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Niederlage bei der Heimpremiere

Hertha BSC verlor am Freitagabend (25.09.20) mit 1:3 (0:2) gegen eine effektive Eintracht aus Frankfurt. Jordan Torunarigha erzwang ein Eigentor, das allerdings nur zum Anschluss reichte.

Aufstellung

Berlin – Bei der Heimpremiere 2020/21 vertraute Trainer Bruno Labbadia derselben Startelf, die in der Vorwoche den SV Werder Bremen zum Bundesliga-Auftakt mit 4:1 besiegt hatte. Dedryck Boyata führte die Herthaner erstmals als neuer Kapitän aufs Feld. Auf der Ersatzbank nahm Lukas Klünter anstelle von Mathew Leckie Platz, der kurzfristig wegen Nackenproblemen ausfiel. SGE-Coach Adi Hütter veränderte sein Personal im Vergleich zum 1:1 gegen Aufsteiger Bielefeld auf zwei Positionen: Almamy Touré und Stefan Ilsanker ersetzten Danny da Costa und Dominik Kohr.

Spielverlauf

Die Partie begann vor lautstarken 4.000 Fans im Olympiastadion schwungvoll. Beide Mannschaften liefen hoch an und versuchten die gegnerische Defensive früh unter Druck zu setzen. Entsprechend intensiv führten die Akteure auf dem Platz auch die Zweikämpfe. Im Anschluss an ein solch umkämpftes Duell mit Jordan Torunarigha blieb Frankfurts Filip Kostic liegen und musste früh ausgewechselt werden (15.). In dieser Phase erarbeiteten sich die Teams auch die ersten Abschlüsse. Maximilian Mittelstädt nutzte den Freiraum in der SGE-Spielhälfte, sein Versuch war aber zu harmlos (16.). Auf der Gegenseite nickte Bas Dost eine Touré-Flanke neben das von Alexander Schwolow gehütete Berliner Gehäuse (20.). Fünf Minuten danach kamen die Gäste erneut über die rechte Außenbahn gefährlich vors Tor, André Silva köpfte nur knapp über die Latte (25.). Weitere fünf Zeigerumdrehungen später lag das Spielgerät dann aber im Netz der 'Alten Dame': Silva verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0, zuvor hatte Kapitän Boyata den Torschützen im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht (30.). Beinahe lieferten die Hauptstädter die direkte Antwort: Erst verpasste Matheus Cunha (31.), der kurz vor dem Spiel erstmals für die brasilianische A-Nationalmannschaft nominiert wurde, ehe Dodi Lukébakio nach starker Mittelstädt-Vorarbeit am hervorragend reagierenden Kevin Trapp scheiterte (32.). Auf der Gegenseite präsentierten sich die 'Adlerträger' effektiv: Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Daichi Kamada schädelte Torjäger Dost zum 2:0 in die Maschen (36.) – und schockte die Blau-Weißen, die somit einen 0:2-Rückstand mit in die Halbzeitpause nehmen mussten.

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Rubrik 24.09.2020
Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Herthaner deutlich verbessert – Rode trifft aus dem Nichts

Den zweiten Durchgang bestritten die Spreeathener nach einem dreifachen Wechsel mit Deyovaisio Zeefuik, Arne Maier und Jhon Córdoba für Peter Pekarík, Vladimir Darida und Krzysztof Piątek. Und die personellen Anpassungen schienen zu fruchten. Die Labbadia-Schützlinge stellten im letzten Drittel eine deutlich höhere Passsicherheit unter Beweis und verbuchten durch Lucas Tousart den ersten Abschluss in Halbzeit zwei (52.). Kurze Zeit später war es dann deutlich gefährlicher: Einen Cunha-Freistoß verfehlte Lukébakio nur haarscharf (57.). Der Druck der Berliner nahm deutlich zu. Cunha (61.) und Córdoba (64.) unterstrichen mit ihren Aktionen die Offensivbemühungen, blieben im letzten Moment jedoch an der Frankfurter Defensive hängen. Erfolgreicher gestalteten es die Gäste, die wie aus dem Nichts durch Sebastian Rode mit ihrem ersten nenneswerten Abschluss im zweiten Abschnitt auf 3:0 erhöhten (70.) – und ihre Effektivität an diesem Abend erneut untermauerten. Doch die Hausherren gaben nicht auf und erzwangen durch einen ansehnlichen Alleingang von Jordan Torunarigha ein Eigentor von Martin Hinteregger, das zum 1:3 führte (76.). 180 Sekunden vor dem Schluss besaß Niklas Stark per Kopf die große Chance, um nochmal richtig für Spannung zu sorgen, doch Trapp parierte und ließ alle Berliner Hoffnungen platzen (87.). Danach war Schluss.

Fazit und Ausblick

Diese Premiere im heimischen Wohnzimmer haben sich alle Herthanerinnen und Herthaner anders vorgestellt. Trotz teils bester Abschlussmöglichkeiten – vor allem in den ersten 25 Minuten der zweiten Hälfte – mussten sich die Blau-Weißen gegen brutal effektive Hessen mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. So blieben die Hauptstädter nach zwei Spielen bei drei Zählern. Am kommenden Sonntag (04.10.20, 18:00 Uhr) gastiert die 'Alte Dame' beim frischgebackenen UEFA Super Cup-Sieger FC Bayern München.

(sj,pm/City-Press)

Highlights 1. Halbzeit

16. Minute: Der erste blau-weiße Abschluss in der Begegnung. Maximilian Mittelstädt nutzt den Freiraum vor sich, und setzt zum Fernschuss an. Dieser ist für SGE-Keeper Kevin Trapp jedoch ungefährlich.

20. Minute: Die Gäste kommen vor das Berliner Gehäuse. Von der rechten Seite flankt Almamy Touré ins Zentrum, von dort köpft Bas Dost neben den rechten Pfosten.

25. Minute: Wieder die Frankfurter. Obwohl Lucas Tousart auf dem Boden liegt, läuft das Spiel weiter. Almamy Touré kommt erneut über rechts und setzt zur Flanke an, in der Mitte köpft André Silva über das Tor von Alexander Schwolow.

30. Minute: Schiedsrichter Bastian Dankert zeigt auf den Punkt. Nach einem Foul von Dedryck Boyata an André Silva gibt's einen Elfmeter für die Gäste... Und das 1:0 für die Eintracht. Silva trifft in die linke untere Ecke, Alexander Schwolow ahnt die Richtung, bleibt jedoch ohne Chance.

32. Minute: Beinahe der Ausgleich! Die Herthaner spielen sich an den Gäste-Strafraum, dann geht's schnell. Maximilian Mittelstädt bringt eine halbhohe Hereingabe in den Sechzehner, Dodi Lukébakio schießt aus der Drehung und netzt fast - Kevin Trapp parierte noch.

36. Minute: Aus dem Freistoß resultiert das 2:0 für die SGE. Daichi Kamada bringt den Ball von der rechten Seite in den blau-weißen Strafraum, Bas Dost steigt am höchsten und nickt ein.

Highlights 2. Halbzeit

52. Minute: Die Berliner setzen ein Ausrufezeichen. Kevin Trapp faustet zunächst eine Hereingabe von Außen weg, den Nachschuss von Lucas Tousart fängt der Schlussmann danach ab.

57. Minute: Matheus Cunha zielt den Freistoß in den gegnerischen Strafraum, dort verpasst Dodi Lukébakio mit einem Kopfball knapp den Anschlusstreffer. Weiter so!

70. Minute: Das gibt es nicht. 3:0 für die SGE. Sebastian Rode bekommt auf Höhe der Strafraumgrenze den Ball, wird nicht attackiert und trifft ins lange Ecke.

76. Minute: 1:3! Da ist der Anschluss. Jordan Torunarigha tankt sich über die linke Seite durch die gegnerische Hintermannschaft und bringt den Ball in Richtung Fünfer, dort schiebt Martin Hinteregger das Spielgerät unfreiwillig ins eigene Tor. Weiter so!

87. Minute: ...zunächst klären die Frankfurter, im zweiten Versuch aber findet Maximilian Mittelstädt seinen Teamkollegen Niklas Stark, dessen Kopfball fast den Weg ins Tor findet. Bitter!

Profis, 25.09.2020
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