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"Wir genießen es, miteinander zu spielen"

Karim Rekik spricht im Interview über die Bedeutung des blau-weißen Teamgeistes, seinen talentierten Bruder Omar und die anstehende Aufgabe beim FSV Mainz 05.

Berlin – Schnell bereit zu sein liegt Karim Rekik. Als Neuzugang entwickelte er sich in der vergangenen Spielzeit auf Anhieb zum Stammspieler. In dieser Saison meldete er sich nach einer Muskelverletzung im Adduktorenbereich schnell zurück und fügte sich nahtlos wieder in die blau-weiße Defensive ein. Der Innenverteidiger, der bei Hertha BSC auch den Sprung zurück in die niederländische Nationalmannschaft geschafft hat, ist in Berlin längst Leistungsträger – und nicht der einzige Rekik, der bei den Blau-Weißen überzeugt. Auch Bruder Omar läuft in der U19 für den Hauptstadtclub auf und ist dort Stammkraft und Kapitän.

Vor dem Auswärtsspiel bei Mainz 05 (06.10.18) sprach Rekik mit herthabsc.de über gegenseitige Spielbesuche der Brüder, die Bedeutung der guten Stimmung im Team und die anstehende Aufgabe in Rheinhessen.

herthabsc.de: Karim, wenn man euch als Mannschaft beobachtet, fällt einem immer wieder auf, dass offensichtlich ein guter Zusammenhalt und tolle Stimmung im Team herrschen. Wie wichtig ist so etwas als Profi im Arbeitsalltag?
Rekik:
Es hilft auf jeden Fall enorm, wenn man sich auch neben dem Rasen gut versteht – dann ist auf dem Platz noch mehr Zusammenhalt, noch mehr Bereitschaft füreinander zu arbeiten, da. Wir hatten auch schon vergangenes Jahr einen tollen Teamspirit, und das ist dieses Jahr genauso. Wir genießen es einfach, miteinander Fußball zu spielen!

herthabsc.de: Die vergangene Woche war mit zwei Spielen sehr ereignisreich. Wie würdest du das sportliche Geschehen in der Englischen Woche insgesamt einordnen?
Rekik:
Es war für uns sehr gut und sehr wichtig, dass wir das Spiel in Bremen mit einem Sieg gegen die Bayern beantwortet haben. Das ist die beste Mannschaft Deutschlands und eine der besten in Europa - unser gesamtes Team wie auch der Trainer- und Funktionsstab haben da insgesamt einen tollen Job gemacht!

Gesagt...

"Mainz wird ein guter Test für uns: In einer völlig anderen Spielsituation genauso alles abzurufen. Wir wollen dort drei Punkte mitnehmen!"

Karim Rekik

herthabsc.de: Du genießt offenbar auch, deinem jüngeren Brüder Omar ab und an bei seinen Spielen für die blau-weiße U19 zuzuschauen. Vor kurzem war dein Vater auch dabei – seid ihr Omars größte Fans oder eher seine härtesten Kritiker?
Rekik:
(lacht) Sowohl, als auch. Ich würde mich nicht als größten Kritiker bezeichnen, schließlich ist er mein kleiner Bruder und ich will nur das Beste für ihn. Es ist schön, ihn spielen zu sehen, den Spaß, den er dabei hat – und natürlich auch, dass er sich so gut schlägt. Mein Vater und ich sagen ihm aber natürlich trotzdem, was uns so auffällt und wenn er etwas verbessern kann. Wir sind stets sehr ehrlich miteinander, so hat unser Vater uns auch erzogen. Wenn ich schlecht spiele, muss ich mir das auch mindestens eine Stunde lang von ihm anhören (grinst). Das ist in dem Moment nicht immer angenehm, doch es hilft dir und es ist gut, dass wir uns da so ehrlich austauschen.

herthabsc.de: Blicken wir auf kommenden Samstag: Der FSV Mainz 05 war zuletzt ein Gegner, mit dem sich der Hauptstadtclub nicht unbedingt leicht getan hat. Wie müsst ihr auf die Aufgabe bei den Nullfünfern angehen, damit es diesmal anders läuft?
Rekik:
Wir müssen von Anfang an voll da sein, so wie wir es auch gegen die Bayern waren. Dazu müssen wir dieselbe Spielintelligenz und denselben Fokus auf den Platz bringen. Ich weiß, dass die Bilanz der vergangenen Spiele gegen Mainz nicht so gut aussieht – wir wollen das am Samstag aber unbedingt ändern!

herthabsc.de: Pál Dárdai sagte im Vorfeld, diese Umstellung vom Heimsieg gegen Bayern auf eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe im Ligaalltag sei die wahre Kunst…
Rekik:
… und damit hat der Trainer Recht! Das ist ein sehr guter Test für uns als Mannschaft: Dort hinzufahren und in einer völlig anderen Spielsituation und -umgebung genauso fokussiert das abzurufen, was wir können. Wir wollen dort die drei Punkte mitnehmen, dann können wir glücklich nach Hause fahren!

(kk/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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