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"Auch mal auf die Zähne beißen"

Arne Maier spricht im Trainingslager in Schladming über sein verrücktes Jahr, seine Spielausrichtung und seinen eigenen Anspruch.

Schladming - Für die Profis von Hertha BSC sind die Tage zurzeit fernab der Heimat kein Neuland. Weder die kräftezehrende Trainingsarbeit, noch die Unterkunft in Schladming und schon gar nicht die Medientermine mit den aus Berlin mitgereisten Journalisten. Nach dem Mittagessen stehen die Blau-Weißen Rede und Antwort, sprechen über persönliche Ziele, Berlin und die bevorstehende Saison. Nach Niklas Stark war Arne Maier an der Reihe. Die wichtigsten Aussagen des zentralen Mittelfeldspielers hat herthabsc.de zusammengefasst.

Arne Maier über…
 
…seinen Aufstieg im vergangenen Jahr: Ich kann mich noch gut an das letzte Jahr hier in Schladming erinnern, seitdem hat sich viel verändert. Ich bin sehr froh, wie sich alles entwickelt hat. Natürlich ging es sehr schnell, aber das wünscht man sich ja auch als junger Spieler. Dennoch ist vor allem am Anfang viel Geduld gefragt – das fällt einem nicht immer leicht. Da gilt es dann auch mal, auf die Zähne zu beißen.

…die Belastung in der Vorbereitung: Insgesamt ist es schon sehr anstrengend. Eine Vorbereitung ist für jede Mannschaft schwer, wir trainieren zwei Mal am Tag, das merkt man in den Knochen. Hier in Schladming arbeiten wir zudem viel an einer neuen Taktik, im Training und in den Testspielen. In den Mittagspausen schalte ich aber vom Fußball ab. Ich bin mit Palkó auf dem Zimmer, wir liegen dann auf dem Bett, gucken Fernsehen und es ist auch kein Geheimnis, dass wir eine Playstation dabei haben. Da finden wir schon Abwechslung (schmunzelt).

…ein System mit Dreierkette:
Im Endeffekt muss ich mich nicht so sehr umstellen, auch wenn wir offensiv anders stehen und sich das Anlaufverhalten verändert. Im ersten Testspiel war jeder darauf konzentriert, richtig mitzudenken und vor allem erst einmal defensiv alles richtig zu machen. In ein bis zwei Wochen sollte das noch einmal deutlich besser aussehen.

…eine offensivere Spielausrichtung: Wir müssen den Ball mehr laufen lassen, vor allem flache Pässe spielen – so wie wir es auch im Training machen. Der erste Blick geht dann bei mir grundsätzlich immer in die Tiefe beziehungsweise nach vorn, da es das Ziel ist, den Ball im Tor unterzubringen. Meine Stärken liegen generell schon mehr in der Offensive, aber ich habe nicht zu entscheiden, auf welcher Position ich am Ende auflaufe. Ich spiele da, wo mich der Trainer hinstellt und versuche, der Mannschaft zu helfen.

Gesagt...

"Ich bin noch ein junger Spieler, will weiter lernen, mich verbessern und stehe erst noch ganz am Anfang.
"

Arne Maier

…über Erfolge in der jüngeren Vergangenheit: Der Titel mit der U19 war schon etwas Besonderes, gerade als Abschluss der zurückliegenden Spielzeit. Die Meisterschaft war sowohl für die Mannschaft als auch für den gesamten Verein sehr wichtig und wir sind dementsprechend froh, dass wir sie gewonnen haben. Aber ich bin noch ein junger Spieler, will weiter lernen, mich verbessern und stehe erst noch ganz am Anfang.


…seine Ziele in der neuen Saison: Ich habe mir vorgenommen, mehr Spielminuten zu sammeln als zuletzt und möchte am liebsten immer in der Startelf stehen. Außerdem will ich in Sachen Tore und Vorlagen einen drauflegen – das muss ich auch. Es war schön, dass ich letztes Jahr schon so viel gespielt habe, aber jetzt geht es erst so richtig los. Mit der Mannschaft haben wir natürlich auch viel vor – auf jeden Fall wollen wir besser als letzte Saison abschneiden.

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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