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Lachende Gesichter

Hertha feiert einen ganz wichtigen Sieg gegen Frankfurt - Darida mutiert zum Kopfballungeheuer, Duda mit seiner Premiere.

Berlin - Die letzten Minuten tickten herunter als sich die Fans auf den Rängen des Olympiastadions erhoben und donnernder Beifall aufbrauste. Herthas Trainer Pál Dárdai holte Vladimir Darida vom Feld, der sich die Ovationen verdient hatte. Dass der Tscheche torgefährlich ist, hatte er bereits in früheren Spielen bewiesen, ebenso dass er ein Mann für wichtige Tore ist. Sein Treffer zum 2:0 in der 83. Minute war wichtig - sehr wichtig und entscheidend, um das Duell mit Tabellennachbar Eintracht Frankfurt für sich zu entscheiden. Aber das Tor war vor allem auch eine Premiere, die Darida ein ganz breites Grinsen ins Gesicht zauberte: Es war der allererste Kopfballtreffer, des 171 Zentimeter messenden Tschechen. "Es ist kaum zu glauben, dass mir das Tor mit dem Kopf gelungen ist", lachte das Kopfballungeheuer nach dem Spiel. "Ich bin sehr glücklich, dass mir das Tor nach meiner Verletzung gelungen ist und hoffe, dass bis Ende der Saison noch ein paar hinzukommen."

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Rubrik 25.02.2017
Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Bis zu diesem Ausgang hatte das Spiel gegen die Hessen wenig Augenschmaus geboten. Lange Zeit dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen und es war Rune Almenning Jarstein zu verdanken, dass die Herthaner zur Pause nicht zurücklagen. Herthas Schlussmann blieb im direkten Duell mit Ante Rebic ganz lange stehen und parierte den Schuss und damit Frankfurts beste Chance im Spiel ganz cool. "Da hatte Frankfurt vielleicht einen Matchball. Wenn sie in Führung gegangen wären, hätte es schwierig werden können", befand daher auch Herthas Trainer Pál Dárdai später. Kurz vor der Pause hatte auch Salomon Kalou mit einem Kopfball die Chance zur Führung, doch wie auf der Gegenseite war der Schlussmann im Weg.

Ondrej Duda feiert Pflichtspielpremiere


Gelegenheiten waren auch nach dem Seitenwechsel rar gesät. "Entscheidend war heute das erste Tor. Das haben wir und nicht Frankfurt gemacht. Die Eintracht hat das vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht, uns die Räume zugestellt und es uns schwer gemacht, nach vorne zu spielen", bilanzierte Darida. Der angesprochene Dosenöffner gelang Vedad Ibisevic in der 52. Minute. Kalou war nach einem Steilpass noch unsanft vom Ball getrennt worden, doch der Bosnier reagierte blitzschnell und staubte in bester Torjägermanier ab. Die Gäste erhöhten danach wenig überraschend den Druck, doch Herthas Defensive ließ kaum etwas zu. Nach einer Tätlichkeit an Niklas Stark musste in der Schlussphase auch noch Haris Seferovic mit Rot frühzeitig zum Duschen. Um letzte Zweifel zu zerstreuen ließ Darida das 2:0 folgen.

Als Darida vom Feld ging bekam der eingewechselte Spieler mindestens genauso viel Applaus: Ondrej Duda betrat zum allerersten Mal den Rasen in einem Pflichtspiel für Hertha BSC. Sehr lange war der Slowake verletzt, die Einwechslung daher vorerst das Ende einer langen Leidenszeit. "Mein letztes Spiel war bei der Europameisterschaft. Das hier hat sich genauso großartig angefühlt, endlich wieder auf dem Platz zustehen", strahlte Duda. "Ich bin sehr glücklich, dass mir der Trainer die Chance gegeben hat, zu spielen". Herthas Anhänger bereiteten dem Neuzugang einen herzlichen Empfang. "Das hat sehr gut getan, aber wichtig waren heute vor allem die drei Punkte." Durch den Dreier eroberten die Herthaner nicht nur Platz 5, sondern auch die Spitze in der Heimtabelle zurück. Nun soll auch auswärts wieder nachgelegt werden. Nächster Gegner: der Hamburger SV am kommenden Sonntag.

(war/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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