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Kiek ma, wo dit hinjeht: Leipzig

Am Sonntag (17.12.16) geht es für Hertha BSC zum Auswärtsspiel nach Sachsen. Der Gegner im Porträt.

Berlin - 21 Punkte nach 16 Spielen. Das ist die bisherige Bilanz von Hertha BSC in der Hinrunde. Auch wenn die Hauptstädter damit laut Trainer Pál Dárdai im 'Soll' sind, wollen die Blau-Weißen am Sonntag (17.12.17) bei RasenBallsport Leipzig noch einmal punkten. "Wir wissen, dass der kommende Gegner eine große Qualität hat, aber wir wollen dort trotzdem bestehen", sagt Salomon Kalou vor der Partie. Informationen zum kommenden Gegner hat herthabsc.de zusammengetragen.

Die sportliche Situation: Der Bundesliga-Aufsteiger von 2016 litt in der jüngeren Vergangenheit  – genauso wie Hertha BSC –  unter der Mehrbelastung des internationalen Wettbewerbes. "Wir gehen ein bisschen auf dem Zahnfleisch", erklärte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. In den vergangenen fünf Partien gab es nur einen Sieg für die Leipziger. Das 1:1-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg unter der Woche hatte für den amtierenden Vizemeister das Abrutschen auf Tabellenplatz drei zur Folge. Noch schwerer als diese Bilanz wiegt das Ausscheiden aus der UEFA Champions League. Zwar qualifizierten sich die Sachsen als Gruppendritter für die UEFA Europa League, müssen in der Zwischenrunde aber gegen den SSC Neapel ran - sicherlich eines der schwierigeren Lose.

Schnittstellen: Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic und Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick kennen sich noch aus der gemeinsamen Zeit bei der TSG Hoffenheim. Unter dem damaligen Trainer Rangnick lief Ibisevic gemeinsam mit Marvin Compper auf, der ebenfalls für die Sachsen spielt. Kollege des ehemaligen Nationalspielers war bis zum Sommer Davie Selke, der von 2015 bis 2017 bei RasenBallsport unter Vertrag stand. "Wir wollen in Leipzig alles geben und gegen meinen Ex-Verein erfolgreich sein", so der Angreifer vor der Partie. Dessen Teamkollege Mathew Leckie stand zwischen 2014 und 2016 beim FC Ingolstadt 04 unter Vertrag. Gemeinsam mit dem damaligen Trainer Ralph Hasenhüttl feierte der Australier 2015 den Aufstieg in die Bundesliga.

Die Leipziger im Fokus: Leipzig setzt auf den Nachwuchs. Gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg schicken die Sachsen das jüngste Team der Bundesliga ins Rennen. 24,5 Jahre sind die Spieler der 'Roten Bullen' im Schnitt jung. Lediglich zwei Spieler im Kader sind älter als 30 Jahre, dagegen sind gleich 15 Spieler 23 und jünger. Darunter der bisher beste Torschütze des Vereins: Timo Werner. Der Nationalspieler kommt mit bislang zwölf Toren in der laufenden Saison auf mehr als doppelt so viele wie der zweitbeste Torschütze der Leipziger, Naby Keita. So ist es nicht verwunderlich, dass die Leipziger Verantwortlichen regelmäßig zu Superlativen greifen, wenn sie die Leistungen von Werner beschreiben: "Er ist eine Granate vor dem Tor", so Hasenhüttel über seinen Angreifer und Rangnick nannte ihn einst gar einen "Weltklasse-Stürmer".

Die bisherigen Duelle: Hertha BSC traf bisher nur in zwei Pflichtspielen auf die Hasenhüttel-Elf. In der Hinrunde 2016/17 verlor der Hauptstadtclub in Leipzig mit 0:2. Auch in der Rückrunde der Vorsaison mussten sich die Herthaner geschlagen geben (1:4). Lediglich in einem Testspiel 2013 waren die Berliner durch ein Tor von Adrian Ramos mit 1:0 erfolgreich. Gegen andere Vereine aus der größten Stadt Sachsens gibt es eine längere Historie. So trafen die Herthaner bisher achtmal auf den VfB Leipzig, der aus Lokomotive Leipzig hervorgegangen war. Viermal gingen die Berliner dabei als Sieger vom Platz (zwei Remis, zwei Niederlagen).

Die Meinung über den Hauptstadtclub: "Wir setzen noch mal alles daran, das Heimspiel zu gewinnen", so Mittelfeldspieler Kevin Kampl vor der Partie gegen die Hauptstäder. Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl erwartet alles andere als einen Selbstläufer: "Berlin kommt mit viel individueller Qualität nach Leipzig. Uns erwartet eine gestandene Bundesliga-Mannschaft mit viel Speed, die es uns alles andere als leicht machen wird", schwingt Respekt vor den Herthanern mit. Auch die Entwicklung seines ehemaligen Schützlings Davie Selke, hat Hasenhüttl verfolgt: "Nach der Verletzung hat er gezeigt, dass er eine Verstärkung ist und es ist nicht so schlecht gelaufen", so der Leipziger Chefcoach. 

(jp/City-Press)

Profis, 11.02.2020
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