Bild:

"Ich möchte mich durchsetzen!"

Daishawn Redan spricht in seinem ersten Interview als Herthaner über die Wechselgründe, Freundschaften zu Mitspielern und Ziele.

Berlin – Von Hauptstadt zu Hauptstadt zu Hauptstadt – von Amsterdam über London nach Berlin: In seiner noch jungen Jahren hat Daishawn Redan bereits in drei beeindruckenden Metropolen gelebt. Als 18-Jähriger ist Herthas dritter Neuzugang in diesem Sommer nun an der Spree angekommen – sehr zur Freude der Blau-Weißen. Nach der sportmedizinischen Untersuchung und der Vertragsunterzeichnung hat sich der Stürmer Zeit genommen für ein erstes Interview mit herthabsc.de, in dem er über Wechselgründe, Freundschaften und Vorbilder sprach.  


herthabsc.de:
Daishawn, herzlich willkommen bei Hertha BSC! Nach Stationen in Amsterdam, London nun also Berlin. Magst du Hauptstädte ganz besonders?
Daishawn Redan: Um ehrlich zu sein, bin ich das erste Mal in Berlin (lacht). Aber ich habe viel über die Stadt gehört und die Tage, die ich jetzt hier bin, fühlen sich gut an. Ich freue mich, Berlin besser kennenzulernen.

herthabsc.de: Spaß beiseite: Es gab so manches Angebot für dich – auch aus der Bundesliga. Wieso hast du dich für den Hauptstadtclub entschieden?
Daishawn Redan: Hertha BSC hat mir die beste Perspektive geboten! Ich hatte in den Gesprächen das Gefühl, dass ich hier den nächsten Schritt gehen kann. Ich möchte mich bei den Profis durchsetzen und in der Bundesliga spielen. Die Liga ist qualitativ stark, aber ich möchte meine Partien bekommen und auch Tore schießen. Nach meiner ersten Saison möchte ich sagen können, dass ich ein besserer Spieler geworden bin. Das ist mein Ziel.

Strahlende Gesichter: Javairô Dilrosun empfängt seinen Freund Daishawn Redan.

herthabasc.de: In Karim Rekik und Javairo Dilrosun, mit dem du bereits in der U19 deines Heimatlandes zusammengespielt hast, stehen zwei Niederländer im Kader der Blau-Weißen.
Daishawn Redan: Javairo und ich kennen uns noch aus Amsterdam. Er ist ein wenig älter und hat immer eine Mannschaft über mir gespielt, aber wir haben uns immer gut verstanden und abseits des Platzes viel Zeit miteinander verbracht. Er ist ein guter Freund von mir. Karim kenne ich nicht persönlich, nur seinen Werdegang. Ich möchte jetzt möglichst schnell meine neuen Mitspieler kennenlernen, darauf freue ich mich.

herthabsc.de: Du hast im Nachwuchsbereich für Ajax Amsterdam und zuletzt für Chelsea FC gespielt. Erzähl uns etwas über deine Ausbildung. Was macht die Ajax-Schule so besonders, mit wem hast du in London zusammentrainiert?
Daishawn Redan: Ich bin als Achtjähriger zu Ajax gekommen und habe dort das Fußballspielen wirklich von klein auf gelernt. Mit 16 bin ich dann nach England gegangen. Zu Beginn war es nicht leicht. Ich habe die Sprache nicht gut gesprochen, die Familie war weit weg und ich kannte das Leben in einem anderen Land nicht. Aber nach vier, fünf Monaten fühlte ich mich wohler. Der englische Fußball unterscheidet sich in einem Punkt ziemlich stark vom niederländischen: Es geht zwar immer um Ballbesitz, aber auf der Insel geht es auch sehr um das Körperliche (grinst).

herthabsc.de: Für Chelsea hast du in der U18, U19 und U23 deine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Wie sah der Kontakt zur Premier League-Mannschaft aus?
Daishawn Redan: Chelsea ist ein großer Club, nicht nur in England. Ich habe einige Male mit den Profis trainiert, es war etwas Besonderes für mich und eine Auszeichnung, an der Seite von Spielern wie David Luiz oder Eden Hazard zu trainieren. Sie haben mir geholfen, mich zurechtzufinden, waren alle sehr entspannt. Hazard ist weltklasse, sein Spiel schaue ich mir immer gerne an. Als eine Art Vorbild habe ich Patrick Kluivert. Ich mag es, vorne früh zu attackieren, um dann umzuschalten und zu treffen. Darum geht es!

herthabsc.de: Und außerhalb des Platzes? Was muss man über dich wissen?
Daishawn Redan: Ich schaue mir gerne Filme an, lese aber auch gerne Bücher, vor allem Biographien über Fußballer - aktuell das neue Buch von Lyons Memphis Depay über seine Zeit bei Manchester United. Ich chille aber einfach auch gerne und zocke FIFA. Nach Berlin komme ich mit meinem Bruder, der ist 26 Jahre. Ich freue mich, dass es jetzt hier losgeht!

(fw,sj/City-Press)

Profis, 18.07.2019
Newsletter
Werbung