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"Ich spüre auf jeden Fall eine Euphorie"

In Neuruppin stehen neben dem intensiven Training auch Gespräche mit den Medienvertretern auf dem Plan. herthabsc.de fasst die wichtigsten Aussagen zusammen - dieses Mal jene von Karim Rekik, Niklas Stark und Jordan Torunarigha.

Neuruppin - Trainingseinheiten, Testspiel und taktische Besprechungen: Die Tage der Herthaner im Neuruppiner Trainingslager sind ordentlich durchgetaktet. Neben dem Platz nehmen sich die Blau-Weißen aber auch noch Zeit für die Fragen der Journalisten vor Ort. herthabsc.de fasst die wichtigsten Aussagen zusammen. Dieses Mal jene der Innenverteidiger Karim Rekik, Niklas Stark und Jordan Torunarigha.

Karim Rekik über…

...die Vorbereitung:
Die Vorbereitung ist immer hart und erschöpfend. Man pusht seinen Körper ans Limit. In erster Linie geht es immer darum, richtig fit zu werden und wieder in einen Rhythmus zu kommen. Natürlich hat man auf dem Weg dorthin hier und da auch mal Schmerzen, da muss man aber einfach durch. Dieser erste Teil der Vorbereitung ist mit Hinblick auf die gesamte Saison enorm wichtig. Ich habe mich nach den vier Wochen Urlaub aber auch sehr darauf gefreut, wieder zu trainieren und mit der Mannschaft zusammen zu sein.

...das Verhältnis der Spieler zu Athletiktrainer Henrik Kuchno: Ich werde nicht lügen: Es gibt keinen Fußballspieler, der es liebt, ohne den Ball zu trainieren und nur zu laufen. Gleichzeitig ist uns allen aber auch bewusst, dass wir da durchmüssen, um so fit wie möglich in die neue Saison zu gehen.

...Dedryck Boyata: Ich habe ihn kennengelernt, als ich 16 Jahre alt war. Als ich damals zu Manchester City kam, war Dedryck schon dort. Wir haben uns immer gut verstanden, er hat mir damals geholfen, mich zurechtzufinden. Jetzt helfe ich ihm dabei, sich in Berlin einzuleben. Wenn man den Verein wechselt, ist es immer wichtig, sich schnell ins Team zu integrieren – nur dann kann man sich wie zu Hause fühlen.

...den Trainerwechsel: Das ist für jeden einzelnen Spieler eine andere Erfahrung. Es gibt Jungs, die noch nie in einer solchen Situation waren. Ich habe hingegen allein in meinen zwei Jahren in Marseille unter fünf Trainern gespielt – für mich ist das also nichts Neues. Außerdem kennen wir Ante alle, weil er schon so lange für Hertha arbeitet. Jetzt lernen wir ihn auch noch als Coach kennen. Bis jetzt läuft alles gut, alle kommen gut miteinander klar. Wir arbeiten schon viel mit dem Ball und es geht vor allem darum, dass wir Antes Spielphilosophie verinnerlichen und verstehen, welche Aufgabe jeder einzelne Spieler auf dem Platz hat - offensiv wie defensiv.

Niklas Stark über...

...die Vorfreude auf die neue Saison: Wir haben einen neuen Trainer mit einer Vision und einer anderen Spielidee. Er geht auch jetzt schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung ins Detail. Das macht schon Spaß auch mal etwas anderes zu machen. Natürlich klappt noch nicht alles – das ist zu diesem Zeitpunkt aber völlig normal. Mit den Jungs aber schon über die Details zu sprechen, macht schon sehr Spaß.

...den offensiven Ansatz von Ante: Bis jetzt haben wir viel über die Offensive gesprochen. Natürlich müssen wir auch die Defensivinhalte besprechen. Aber die erste Woche war sehr offensivgeprägt – was wir ja auch alle wollen. Und die Offensive fängt ja bei uns hinten in der Defensive an. Das Aufbauspiel ist für mich eine zentrale Rolle des Offensivspiels und dieses fängt bei uns in der Abwehr an. Wir wollen offensiven und schönen Fußball spielen, längere Ballbesitzphasen haben und nicht nur ins Mittelfeldpressing gehen. Wir wollen eigene Ballstafetten haben – das will Ante auch und deshalb bringt es Spaß mit ihm zusammen zu arbeiten.

...eine Euphorie um den neuen Trainer Ante: Ich spüre auf jeden Fall eine Euphorie. Mit dem neuen System, mit der neuen Taktik sind viele Sachen klar geworden. Er geht immer ins Detail und wenn ihm etwas auffällt, unterbricht er die Situationen im Training. Er ist ein Perfektionist – was ich auch gut finde. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten, vor allem an den Kleinigkeiten, auf die es dann in der Bundesliga drauf ankommt, zu feilen.

...Neuzugang Dedryck Boyata und den erhöhten Konkurrenzkampf:
Es ist normal, dass neue Spieler dazukommen. Wir haben in der vergangenen Saison gesehen, dass wir noch einen Innenverteidiger benötigen. Natürlich erhöhen neue Spieler auf der eigenen Position den persönlichen Konkurrenzkampf. Es ist ganz normal, dass man über eine komplette Saison mehrere Innenverteidiger braucht, um nicht plötzlich in einer Saison Qualität zu verlieren. Deshalb ist es gut, dass Dedryck bei uns ist. So können wir auch variieren in der Defensive.

Jordan Torunarigha über...

...seinen aktuellen Gesundheitszustand:
Ich fühle mich fit, ich fühle mich gut. Wer meinen Instagram-Account verfolgt, der hat gesehen, dass ich im Sommer nicht so viel im Urlaub war, sondern eher trainiert habe.

...seine eigene Erwartungshaltung an die kommende Saison: Es wird eine wichtige Saison für mich. Ich muss mal eine Spielzeit komplett verletzungsfrei bleiben und eine Saison durchspielen. Ich möchte so viele Partien absolvieren, wie möglich.

...Ante Čović, der ein Trainer ist, der auf die Jugend setzt: Das kann ein Vorteil sein. Ich kenne Ante schon sehr lange und er hat jahrelang gute Arbeit im Nachwuchsbereich geleistet. Er war immer ehrlich zu mir und ich würde auch sagen, dass Ante einer war, der mich gefördert hat. Ich weiß, was er von mir verlangt. Ich muss einen kühlen Kopf bewahren und meine Leistung auf dem Platz bringen.

...das Derby gegen Union: Das ist schon ein Derby, wie Schalke 04 gegen Borussia Dortmund. Zwei Mannschaften in einer Stadt: Jede Mannschaft will die beste in der Stadt sein. In den beiden Partien gegen Union müssen wir alles aus uns herausholen, weil es für die Fans auch sehr wichtig ist, dass wir gewinnen. Da muss jeder alles geben. Man spürt jetzt schon im Vorfeld die Rivalität. Ich wurde schon häufig auf dieses Spiel angesprochen. Nach dem Motto: Ihr müsst unbedingt gegen Union gewinnen.

(sj,af/City-Press)

Profis, 10.07.2019
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