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"Da habe ich richtig Bock drauf"

Herthas neue Nummer 30: Nach seiner Vertragsunterzeichnung sprach Marius Wolf mit herthabsc.de über seinen Wechsel, seine Ziele und neue Mitspieler.

Berlin – Am Wochenende weilte Hertha-Neuzugang Marius Wolf bereits in Berlin. Mit Borussia Dortmund bereitete sich der 24-Jährige auf das Duell beim 1. FC Union Berlin vor. Am Montag (02.09.19) kehrte der Außenbahnspieler wieder zurück in die Hauptstadt. Doch dieses Mal wird er nicht gleich wieder abreisen, dieses Mal wird er bleiben – zumindest für ein Jahr. Zu Wochenanfang machte Hertha BSC das Leihgeschäft mit Borussia Dortmund und dem gebürtigen Coburger perfekt. In der Saison 2019/20 wird Wolf für die 'Alte Dame' spielen. "Hertha BSC hat sich sehr um mich bemüht", sagte der Rechtsfuß. In seinem ersten Interview bei herthabsc.de sprach er über seinen Wechsel, seine Ziele sowie alte und neue Weggefährten.

herthabsc.de: Marius, willkommen bei Hertha BSC. Die zurückliegenden Stunden waren sicher sehr ereignisreich für dich. Beschreib doch mal, wie du das vergangene Wochenende erlebt hast.
Wolf: Ich bin mit der Dortmunder Mannschaft nach Berlin geflogen und saß am Samstagabend noch auf der Bank. Am freien Sonntag bin ich dann zu meiner Familie nach München. Kaum war ich da, hat mich mein Berater angerufen und signalisiert, dass es mit Hertha sehr gut aussieht. Dann bin ich Sonntagabend wieder zurück nach Berlin und jetzt bin ich sehr froh, hier zu sein - und auch zu bleiben (schmunzelt).

herthabsc.de: Es ging also alles ziemlich schnell. Was hast du in den Gesprächen mit Michael Preetz und Ante Covic über den Verein erfahren?  
Wolf: Mein Wechsel hatte sich in den vergangenen Tagen zumindest ein wenig abgezeichnet. Die Gespräche waren ein ausschlaggebender Grund, warum ich mich für Hertha BSC entschieden habe. Die Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht und die Spielphilosophie hat mich direkt angesprochen. Hertha ist der Hauptstadtclub und hat großes Potenzial. Wir haben hier eine gute Mannschaft zusammen und ich freue mich, dass ich ab sofort ein Teil davon bin.

herthabsc.de: Wie würdest du dich in einem Satz als Spieler beschreiben?
Wolf: Ich bin ein hungriger Spieler, der sich immer voll in den Dienst der Mannschaft stellt und in jeder Situation 100 Prozent gibt.

Gesagt...

"Prince hat erzählt, dass Hertha ein geiler Verein und Berlin eine geile Stadt ist. Er hat mir dazu geraten, diese Chance wahrzunehmen."

Marius Wolf

herthabsc.de: Mit dem Ex-Herthaner Kevin-Prince Boateng verbindet dich eine enge Freundschaft, gemeinsam habt ihr 2018 mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal gewonnen. Hattest du Zeit, mit ihm über deinen Wechsel zu sprechen?
Wolf: Als das Thema aufkam, habe ich mit ihm telefoniert. Prince hat erzählt, dass Hertha ein geiler Verein und Berlin eine geile Stadt ist. Er hat mir dazu geraten, diese Chance wahrzunehmen. Aus der Mannschaft kenne ich zwei andere Spieler: Mit Pascal Köpke bin ich sehr gut befreundet. Mit ihm und Niklas Stark habe ich beim 1. FC Nürnberg in der Jugend zusammengespielt. Der Kontakt zu beiden ist nie ganz abgebrochen, mit Pascal habe ich eigentlich jede Woche telefoniert. Es ist natürlich schön, dass wir jetzt wieder zusammen spielen.

herthabsc.de: Das Olympiastadion scheint dir nicht nur wegen des Pokalerfolgs zu liegen. Manche Hertha-Fans werden sich auch noch an dein sehenswertes Tor im Dezember 2017 erinnern, mit dem du damals den Frankfurter Sieg eingeleitet hast. Wie groß ist deine Vorfreude auf die neue Heimspielstätte?
Wolf: Für mich ist das natürlich geil, jedes zweite Wochenende in dem Stadion zu spielen, in dem ich meinen bisher größten Erfolg gefeiert habe. Da habe ich richtig Bock drauf. Ich muss auch zugeben, dass ich sonst noch nicht so viel von Berlin kenne. Ich war immer nur für die Spiele hier, aber ich freue mich darauf, hier zu leben.

herthabsc.de: Der Saisonstart lief für den Hauptstadtclub nicht unbedingt ideal. Wie hast du die drei Partien der Blau-Weißen wahrgenommen? Kennst du bereits neue Mitspieler?
Wolf: Ich habe die Spiele alle in der Zusammenfassung gesehen. Die Ergebnisse sind für sich genommen nicht so glücklich, aber man konnte erkennen, welche Idee die Mannschaft verfolgt. Ich denke, es ist ganz normal, dass es nach einem Trainerwechsel seine Zeit braucht, bis alles ineinandergreift. Das ist ein Entwicklungsprozess und es ist viel zu früh, um jetzt irgendetwas zu beurteilen. Wir müssen weiter an den Dingen arbeiten, dann werden die Ergebnisse auch kommen.

herthabsc.de: Das nächste Spiel führt dich und deine neuen Kollegen nach der Länderspielpause am 14. September zum 1. FSV Mainz 05 (15:30 Uhr). Worauf wird es für dich und die Mannschaft in den nächsten Tagen ankommen?
Wolf: Ich nehme am Dienstag das Training mit der Mannschaft auf und ziehe die Woche dann komplett durch. Für mich geht es in den ersten Tagen darum, die Mannschaft schnell kennenzulernen und ein Gefühl für alles zu entwickeln – auch die Philosophie des Trainers zu verinnerlichen. Ich möchte der Mannschaft so schnell wie möglich helfen - auf welcher Position, entscheidet der Trainer. Nach Mainz werden wir fahren, um dort zu kämpfen und unser Ding durchzuziehen. Unabhängig von der Tabellensituation: Als Fußballer willst du ohnehin jedes Spiel gewinnen!

(fw/City-Press)

Profis, 02.09.2019
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