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Die Krux mit den Toren

Gegen Leipzig fehlte den Herthanern das Abschlussglück. Auch deshalb stand am Ende die erste Heimniederlage zu Buche.

Berlin - Bisher hatten die Herthaner gegen die Topteams der Bundesliga eine bemerkenswerte Serie. Ungeschlagen gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund, Schalke oder auch Borussia Mönchengladbach. Diese Erfolssträhne riss am Samstagabend (03.11.18) gegen RasenBallsport Leipzig. Trotz der deutlich anmutenden 0:3 (0:1)-Niederlage hätte die Partie durchaus auch anders verlaufen können, doch die Gäste aus Sachsen machten - im Gegensatz zu den Herthanern - in den den richtigen Momenten die Tore. "Wir sind schlecht reingekommen, uns hat das Quäntchen Glück gefehlt. Solche Tage gibt es. Unsere Tagesform hat nicht gestimmt, Leipzig war bissiger und besser im Umschaltspiel", bilanzierte so Trainer Pál Dárdai nach der Partie.

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Rubrik 03.11.2018
Hertha BSC - RB Leipzig

Schon in der Anfangsphase hatten es die Herthaner mit den bekannten überfallartigen Angriffen der Leipziger zu tun. Rune Jarstein machte ein ums andere Mal eine gute gute Figur, beim Abstauber von Timo Werner war der Norweger jedoch machtlos. Pál Dárdai und sein Team reagierten: "Wir haben von Fünfer- auf Viererkette umgestellt, erst dann lief es besser. Wir haben dann auch gute Chancen bekommen, die wir leider nicht genutzt haben. Wenn wir da einen gemacht hätten, wäre das ganze Spiel anders verlaufen", erklärte Niklas Stark. "So mussten wir fürchten, hinten immer noch einen zu kassieren, weil Leipzig vorne schon eine Macht ist. Salomon Kalou und Vedad Ibisevic hätten in der ersten Halbzeit mindestens ausgleichen können, doch auch Leipzig blieb durchgehend gefährlich.

Starker Rune Jarstein


Der Dosenöffner, die Reaktion, der Kick durch ein eigenes Tor wollte den Blau-Weißen an diesem Abend nicht gelingen. "Mit den Chancen, die wir hatten, kann man zwei oder drei Dinger machen und dann kommst du auch mal dreckig ins Spiel. Das 0:2 war ein richtiger Dämpfer für uns, weil wir alles probiert haben", resümierte so auch Valentino Lazaro später. Wie schon in Durchgang eins starteten die Gäste wieder mit enorm viel Schwung in die Halbzeit. Erneut parierte Jarstein zunächst stark. Und wieder war es Werner, der schließlich traf. "Wir hatten uns viel vorgenommen und waren hochmotiviert, aber es hat heute leider einfach nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Riesenkompliment an Rune Jarstein, der uns lange im Spiel gehalten hat, aber irgendwann war dann eben auch er machtlos", so Davie Selke, der im zweiten Durchgang ebenfalls nochmal alles hineinwarf - allerdings ohne Erfolg.

Der Hauptstadtclub gab sich keineswegs auf - ein Tor hätte wieder Spannung gebracht, doch leider blieben die Gelegenheiten ungenutzt. Leipzig hingegen setzte sogar noch einen drauf: Cunha überwand Jarstein mit einem Distanzschuss passgenau in den Winkel und beendete jedliche Hoffnungen. "Wir hatten heute einen sehr guten Gegner, der mit enormem Tempo gekontert hat, dazu haben einige Dinge, die in unserem Spiel zuletzt gut liefen, heute einfach nicht so geklappt", befand daher auch Karim Rekik im Anschluss. Genauso klar, wie die Aufarbeitung ausfiel, ging der Blick auch schnell wieder nach vorne. Maximilian Mittelstädt richtete den Blick gleich in Richtung kommendes Wochenende: "So etwas passiert, wir müssen dieses Spiel jetzt abhaken, uns nicht davon beirren lassen und dann in Düsseldorf wieder punkten!"

(war/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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