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Starke Reaktion

Nach seinem Eigentor traf Niklas Stark am Samstag (02.03.19) in einem Kampfspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 zum Sieg.

Berlin - Die Erleichterung war spürbar. Niklas Stark hatte soeben das 2:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 erzielt und drehte zum Jubeln in Richtung Eckfahne ab, sämtliche Mitspieler im Schlepptau. Für Herthas Nummer 5 war es am Samstag (02.03.19) gar der zweite Treffer des Nachmittags, allerdings der erste für seine Mannschaft. Direkt nach Wiederanpfiff - die Herthaner hatten die Pausenansprache von Trainer Pál Dardai noch in den Ohren und waren dementsprechend motiviert - besaßen die Gäste aus Rheinhessen die erste Chance. Den Schuss von Levin Öztunali versuchte Stark per Kopf zu entschärfen - und lenkte damit den Ball unhaltbar für Rune Jarstein in die eigenen Maschen. "Ich habe versucht, den Ball in dieser Szene zu klären und irgendwie abzuwehren, aber leider rutschte er durch. Das Gegentor war aber auch eine Art Dosenöffner. Wir haben in der Folge aggressiver nach vorne gespielt und hatten bessere Laufwege", so der 23-Jährige.

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Rubrik 02.03.2019
Hertha BSC - 1. FSV Mainz 05

Die Blau-Weißen wehrten sich nach dem Nackenschlag energisch. Die erste starke Reaktion gelang den Berlinern nur Minuten nach dem Rückstand. Nach einer Ecke von Ondrej Duda behielt Marko Grujić den Überblick, reagierte am schnellsten und zimmerte den Ball aus Nahdistanz zum Ausgleich über die Linie. "Im zweiten Durchgang haben wir nach dem schnellen Schock durch den Rückstand nach wenigen Sekunden Charakter gezeigt", befand der Ausgleichstorschütze und meinte mit einem Schmunzeln weiter: "Mein Tor war vielleicht das einfachste Tor, das ich bis jetzt in meiner Karriere geschossen habe. Davie hat den Ball nach der Ecke gut erwischt, ich war dann am richtigen Ort und musste nur noch einschieben."

Sieg nach Rückstand


Es war ein Signal an die Mannschaft, die in der Folge mit viel mehr Entschlossenheit und Genauigkeit die Angriffe vortrug. In der ersten Halbzeit hatte das selten einmal geklappt. "Das war ein ganz komisches Spiel. In den ersten fünf bis zehn Minuten haben wir ordentlich begonnen und mit Schwung gespielt. Aber dann hat einfach die Aggressivität in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen gefehlt. Wir sind nicht so ballsicher gewesen und haben Mainz das Spiel überlassen. Wir waren glücklich, dass es mit 0:0 in die Halbzeit ging", fasste Valentino Lazaro die erste Hälfte treffend zusammen. Die Gäste hatten durch einen Kopfball von Anthony Ujah und einem Lattetreffer von Karim Onisiwo die besseren Gelegenheiten der ersten 45 Minuten.

Trainer Dárdai hatte bis zur Pause "nicht die Gier gespürt, gewinnen zu wollen. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs das Spiel angenommen." Schließlich war der Ungar froh, "ein gutes Mainz besiegt zu haben." Nach der Führung durch Stark, der nicht nur Torschütze, sondern mit einer Quote von 88 Prozent auch bester Zweikämpfer auf dem Platz war, setzten die Blau-Weißen nach. Doch auch Mainz gab sich nicht kampflos auf und traf  in Gestalt von Ujah ein weiteres Mal das Aluminium. Am Ende blieb es dennoch beim herbeigesehnten ersten Heimdreier der Dárdai-Truppe in diesem Jahr. "Wir haben auf den ersten Heimsieg gewartet und dafür gekämpft. Gegen Bremen hätten wir uns den Sieg vielleicht schon verdient gehabt. Deswegen haben wir die letzten Minuten auch ein bisschen gezittert. Aber jetzt sind wir froh, dass wir es über die Zeit gebracht haben und können zufrieden sein", fasste es Lazaro zusammen. Am kommenden Wochenende (09.03.19, 15:30 Uhr) können die Herthaner beim Sport-Club Freiburg eine weitere starke Reaktion zeigen und nachlegen.

(war/City-Press)

Profis, 03.03.2019
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