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Niederlage gegen Bremen

Hertha BSC verlor am Samstagabend (23.01.21) zum Rückenrunden-Auftakt mit 1:4 (1:2) gegen den SV Werder Bremen. Jhon Córdoba traf aus Sicht der Blau-Weißen. 

Aufstellung

Berlin – Zum Start in die Rückserie nahm Trainer Bruno Labbadia im Vergleich zum Hoffenheim-Spiel eine personelle Veränderung vor: Startelf-Debütant Luca Netz ersetzte Krzysztof Piątek (Bank), dafür rutschte Maximilian Mittelstädt eine Position vor ins linke Mittelfeld. Dodi Lukébakio hingegen fehlte aus sportlichen Gründen im Berliner Aufgebot. Bremens Übungsleiter Florian Kohfeldt änderte sein Personal zwei Mal: Leonardo Bittencourt und Hertha-Leihgabe Davie Selke begannen an Stelle von Kevin Möhwald (angeschlagen nicht im Kader) und Joshua Sargent (Bank). 

Vor dem Aufwärmen gedachte der Hauptstadtclub dem vor Weihnachten verstorbenen langjährigen Physiotherapeuten David de Mel.

Spielverlauf

Bei seiner Rückkehr ins Olympiastadion stand Selke direkt im Mittelpunkt: Nach einem von Mittelstädt an Romano Schmid verschuldeten Foulelfmeter (9.) besorgte der Angreifer vom Punkt die frühe Gäste-Führung (10.). Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Blau-Weißen die große Ausgleichschance bekamen. Matheus Cunha ließ sich von Jean-Manuel Mbom nur regelwidrig im Sechzehner stoppen, doch der Brasilianer scheiterte mit seinem Strafstoß an Jiri Pavlenka (21.). Trotz dieses Fehlschusses blieben die Herthaner dran. Mittelstädt bediente Jhon Córdoba, der per Kopf im Werderaner Schlussmann seinen Meister fand (23.). 120 Sekunden später nutzte Cunha seinen Platz auf der rechten Außenbahn, erreichte mit einem scharfen Querpass durch den Fünfmeterraum allerdings keinen Mitspieler (25.). Mitten in diesen druckvollen Abschnitt nickte Ömer Toprak auf der Gegenseite einen Bittencourt-Eckball zum 2:0 ins Netz (29.). Kurze Zeit später mussten die Grün-Weißen auf Selke verzichten, der angeschlagen das Feld verließ (32.). Die 'Alte Dame' ließ sich auch vom zweiten Nackenschlag nicht beirren und suchte intensiv den Weg nach vorne: Mittelstädt, Vladimír Darida und Pekarík scheiterten aber allesamt an Pavlenka (34., 35., 36.). In der Nachspielzeit belohnten sich die Spreeathener für die Druckphase: Córdoba versenkte per Kopf eine maßgeschneiderte Pekarík-Flanke in die Maschen (45.+2). Mit diesem Hoffnungsschimmer schritten die Labbadia-Schützlinge in die Kabinen.

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Rubrik 23.01.2021
Hertha BSC - SV Werder Bremen

Frisches Offensivpersonal, gute Chancen – keine Tore

In den zweiten 45 Minuten brachte der Fußballlehrer in Mathew Leckie für Mittelstädt eine zusätzliche Offensivkraft. Die Hauptstädter machten da weiter, wo sie im ersten Abschnitt aufgehört hatten. Cunha gab die ersten Abschlüsse ab (47., 49). Sechs Zeigerumdrehungen später entschärfte Pavlenka gegen Córdoba (55.). Von den Hanseaten war bis dato in Halbzeit zwei nichts zu sehen, dann schlugen sie aus dem Nichts zu: Maximilian Eggestein setzte Bittencourt ansehnlich in Szene - und der 27-Jährige vollendete aus kurzer Distanz zum 3:1 (57.). Labbadia reagierte und verstärkte mit Piątek und Daishawn Redan seine Angriffsreihe (64.). Piątek hätte kurz darauf den erneuten Anschlusstreffer markieren können, doch Cunha übersah den mitgelaufenen Polen und schob freistehend vor dem gegnerischen Gehäuse vorbei (67). Die Zeit rannte den Hausherren in der Folge davon, die Bemühungen ließen aber nicht nach. Eine Leckie-Hereingabe köpfte Córdoba wuchtig aufs Gehäuse, Pavlenka war abermals zur Stelle (74.). Auf der Gegenseite erzielte der eingewechselte Sargent mit dem Treffer zum 4:1 den Endstand (77.). 

Fazit und Ausblick

Der Aufwand stimmte, der Ertrag nicht. Nach dieser Heimniederlage zum Rückrunden-Auftakt belegen die Blau-Weißen weiterhin mit 17 Zählern den 14. Tabellenplatz. Zum Abschluss des mit sechs Partien enggetakteten Januars gastiert die 'Alte Dame' am kommenden Samstagnachmittag (30.01.21, 15:30 Uhr) am Main bei Eintracht Frankfurt.

(sj/City-Press)

Profis, 23.01.2021
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