die sportliche Situation: Für die Norddeutschen ist die laufende Saison eine Spielzeit zum Vergessen. In bisher 29 absolvierten Partien gelangen den Hannoveranern ganze drei Siege. Insgesamt sammelte '96' 14 Punkte. Nachdem André Breitenreiter nach 19 Spieltagen entlassen wurde, übernahm mit Thomas Doll ein erfahrener Bundesliga-Trainer das Zepter. Doch auch mit dem ehemaligen Übungsleiter des Hamburger Sport-Vereins und Borussia Dortmunds blieb die erhoffte Trendwende aus. Aus zehn Begegnungen holte der 53-Jährige nur einen Sieg – die vergangenen acht Partien wurden allesamt verloren. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt für den Tabellenletzten sieben Punkte, auf das rettende Ufer gar 13 Zähler. "Ich habe nicht den Eindruck, dass sich auch nur irgendeiner aufgibt", gibt sich Coach Doll dennoch zuversichtlich.

Die Hannoveraner im Fokus: Eine der wenigen positiven Erscheinungen bei der Doll-Elf ist Hendrik Weydandt. Vom 1. FC Germania Egestorf/Langreder aus der Regionalliga Nord wechselte der Stürmer im vergangenen Sommer zum Bundesligisten und war eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehen. Doch schon zum Saisonauftakt gegen Werder Bremen kam der 23-Jährige für die Profimannschaft zum Einsatz und erzielte prompt einen Treffer – und das eine Minute nach seiner Einwechslung. Insgesamt erzielte Weydandt in 25 Pflichtspielen sieben Treffer und ist somit der erfolgreichste '96'-Torschütze. Durch diese starken Leistungen verdiente sich der Offensivspieler, der noch vor vier Jahren in der Kreisliga spielte, einen Profivertrag bis 2020. "Seine Entwicklung ist beeindruckend. Er ist bodenständig - ein klasse Typ, dem nichts zu Kopf gestiegen ist", lobt Trainer Doll seinen Angreifer.

Gesagt...

"Ich hatte eine tolle Zeit in einem tollen Verein. Das wird ein Spiel, das für mich mit sehr vielen Erinnerungen verbunden ist. "

Ex-Herthaner Genki Haraguchi

Die Schnittstellen: Im vergangenen Sommer wechselte Genki Haraguchi vom Hauptstadtclub zu den Niedersachsen, nachdem er knapp vier Jahre für die 'Alte Dame' aufgelaufen war und 105 Pflichtspiele für die Blau-Weißen bestritten hatte. Seit seinem Wechsel nach Norddeutschland stand der Japaner in 24 Partien für die '96er' auf dem Platz. "Ich hatte eine tolle Zeit in einem tollen Verein. Das wird ein Spiel, das für mich mit sehr vielen Erinnerungen verbunden ist. Der Trainer hat mich auch schon angesprochen und gefragt, wie lange ich in Berlin war. Er hat gefragt, ob er auf mich zählen kann – ich habe ihm versprochen, dass ich ein Tor schießen werde", sagte Haraguchi im Vorfeld der Begegnung mit seinem alten Arbeitgeber.

Das Hinrundenduell: An das Hinspiel am 13. Spieltag haben die Blau-Weißen gute Erinnerungen. Nach einem überzeugenden Auswärtsauftritt, bei dem die Dárdai-Elf die komplette Spielzeit tonangebend war, siegten die Herthaner durch Treffer von Jordan Torunarigha (44.) und Vedad Ibišević (73.) verdient mit 2:0. "Die Jungs haben das konsequent gemacht und gute Zweikämpfe geführt. Ich bin zufrieden mit dem Team", erklärte Trainer Pál Dárdai nach der Partie am 1. Dezember 2018 glücklich.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Auf der Presskonferenz vor dem Spiel gab sich Thomas Doll sehr optimistisch. "Ich bin mal gespannt, was sich vielleicht noch alles entwickeln könnte oder was für Kräfte freigesetzt werden könnten in den nächsten Wochen, falls wir einen Sieg einfahren sollten. Das wäre mal schön zu sehen", schildert der Coach seine Erwartungen, um anschließend konkret zu werden. "Nichts gegen Hertha, aber das ist machbar für uns", sagte der Ex-Profi und fügte an: "Es wäre schön, das zu erleben!"

(sj/dpa)

Profis, 20.04.2019
Newsletter
Werbung