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Torloses Remis gegen Mainz 05

Hertha BSC trennte sich am Dienstagabend (15.12.20) im abschließenden Heimspiel des Jahres mit 0:0 von den 'Nullfünfern'.

Aufstellung

Berlin – Vier Tage nach dem Punktgewinn in Mönchengladbach rotierte Bruno Labbadia auf drei Positionen: Deyovaisio Zeefuik, Lucas Tousart und Matheus Cunha nach abgesessener Gelbsperre ersetzten Peter PekaríkVladimír Darida und Dodi Lukébakio, die allesamt eine Pause bekamen und auf der Bank Platz nahmen. So agierten die Herthaner im abschließenden Heimspiel des Jahres aus einem 4-3-3 heraus. FSV-Coach Jan-Moritz Lichte veränderte sein Personal nach der 0:1-Niederlage gegen Köln gar auf fünf Positionen: Für Daniel Brosinski, Jonathan Burkardt, Kapitän Danny Latza, Jean-Paul Boëtius und Jean-Philippe Mateta starteten Aarón, Leandro Barreiro, Kevin Stöger, Pierre Kunde und Robin Quaison.

Spielverlauf

Von Beginn an rissen die Spreeathener das Spielgeschehen an sich und drückten die Mainzer in die eigene Hälfte. Die ersten Torannäherungen ließen folgerichtig nicht lange auf sich warten. Scharf getretene Standards aus dem Halbfeld fanden in der Gefahrenzone jedoch keinen Abnehmer. In Folge gehörte Lucas Tousart der erste richtige Torschuss, der allerdings über das Gehäuse flog (13.). Über 80 Prozent Ballbesitz in der ersten Viertelstunde belegten den optischen Eindruck vom Grün. Fortan blieben die Labbadia-Schützlinge geduldig und ließen gegen tiefstehende 'Nullfünfer' das Spielgerät durch die eigenen Reihen laufen, zwingende Einschussgelegenheiten fehlten. Mitte des ersten Durchgangs meldeten sich auch die Rheinhessen im Berliner Strafraum ab und an zu Wort, strahlten dabei aber ebenso wenig Gefahr aus, wie die Herthaner auf der Gegenseite. Lediglich fünf Minuten vor der Pause wurde es brenzlig: Jordan Torunarigha lenkte beim Klärungsversuch die Kugel per Hacke an den eigenen Querbalken (40.). Glück für die Hauptstädter. 

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Rubrik 15.12.2020
Hertha BSC - FSV Mainz 05

Viel Ballbesitz, kein Ertrag

Zu Beginn des zweiten Abschnitts änderte sich nicht viel an dem Bild, das hauptsächlich in der ersten Halbzeit herrschte: Die Blau-Weißen hatten viele Ballaktionen, die Durchschlagskraft in der Offensive ließ jedoch zu wünschen übrig. So gehörte den Gästen die erste Chance in den zweiten 45 Minuten. Stöger – noch entscheidend von Zeefuik gestört – setzte das Spielgerät knapp rechts am Kasten vorbei (53.). Kurzdarauf brachte Labbadia in Person von Maximilian Mittelstädt und Dodi Lukébakio für Marvin Plattenhardt und Javairô Dilrosun zwei frische Kräfte. Doch auch mit dem neuen Duo hielten sich die Höhepunkte zurück. Nach einer Mittelstädt-Flanke versuchte es Tousart per Kopf (69.). Unmittelbar danach hatte der Franzose genauso wie Zeefuik Feierabend, Mathew Leckie und Jubilar Peter Pekarík, der sein 200. Bundesliga-Spiel absolvierte, übernahmen (71.). In dieser Phase probierte es die 'Alte Dame' mit Kontern, diese verpufften allerdings im abschließenden Drittel. Da sich beide Mannschaften in den Schlussminuten nicht mehr entscheidend durchsetzen konnten, endete die Partie torlos.

Fazit und Ausblick

Nach diesem Remis – dem vierten ungeschlagenen Spiel in Serie – belegt der Hauptstadtclub mit 13 Zählern den 10. Tabellenplatz. Zum Jahresabschluss gastieren die Spreeathener am 4. Advent (20.12.20, 15:30 Uhr) beim Sport-Club Freiburg. Anschließend geht es rund um die Weihnachtstage in eine kurztägige Fußballpause, ehe bereits am 2. Januar 2021 der FC Schalke 04 im Olympiastadion seine Visitenkarte abgibt.

(sj,fw/City-Press)

Highlights 1. Halbzeit

6. Minute: Bisher sind unsere Jungs hier spielbestimmend. Zwei gefährliche Freistöße segelten schon in den Strafraum der Gäste, fanden aber keinen Abnehmer.

13. Minute: Tousart aus der zweiten Reihe, aber sein Abschluss aus knapp 18 Metern rauscht klar über den Kasten.

40. Minute: SCHRECKSEKUNDE! Flanke von rechts, in der Mitte fliegt Torunarigha der Ball beim Klärungsversuch an die eigene Hacke - und von dort ans Aluminium. Puh... das hätte uns jetzt noch gefehlt.

Highlights 2. Halbzeit

53. Minute: Zeefuik passt auf! Stöger kommt in gefährlicher Position an den Ball, aber der Rechtsverteidiger stört seinen Gegenspieler und fälscht entscheidend ab. Ecke.

69. Minute: Tousart köpft Mittelstädts Flanke neben das Tor. Aber immerhin wieder eine Strafraumaktion.

71. Minute: Nächster Doppelwechsel: Mathew Leckie kommt für Tousart und Peter Pekarík für Zeefuik. Für den Slowaken ist es sein 200. Bundesliga-Spiel, das 145. für die Blau-Weißen.

Profis, 15.12.2020
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