Bild: herthabsc

"Ein Derby ist das Salz in der Suppe!"

Auf der Pressekonferenz am Mittwoch (20.05.20) sprachen Bruno Labbadia und Michael Preetz über das Stadtduell mit dem 1. FC Union im außergewöhnlichen Rahmen.

Berlin – Vor bedeutsamen Spielen wird es für gewöhnlich enger im Medienraum von Hertha BSC. Naturgemäß nehmen mehr Journalistinnen und Journalisten an den Pressekonferenzen teil, wenn eine Partie ansteht, die im Normalfall die gesamte Hauptstadt elektrisiert und ein mit Sicherheit ausverkauftes Olympiastadion bedeuten würde. Doch am Mittwoch (20.05.20) blieben die Stühle für die Medienvertreter wie zuletzt schon leer, eine virtuelle Pressekonferenz muss in Zeiten des Coronavirus ausreichen, um das Duell zwischen der 'Alten Dame' und dem Kontrahenten aus Köpenick am Freitagabend (22.05.20, 20:30 Uhr) zu besprechen. "Es ist natürlich nicht das Derby, was sich alle gewünscht haben", sagte Bruno Labbadia. "Jetzt gilt es aber, den Fokus auf das zu legen, was wir beeinflussen können und die Situation anzunehmen. In Hoffenheim haben wir das gut gemacht, daran wollen wir anknüpfen!"

Personell gibt es indes noch offene Fragen. "Karim Rekik kann bereits sehr intensiv trainieren, einige entscheidende Dinge aber noch nicht wieder umsetzen. Daher ist er noch kein Thema", gab Labbadia einen Einblick. "Marius Wolf hat nach wie vor Probleme, wir müssen abwarten, ob sich die Situation noch verbessert – es wäre schade, wenn er ausfällt, aber es ist wichtig, dass er schmerzfrei ist!" Definitiv wieder zählen kann Labbadia auf Vladimir Darida, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Dem erfahrenen Fußballlehrer ist die Wichtigkeit des innerstädtischen Vergleichs unahängig von Personalfragen bewusst. "Ein Derby ist das Salz in der Suppe, die ganze Stadt fiebert mit, auch ohne Zuschauer im Stadion", so Labbadia. "Ich hoffe natürlich, dass wir das nächste Duell wieder mit Anhängern im Stadion austragen dürfen – und dass unsere Fans diesmal einen packenden Fight und einen Sieg für uns sehen!"

Michael Preetz hat das Hinspiel wie alle Blau-Weißen nicht vergessen. "Das war ein rabenschwarzer Tag. Nun haben wir die Chance, das ein Stück weit vergessen zu machen", betonte der Geschäftsführer Sport. "Sportlich ist ein komplett offenes Spiel – aber wir spielen im Olympiastadion, kennen unseren Platz und wollen das Duell für uns entscheiden!" HerthaTV hat wie gewohnt alle Aussagen der Protagonisten auf dem Podium festgehalten.

(kk/HerthaBSC)

Profis, 20.05.2020
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