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Kiek ma, wer da kommt: Frankfurt

Am Samstag (08.12.18, 18:30 Uhr) gastiert die Frankfurter Eintracht im Berliner Olympiastadion. TEDi präsentiert die Gegnervorschau.

Berlin – Topspiel, Flutlicht und ein Auftritt vor heimischem Publikum – vor dem 14. Spieltag stimmen die Rahmenbedingungen für die Herthaner. Mit der formstarken Sportgemeinde Eintracht aus Frankfurt wartet allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe auf den Hauptstadtclub. Der VfL Wolfsburg stoppte am vergangenen Sonntag (02.12.18) den extrem starken Lauf der Hessen und entführte drei Punkte vom Main - umso motivierter werden die 'Adler' sein, im Berliner Olympiastadion eine neue Erfolgsserie einzuläuten. Der kommende Kontrahent der Blau-Weißen unter der Lupe von herthabsc.de:

Die sportliche Situation: Vor der Pleite gegen Wolfsburg gewann die SGE zehn der letzten elf Pflichtspiele, hinzu kam ein Remis. Aktuell steht die Elf von Trainer Adi Hütter auf Tabellenrang 5. Offensiv stellen die Hessen mit 30 erzielten Treffern hinter Tabellenführer Dortmund die zweitbeste Angriffsreihe der Liga, und auch defensiv zählt die Eintracht zur Ligaspitze – nur drei Abwehrreihen (Leipzig, BVB, Mainz) ließen weniger Gegentreffer zu. "Es gab Situationen, in denen sie fünf Spieler in der letzten Linie hatten, aber auch solche, in denen sie ziemlich offen waren. Es kommt viel darauf an, wie sie das Spiel angehen", erklärte Mathew Leckie. Der Australier rechnet sich jedoch durchaus Chancen für die Dárdai-Elf aus: "Wenn sie so spielen wie immer, gibt es womöglich ein bisschen Platz."    

Die Frankfurter im Fokus: Aus einer guten Mannschaft stichts das Offensivtrio der Hessen noch einmal heraus. Ante Rebić, Sébastien Haller und Luka Jović sammelten gemeinsam bereits 47 direkte Torbeteiligungen (31 Tore, 16 Assists) und zeichnen sich alleine mit ihren eigenen Toren für beinahe drei Viertel aller Frankfurter Treffer verantwortlich. "Die drei da vorne machen das richtig gut", weiß auch Fabian Lustenberger. Der Schweizer betonte im Vorfeld jedoch gleichzeitig den Reiz der Herausforderung: "Wir werden uns darauf vorbereiten, freuen uns aber auch auf den Vergleich."

Gesagt...

"Die drei da vorne machen das richtig gut. Wir werden uns darauf vorbereiten, freuen uns aber auch auf den Vergleich."

Fabian Lustenberger über das Frankfurter Angriffstrio

Die Schnittstellen: Der ehemalige Hertha-Profi Allan steht inzwischen als Leihgabe am Main unter Vertrag. Aufgrund einer Verletzung wird der Brasilianer die Partie im Olympiastadion allerdings verpassen. Ein Wiedersehen wird es dafür zwischen Valentino Lazaro und SGE-Trainer Adi Hütter geben. Gemeinsam holten die beiden in der Spielzeit 2014/15 in Salzburg das österreichische Double, ehe der heutige Frankfurter Übungsleiter nach Bern wechselte. Alte Bekannte sind auch Marko Grujić und Frankfurts Luka Jović: "Wir haben in der Jugend insgesamt über vier Jahre zusammengespielt. Wir hatten zudem unsere erste Trainingseinheit bei den Profis zusammen", erinnerte sich Grujić im Vorfeld der Partie an seinen Weggefährten. "Ich freue mich, ihn wiederzusehen. Wir haben schon wegen des Duells geschrieben - am Samstag werden wir auf dem Feld für 90 Minute keine Freunde sein", schmunzelte Herthas Mittelfeldspieler.

Die bisherigen Duelle: In bislang 60 Bundesliga-Duellen weist die Gesamtbilanz einen Vorteil für Hertha BSC aus. 28 Mal siegte der Hauptstadtclub im Duell mit den 'Adlern', die wiederum 16 Duelle für sich entschieden – 16 weitere Partien beider Teams endeten Remis. Mutmacher aus Berliner Sicht: Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten feierte die 'Alte Dame' mehr Siege und traf häufiger ins Schwarze. Zudem sind in der Berliner Bundesliga-Historie sowohl die blau-weiße Siegquote (67 Prozent) als auch der Punkteschnitt bei Heimspielen (2,1) gegen kein Team höher. Das letzte Duell im Olympiastadion bildete jedoch eine Ausnahme der Regel: Im Dezember 2017 nahm die SGE durch einen 2:1-Auswärtserfolg alle drei Punkte mit an den Main. Es war der einzige Erfolg der Hessen in den letzten acht Bundesliga-Spielen gegen die Herthaner.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: "Uns erwartet ein schwieriges Auswärtsspiel. Hertha BSC hat eine gute Mannschaft, die zuletzt mit einem Auswärtssieg in Hannover wieder Selbstvertrauen getankt hat", erklärte Frankfurts Trainer Hütter im Vorfeld der Partie. "Die Berliner haben Stärken im Umschaltspiel, wir wollen nicht ins offene Messer laufen, dennoch aber Akzente nach vorne setzen. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein werden", betonte der Coach der Hessen. "Es wird nicht einfach, in Berlin zu gewinnen, weil Hertha BSC über eine starke Mannschaft verfügt", erwartet auch Filip Kostić eine anspruchsvolle Aufgabe. Gleichzeitig machte der Serbe klar, dass sich die Frankfurter durchaus etwas in der Hauptstadt ausrechnen: "Wir fokussieren uns jetzt auf die Aufgabe und hoffen, dort zu gewinnen!"

(kk/dpa)

Profis, 07.12.2018
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