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"Daran müssen wir anknüpfen!"

Mathew Leckie meldete sich nach seiner Rückkehr in die blau-weiße Startelf zuletzt mit starken Leistungen zurück. Im Interview mit herthabsc.de spricht der Australier über die vergangenen Begegnungen, seine Frankfurter Vergangenheit und das Spiel gegen die SGE.

Berlin – Der Start in die aktuelle Spielzeit war kein einfacher für Mathew Leckie. Aufgrund einer Innenbanddehnung fehlte der Flügelflitzer zu Saisonbeginn, mühsam musste er sich Schritt für Schritt wieder an die Mannschaft heranarbeiten. Dies gelang dem Australier jedoch, gegen Hoffenheim meldete sich Leckie mit einem Tor und einer starken Leistung zurück und stand auch beim Auswärtserfolg in Hannover in der blau-weißen Startformation. Im Gespräch mit herthabsc.de spricht Leckie über seine ansteigende Formkurve, persönliche Verbindungen zur Stadt Frankfurt und die anstehende Begegnung mit der Eintracht (08.12.18, 18:30 Uhr).

herthabsc.de: Mathew, beim Auswärtserfolg in Hannover konntet ihr nach sechs Spielen wieder einen Bundesliga-Erfolg bejubeln. Wie wichtig war dieser Sieg im anstehenden Endspurt vor Weihnachten?
Leckie: Das war definitiv ein sehr wichtiger Erfolg, gerade weil wir ja vorher eine Weile auf drei Punkte warten mussten. Wir wollten unbedingt gewinnen, nachdem wir zuletzt in einigen Spielen ein wenig Pech hatten. Dass wir uns in einem solch umkämpften Spiel bei einem Gegner, der ebenfalls unbedingt punkten wollte, durchsetzen konnten, war sehr wichtig für uns!

herthabsc.de: Nach drei Spielen mit zehn Gegentoren habt ihr in Hannover wieder zu Null gespielt und wirktet als Team wieder sehr kompakt. Was waren aus deiner Sicht die entscheidenden Faktoren dafür?
Leckie: Jeder in der Liga weiß, dass wir nicht so einfach auszuspielen sind, wenn wir gemeinsam und als Team diszipliniert verteidigen. Das haben wir ja auch in dieser Spielzeit schon bewiesen, insbesondere zu Saisonbeginn. Gegen Hannover haben wir es gemeinsam wieder geschafft, nur wenig zuzulassen und dem Gegner überhaupt kaum Chancen gegeben. Daran müssen wir anknüpfen!

Mit seinem Anschlusstor leitete Leckie die Aufholjagd im Heimspiel gegen Hoffenheim ein.

herthabsc.de: Nach deinem gelungenen Startelf-Comeback gegen Hoffenheim standest du erneut in der Anfangsformation. Wie ordnest du die vergangenen beiden Partien für dich persönlich ein?
Leckie: Ich bin gegen Hoffenheim einfach auf den Platz gegangen, ohne mich unter Druck zu setzen. Im Vorfeld hatte ich ein gutes Gefühl, wollte unbedingt alles in die Waagschale werfen und hart für das Team arbeiten. Es war schön, dass ich mich dafür mit einem Tor belohnt habe. Für die Zuschauer im Stadion war es ein tolles Spiel, für uns Offensivspieler zumindest phasenweise auch (grinst). Hannover war dann eher eine körperbetonte Partie. Das einzige, was wir uns vorwerfen müssen, ist dass wir nicht noch mehr Tore erzielt haben.

herthabsc.de: Der Saisonstart war für dich schwierig: Nach der Weltmeisterschaft und einer Verletzung musstest du dich erst wieder an die Mannschaft heranarbeiten. Hast du inzwischen wieder das Gefühl, dich deiner Bestform anzunähern?
Leckie: Ich versuche einfach, Schritt für Schritt wieder dorthin zu kommen. Ich war sehr glücklich, dass ich zuletzt zweimal wieder in der Startelf stand und wusste, dass ich diese Chancen nutzen muss. Ich muss alles zeigen, was ich kann, um meinen Platz im Team zu behalten, und werde einfach weiterhin von Spiel zu Spiel versuchen, mit vollem Einsatz meine Stärken bestmöglich einzubringen.

Gesagt...

" Wir wollen unsere Heimstärke bestätigen und den Gegner früh unter Druck setzen. Dann sind drei Punkte möglich!"

Mathew Leckie

herthabsc.de: Du hast eine Frankfurter Vergangenheit und einst für zwei Jahre beim Eintracht-Lokalrivalen FSV gespielt. Hast du noch Verbindungen in die Mainmetropole?
Leckie: Ich kenne den Flughafen inzwischen ganz gut, da ich von dort öfter zum Nationalteam reise (schmunzelt). Meine engsten Freunde aus dem damaligen Team spielen inzwischen aber alle woanders, es gibt daher inzwischen keine wirkliche Verbindung mehr nach Frankfurt. Ich erinnere mich aber immer gerne an die Zeit dort zurück, es ist eine tolle Stadt.

herthabsc.de: Mit Frankfurts Danny da Costa bist du mit Ingolstadt einst zusammen in die Bundesliga aufgestiegen. Seid ihr noch in Kontakt und habt ihr euch über die anstehende Partie ausgetauscht?
Leckie: Wir haben in den vergangenen Wochen nicht gesprochen, obwohl wir uns immer noch gelegentlich in einer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe aus unserer Zeit beim FCI austauschen. Es wird aber schön sein, ihn am Samstag auf dem Platz zu sehen und sich kurz zu unterhalten – ehemalige Mitspieler wiederzutreffen, ist immer gut (lächelt).

herthabsc.de: Du sprichst es an: Am Samstag empfangt ihr Eintracht Frankfurt zum Topspiel des 14. Spieltages im Olympiastadion. Was für ein Spiel erwartest du und wie könnt ihr die Hessen aus deiner Sicht knacken?
Leckie: Puh, ich denke, Pál Dárdai kann diese Frage noch besser beantworten (lacht). Wir müssen uns vor allem gut vorbereiten, da uns ein sehr starker Gegner erwartet. Die Eintracht hat sich seit meiner Zeit in Frankfurt enorm weiterentwickelt. Es ist ein sehr stabiles Team, das inzwischen mit den besten Mannschaften der Bundesliga mithält. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie nach der Niederlage gegen Wolfsburg erst recht heiß darauf sind, hier ein gutes Ergebnis zu holen. Insbesondere das Frankfurter Offensivtrio ist beeindruckend, da müssen wir als Team sehr aufmerksam sein. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir unser eigenes Spiel durchbringen. Wir wollen unsere Heimstärke bestätigen, die Fans schnell begeistern und hinter uns bringen, indem wir den Gegner früh unter Druck setzen. Dann sind drei Punkte möglich – und genau das ist es, was wir erreichen wollen!

(kk/City-Press)

Profis, 06.12.2018
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