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Kieck ma, wer da kommt: Borussia Mönchengladbach

Hertha BSC empfängt am Freitag (04.11.16) Borussia Mönchengladbach. Der kommende Gegner im Portrait.

Berlin – Es gibt zwei Vereine in der Bundesliga, gegen die Pál Dárdai als Trainer in seinen bisherigen Duellen noch nicht gepunktet hat: Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Die Fohlenelf ist am Freitag (03.11.16) ab 20.30 Uhr der nächste Gegner der Herthaner. Angesprochen auf die Niederlagen der Vorsaison (1:4 im Olympiastadion und 0:5 am Niederrhein) reagiert der Berliner Coach mit Humor. "Ich bin ratlos, was wir gegen Gladbach machen können. Ich gehe noch schnell in die Kirche und bete um Beistand", scherzte er. Seriös schob er hinterher: "Wir haben unseren Plan und wissen, worauf wir gegen Gladbach achten müssen." Wie die Borussen aktuell in Form sind und was der Hauptstadtclub sonst noch über die 'Fohlen' wissen muss, hat herthabsc.de zusammengetragen. 

Die sportliche Situation: Die Bundesliga-Saison läuft für Borussia Mönchengladbach durchwachsen. Nach neun Spieltagen rangieren die Borussen nach jeweils drei Siegen, Remis und Niederlagen und damit zwölf Zählern auf Rang elf. Die vergangenen vier Partien blieb die Mannschaft von Trainer André Schubert ohne eigenen Torerfolg - und somit ohne Sieg. "Die Erwartungshaltung um uns herum ist immens groß", weiß Sportdirektor Max Eberl. "Dabei ist es etwas ganz Normales, wenn wir vielleicht mal Neunter werden." Grund für die hohen Ansprüche: Durch die starke Entwicklung der vergangenen Jahre und Teilnahmen am Europapokal hat sich die Borussia den Ruf eines Spitzenteams in der Liga erarbeitet. Im Vorjahr landeten die 'Fohlen' auf Rang drei, qualifizierten sich direkt für die Champions League. Dort rangieren sie aktuell hinter den Topteams vom FC Barcelona (9 Punkte) und Manchester City (7) mit vier Zählern vor Celtic Glagow (2) auf Gruppenplatz drei. Am Dienstag trennte sich die Elf vom Niederrhein 1:1 von den Schotten. Im DFB-Pokal spielen die Borussen im Achtelfinale gegen die SpVgg Greuther Fürth. 

Die Schnittstellen: In den vergangenen Jahren gab es einige Berührungspunkte zwischen beiden Vereinen – das ist auch in der laufenden Saison der Fall: Die Gladbacher Nico Schulz, Raffael und Ibrahima Traoré trugen bereits das Trikot von Hertha BSC. Berlins Sinan Kurt stammt aus der Jugend der 'Fohlen', auch Alexander Baumjohann trug zwischen Januar 2007 und Sommer 2009 die Raute auf dem Brust. Hans Meyer, Vizepräsident der Gladbacher, coachte die Blau-Weißen 2004. Rainer Bonhof, ebenfalls Vizepräsident des Clubs, war als Spieler 1983 für den Hauptstadtclub aktiv. Übrigens: Sein letztes Tor als Profi schoss Pál Dárdai im Februar 2009 beim 2:1 gegen Gladbach.

Gesagt..

"Hertha BSC ist gut organisiert, lässt wenig zu und schaltet schnell um."

André Schubert Trainer Borussia Mönchengladbach

Die Gladbacher im Fokus: In den vergangenen Wochen konnten die Borussen ihr sonst so gefürchtetes Offensivspiel nicht ganz entfalten. Grund dafür waren auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Ex-Herthaner Raffael und Thogan Hazard. Beide haben sich jedoch inzwischen zurückgemeldet. Ob die schnellen und spielfreudigen Angreifer gegen Hertha BSC beginnen oder von der Bank kommen, entscheidet André Schubert kurzfristig. "Beide sind normal im Training. Die Entscheidung fällt erst morgen, wir müssen abwarten, wie sich jeder Einzelne fühlt."

Die bisherigen Duelle: Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach – ein Aufeinandertreffen, das es in der Liga schon 56 Mal gab. Die Bilanz ist ausgeglichen: 21 Mal gewannen die Berliner, 21 die Borussen, 14 Duelle endeten unentschieden. Allerdings setzten sich die 'Fohlen' in den vergangenen fünf Partien durch. In der Vorsaison recht deutlich mit 4:1 im Olympiastadion und 5:0 am Niederrhein. Der bislang letzte Sieg der Blau-Weißen datiert vom Oktober 2013, als die Herthaner in Berlin mit 1:0 gewannen.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Trotz der zuletzt klaren Bilanz ist der Respekt am Niederrhein vor den Berlinern vorhanden. "Hertha ist ein sehr gutes Team. Die Mannschaft ist gut organisiert, lässt wenig zu und schaltet schnell um", sagt Coach Schubert. Dazu warnte er seine Schützlinge vor den Standards der Blau-Weißen.

(fw/dpa)

Profis, 11.02.2020
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