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Neuzugang mit zwei Gesichtern

Deyovaisio Zeefuik hat seine ersten Tage als Herthaner hinter sich. Bruno Labbadia machte eine interessante Beobachtung beim sympathischen Neuzugang, der sich den Berliner Medien am Dienstag (11.08.20) offiziell vorstellte.

Berlin – Die ersten Tage bei einem neuen Club sind für einen Profifußballer extrem spannend und zugleich intensiv. Neue Mitspieler, eine neue Arbeits- und Lebensumgebung – und nicht selten auch eine neue Sprache. Da hilft es am Anfang sehr, im neuen Umfeld auf alte Bekannte zu treffen. Deyovaisio Zeefuik hat dieses Glück bei Hertha BSC. In Javairo Dilrosun und Daishawn Redan stehen gleich zwei alte Bekannte aus der Amsterdamer Heimat im Berliner Aufgebot. "Sie erleichtern mir die Eingewöhnung, ich verstehe mich aber auch mit den anderen Jungs schon gut. Ich habe einen sehr guten ersten Eindruck", verrät Zeefuik in einer Medienrunde am Dienstag (11.08.20). Sein Trainer teilt den Eindruck des Rechtsverteidigers. "'Deyo' ist gut aufgenommen worden", sagt Bruno Labbadia, der bei seiner neuen Nummer 42 einen interessanten Verhaltenskontrast ausgemacht hat. "Außerhalb des Platzes ist er noch sehr zurückhaltend, arbeitet aber hochprofessionell. Auf dem Feld ist er dann extrem forsch, bissig und zweikampfstark!"

Gesagt...

"Außerhalb des Platzes bin ich ein ganz normaler, unkomplizierter Typ, der gerne lacht. Auf dem Rasen ist das etwas anders..."

Deyovaisio Zeefuik

Klare Ziele auf und neben dem Rasen

Darauf angesprochen reagiert Herthas neuer Abwehrspieler mit einem Schmunzeln. "Außerhalb des Platzes bin ich ein ganz normaler, unkomplizierter Typ, der gerne lacht. Auf dem Rasen ist das etwas anders. Aber das ist mein Stil, meine Herangehensweise, um meiner Mannschaft bestmöglich zu helfen!" Helfen - das möchte Zeefuik beim Hauptstadtclub schnellstmöglich. "Ich will jedes Spiel spielen und mich entwickeln. Dabei werden mich die starken Mitspieler, die ich hier in Berlin habe, mit Sicherheit unterstützen", hofft der gebürtige Amsterdamer. "Der Wechsel ist ein großer Schritt für ihn, wir geben alles, damit er sich schnellstmöglich eingewöhnt", erklärt Coach Labbadia. "Wichtig wird sein, dass er schnell die Sprache lernt, ein paar Brocken Deutsch kann er schon." Dabei soll es nicht bleiben. "Ich verstehe schon ein bisschen", sagt Zeefuik grinsend auf Deutsch, um dann ernster hinzuzufügen. "Ich werde die Sprache schnellstmöglich lernen!"

Zeefuiks Bauchgefühl - Dilrosuns Beobachtung

Lernen, sich verbessern – lohnenswerte Ziele, die der Rechtsfuß unbedingt bei der 'Alten Dame' angehen wollte. "Es gab Interesse von mehreren Clubs – wir haben Gespräche mit einem Team aus den Niederlanden, einem anderen Bundesligisten und Clubs aus England und Frankreich geführt. Aber ich bin jemand, der auf seinen Bauch hört, und bei Hertha hatte ich von Anfang an das beste Gefühl", verrät Zeefuik, der sich vor seinem Wechsel selbstverständlich auch mit seinen alten Amsterdamer Bekannten austauschte. "Beide haben mir erzählt, dass der Club größer und größer wird. Javairo sagt, dass Hertha jedes Jahr noch professioneller wird und sich auf allen Ebenen verbessert, seit er hier ist. Das ist ein gutes Zeichen und war auch ein Grund, warum ich mich für den Wechsel nach Berlin entschieden habe."

Daumen hoch für die 'Alte Dame': Deyovaisio Zeefuik mit Kindheitsfreund Daishawn Redan.

Große Namen als Kindheitsidole

Mit seinem neuen Club hat der lauf- und zweikampfstarke Defensivspezialist einiges vor. "Ich will nicht verrückt klingen, aber ich persönlich möchte in diesem Jahr um den Einzug in die UEFA Europa League mitspielen – das ist mein Ziel, und ich finde, das muss unser Ziel sein", sagt Zeefuik. Der ehemalige niederländische U21-Nationalspieler kommt offensichtlich mit viel Ehrgeiz nach Deutschland. Wer sich die Spieler anschaut, die 'Deyo' bisher am meisten beeindruckt haben, kann das schnell erkennen. "Als ich ein Kind war, habe ich zu Paolo Maldini und Alessandro Nesta aufgesehen. Didier Drogba hat mich auch immer beeindruckt, ich mochte seine Spielweise", verrät der 1,77-Meter-Mann. "Später, als ich bei Ajax war, habe ich mir dann einiges von Kenny Tete abgeschaut, der inzwischen bei Olympique Lyon spielt. Zu ihm habe ich aufgesehen." Beim neuen Arbeitgeber an der Spree möchte Deyovaisio Zeefuik nun schnellstmöglich ankommen - und dann seine eigene Geschichte schreiben. 

(kk/City-Press)

Profis, 11.08.2020
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