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Kiek ma, wo dit hinjeht: Eichstätt

Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal: Am Sonntag (11.08.19, 15:30 Uhr) tritt Hertha BSC beim Regionalligisten VfB Eichstätt in Ingolstadt an. Der Gegner im Portrait.

Berlin - Das Warten hat endlich ein Ende: Nach knapp sechs Wochen intensiver Vorbereitung startet Hertha BSC in die Spielzeit 2019/20! Die Blau-Weißen gastieren am Sonntag (11.08.19, 15:30 Uhr) im Rahmen der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals beim VfB Eichstätt. Die Partie findet im Stadion in Ingolstadt statt - der eigentlichen Heimspielstätte des FC, die knapp 16.000 Zuschauer fasst. Während der Hauptstadtclub nach zwei Trainingslagern und mehreren hochkarätigen Testspielen dem Saisonstart entgegenfiebert, ist der Regionalligist aus Bayern bereits im Pflichtspielrhythmus. Was die Spieler von Coach Ante Covic über die Eichstätter wissen müssen, hat herthabsc.de zusammengefasst.

Die sportliche Situation: Die Oberbayern stiegen bereits Mitte Juli in die neue Spielzeit ein - und das furios: Mit 7:0 feierte Eichstätt zum Regionalliga-Auftakt gegen Schalding einen historischen Auftaktsieg. Am 3. Spieltag zeigte sich die Elf von Trainer Markus Mattes, die 2017 in die vierthöchste Liga aufgestiegen war, ebenfalls torhungrig. Mit 5:0 fertigte der VfB auch Garching ab. Allerdings lag dazwischen am 2. Spieltag die 2:3-Niederlage in Aschaffenburg. Auch der zweite Gastauftritt brachte den Domstädtern im laufenden Wettbewerb kein Glück. Am vergangenen Wochenende verlor Eichstätt in Memmingen mit 0:1. Noch schwerer wog für den momentanen Achten allerdings das Aus im bayrischen Pokal unter der Woche. Der haushohe Favorit flog in der ersten Runde völlig überraschend gegen den Landesligisten aus Aiglsbach raus. "Offensichtlich sind wir in der Entwicklung noch nicht soweit, wie ich es dachte. Jetzt bin ich maßlos enttäuscht; und die Vorfreude auf Sonntag ist sogar etwas getrübt", ärgerte sich Mattes.

Die Schnittstellen: Die Berliner und Eichstätter können keine gemeinsamen Schnittstellen aufweisen. Das ist logisch, auch weil es bislang noch nicht zu einem Aufeinandertreffen der beiden Fußballclubs gekommen ist. Außerdem hat im aktuellen Kader des VfB kein Spieler Erfahrungen oberhalb der Regionalliga gesammelt. Torwart-Neuzugang Felix Jungham stand zwar ab Sommer 2013 eineinhalb Jahre beim Chemnitzer FC unter Vertrag, blieb aber ohne Einsatz. Adrian Istrefi, zentraler Mittelfeldspieler der Domstädter, stieg 2014/15 mit den Würzburger Kickers in die dritthöchste Spielklasse auf, wechselte danach aber den Verein.

Gesagt...

"Mit vielen Klubs können wir finanziell und infrastrukturell nicht ansatzweise mithalten. Dank unseres Teamspirits haben wir aber das Märchen wahr werden lassen."

Benjamin Schmidramsl

Die Eichstätter im Fokus: In der vergangenen Saison schoss Fabian Eberle mehr als ein Viertel aller Eichstätter Tore in der Regionalliga: 18 Treffer waren es an der Zahl. Damit verhalf der 30-jährige Angreifer, der auch jetzt schon wieder vier Tore auf seinem Konto hat, seinem Verein in der zweiten Saison in dieser Spielklasse zur sensationellen Vize-Meisterschaft. Auch der 27-jährige Mittelfeldspieler Philipp Federl knipste schon fleißig. Wie Neuzugang Christian Heinloth, der aus der Jugend von Greuther Fürth stammt, steht der Offensivakteur bereits bei drei Toren. Zwar blieb die Offensive weitestgehend zusammen und zeigt sich schon wieder treffsicher, dennoch musste Coach Mattes im Sommer zahlreiche Abgänge kompensieren. Die Oberbayern verloren vor allem wichtige Stützen in der Verteidigung und formieren den Defensivverbund momentan neu. "Die letzte Saison war das absolute Maximum, was wir erreichen konnten. Da wir extrem viele Abgänge aus mehreren Gründen haben, steht uns wieder einmal ein Neuaufbau ins Haus. Daher wäre der Klassenerhalt eine feine Sache", sagt Mattes vor der Saison.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Urgestein und Mannschaftskapitän Benjamin Schmidramsl sprach im Vorfeld über den sensationellen Pokaleinzug: "Mit vielen anderen Klubs können wir finanziell und infrastrukturell nicht einmal ansatzweise mithalten. Dank eines unglaublichen Teamspirits haben wir aber das Märchen wahr werden lassen. Das Spiel gegen Hertha BSC wird ein gigantisches Highlight für den VfB und der bisherige Höhepunkt meiner Fußballkarriere", sagt der Verteidiger, der sich auf den "attraktiven Gegner" aus der Hauptstadt freut: "Wir lagen lange im Lostopf und viele Hochkaräter waren schon weg. Ich hatte kurz befürchtet, dass wir keinen Erstligisten mehr bekommen. Als uns dann Hertha zugelost wurde, war die Freude umso größer. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Stadt genauso heiß auf die Begegnung ist wie wir Spieler und dass viele Zuschauer kommen."

(ls/imago)

Profis, 09.08.2019
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