Bild: citypress

"Hertha BSC hat einen klaren Plan mit mir!"

Neuzugang Krzysztof Piatek spricht im Interview über sportliche Vorbilder, seinen Spitznamen und seine Ziele mit dem Hauptstadtclub.

Berlin - Der letzte Donnerstag im Januar des Jahres 2020 war für Krzysztof Piatek ein äußerst ereignisreicher: Nachdem der neue Angreifer der Blau-Weißen in den Morgenstunden nach Berlin gereist war, standen für Piatek am Folgetag der obligatorische Medizincheck sowie im Anschluss die Signatur seines Vertrags bei Michael Preetz an. "Ich bin glücklich, hier zu sein und will mit dem Verein das Bestmögliche erreichen", betonte der 24-Jährige im Anschluss. Nach den Untersuchungen und der Unterschrift nahm sich der Neuzugang Zeit, um mit herthabsc.de über seinen ersten Eindruck von Stadt und Verein sowie sportliche Idole und Ziele mit der 'Alten Dame' zu sprechen.

herthabsc.de: Hallo Krzysztof, willkommen in Berlin! Was waren die wichtigsten Gründe für deinen Wechsel zu Hertha BSC und welche Ziele hast du mit dem Club?
Piatek: Dankeschön, ich bin glücklich, hier zu sein! Entscheidend war für mich der klare Plan, den der Verein mit mir hat - gemeinsam wollen wir das Bestmögliche erreichen. Zunächst einmal möchte ich als Stürmer natürlich möglichst viele Tore für Hertha erzielen und dabei mithelfen, dass wir uns in der Tabelle und als Team Schritt für Schritt verbessern. Ein guter Start in der neuen Liga ist für mich sehr wichtig. In der kommenden Saison hoffe ich, dass wir als Mannschaft ums internationale Geschäft kämpfen können!

herthabsc.de: Dein Spitzname ist 'Pistolero' - wie kam es dazu und hast du noch andere? Wie nennen dich deine Teamkollegen?
Piatek: Den Kosenamen 'Pistolero' verdanke ich meinem Torjubel, die Fans in Italien haben ihn mir gegeben – mal sehen, ob er sich auch in Deutschland etabliert (schmunzelt). Andere Spitznamen habe ich eigentlich nicht. Meine Mitspieler nennen mich in der Regel Krzys.

Gesagt...

"Wenn ich mit Robert Lewandowski verglichen werde, fühlt sich das natürlich gut an. Aber ich will meinen eigenen Weg gehen!"

Krzysztof Piatek

herthabsc.de: Nach deinem sensationellen Start in Italien mit acht Toren in den ersten sechs Ligaspielen für den FC Genua verglichen dich deutsche Medien mit Robert Lewandowski. Wie fühlt sich so etwas für dich an, und wer sind deine fußballerischen Vorbilder?
Piatek: Mein persönliches sportliches Idol ist Cristiano Ronaldo. Wenn mich Fans oder Journalisten mit so einem großen Spieler wie Lewandowski vergleichen, fühlt sich das natürlich sehr gut an. Robert ist einer der besten Stürmer der Welt, ein klasse Angreifer! Aber ich bin Piatek, will meinen eigenen Weg gehen und das Beste aus meinen Fähigkeiten herausholen.

herthabsc.de: Das hat Lukasz Piszczek bereits eindrucksvoll geschafft. Dein Landsmann begann einst seine Bundesliga-Karriere in Berlin, spielte in Polen ebenfalls für Zaglebie Lubin und einmal auch noch mit dir in der Nationalelf. Habt ihr euch vor dem Wechsel über Hertha BSC und die höchste deutsche Spielklasse ausgetauscht?
Piatek: So gut kennen wir uns nicht, da Lukasz seine Karriere in der Nationalelf ja quasi schon beendet hat, als ich den Sprung dorthin geschafft habe. Bei diesem letzten Spiel haben wir uns unterhalten, aber nicht explizit über den Club oder die Bundesliga. Darüber weiß in Polen ohnehin jeder Fußballfan Bescheid. Neben Lukasz gab es ja noch einige andere Landsleute, die für Hertha BSC gespielt haben...

herthabsc.de: Du könntest zeitnah offiziell nachziehen: Dein Nachname bedeutet ins Deutsche übersetzt 'Freitag' - womit wir beim Spiel gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend (31.01.20, 20:30 Uhr) wären. Du möchtest dein Können vermutlich am Liebsten direkt auf dem Rasen des Olympiastadions unter Beweis stellen, oder?
Piatek: Ich hätte natürlich nichts dagegen, gleich Einsatzzeit zu bekommen (lacht). Ich war noch nie im Olympiastadion, aber ich kenne es selbstverständlich und freue mich schon sehr darauf, dort auf dem Platz stehen zu dürfen - am liebsten direkt gegen Schalke!

herthabsc.de: Du bist zum ersten Mal in Berlin. Wie ist dein Eindruck von der Hauptstadt?
Piatek: Auf den ersten Blick gefällt mir Berlin sehr gut, ich bin allerdings auch erst wenige Stunden hier (grinst). Ich freue mich schon darauf, in Zukunft die Stadt zu entdecken - erst einmal möchte ich aber schnellstmöglich bei Hertha BSC ankommen.

herthabsc.de: Was machst du am liebsten, wenn du gerade nicht auf dem grünen Rasen stehst?
Piatek: Für mich ist es in meiner Freizeit sehr wichtig, zu entspannen. Am liebsten tue ich das, indem ich Zeit mit meiner Frau und meiner Familie zu Hause verbringe und mit unserem Hund spazieren gehe. Das entspannt mich und hilft mir, auf dem Platz meine bestmöglichen Leistungen abzurufen!

(kk/City-Press)

Profis, 11.02.2020
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