Bild: citypress

Pokalaus in Niedersachsen

Hertha BSC hat am Freitagabend sein DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig mit 4:5 (2:3) verloren. Die Treffer von Dodi Lukébakio (2), Matheus Cunha und Peter Pekarik reichten nicht zum Weiterkommen.

Aufstellung

Bruno Labbadia stellte beim Auftakt zwei Neuzugänge in seine Startelf, die in einer 4-1-2-3-Grundordnung und mit Niklas Stark als Kapitän loslegte. Alexander Schwolow hütete bei seinem Pflichtspieldebüt den blau-weißen Kasten, außerdem begann Lucas Tousart neben Vladimir Darida im defensiven Mittelfeld. Deyovaisio Zeefuik nahm ebenso wie die Rückkehrer Daishawn Redan und Ondrej Duda zunächst auf der Bank Platz. Auf der Gegenseite schickte Braunschweigs neuer Coach Daniel Meyer mit Michael Schultz, Dominik Wydra, Jannis Nikolaou, Yassin Ben Balla, Fabio Kaufmann und Suleiman Abdullahi (ausgeliehen) gleich sechs Neue ins Spiel, die 'Löwen' agierten aus einem 3-5-2-System.

Spielverlauf

Vor 500 zugelassenen Zuschauerinnen und Zuschauern erwischten die Hausherren einen Traumstart und gingen mit der ersten Aktion durch einen direkt verwandelten Freistoß von Martin Kobylanski in Führung (2.). Die Labbadia-Elf mühte sich um eine Antwort. Ein erster Versuch von Maximilian Mittelstädt rauschte übers BTSV-Tor (5.), Matheus Cunha prüfte Braunschweigs Keeper Jasmin Fejzic, der Sieger blieb (13.), nach der folgenden Ecke wurde ein Versuch von Mathew Leckie gerade noch geblockt (14.). Das Tor fiel jedoch wieder auf der anderen Seite. Nikolaou köpfte Mittelstädt nach einer Ecke ins Gesicht, die Bogenlampe trudelte unglücklich ins Berliner Netz (17.). Die Herthaner bewiesen jedoch Moral und fanden eine schnelle Antwort auf den erneuten Nackenschlag. Zunächst köpfte Dodi Lukébakio eine Ecke von Cunha in die Maschen (23.), ehe nur sechs Minuten später der Brasilianer persönlich zur Stelle war und nach feiner Leckie-Vorarbeit zum 2:2 egalisierte (29.). In der Folge beruhigte sich das Geschehen ein wenig, wenngleich den Spreeathenern der Wille anzumerken war, das dritte Tor nachzulegen. Bei einem Konter verpassten die Niedersachsen auf der Gegenseite aber nur knapp das 3:2, Abdullahi zielte nach Vorlage von rechts zu hoch (40.). Drei Minuten später zeigte Schiedsrichter Stieler jedoch auf den Elfmeterpunkt, Rekik traf Kaufmann beim Klärungsversuch. Schwolow parierte den Versuch von Kobylanski zunächst, der Nachschuss des Braunschweigers saß jedoch (44.). So ging es nach wilden 45 Minuten mit 3:2 für die Gastgeber in die Kabinen.

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Rubrik 11.09.2020
Eintracht Braunschweig - Hertha BSC

Aufholjagd und Nackenschlag

Nach dem Seitenwechsel drückten die Berliner auf den Ausgleich. Cunha (51.) scheiterte an Fejzic, Lukébakios Versuch stoppte in letzter Sekunde ein Braunschweiger Block (54.). Die Partie lief weiter nur in eine Richtung. BTSV-Keeper Fejzic zeigte bei einem Leckie-Kopfball eine Glanzparade, Cunhas Schlenzer klatschte Sekunden später an den Pfosten (58.), ein zweiter Versuch verfehlte das Ziel (60.). Die Labbadia-Elf belohnte sich dann jedoch für ihre Mühen: Wieder war Cunha beteiligt, seine Vorlage drosch der mitgelaufene Peter Pekarik in die Maschen (66.). Im Gegenzug kassierten die Hauptstädter jedoch das vierte Gegentor, Kobylanski kam von der Strafraumgrenze zum Abschluss und bedankte sich mit dem 4:3 (67.). Die Hertha-Defensive wackelte leider weiter, sechs Minuten später setzte sich Abdullahi gegen Stark durch und ließ das fünfte Braunschweiger Tor folgen. Coach Labbadia reagierte und brachte Javairo Dilrosun für den angeschlagenen Mathew Leckie (74.) sowie Arne Maier und Ondrej Duda für Vladimir Darida und Marvin Plattenhardt (78.). Die Herthaner gaben nicht auf, nach 83 Minuten verkürzte Lukébakio auf 4:5. In der Nachspielzeit traf Cunha das Außennetz (90.) und Dilrosun verfehlte mit einem Schuss aufs lange Ecke das gegnerische Tor nur denkbar knapp (90+1.) - trotz aller Mühen glückte der Ausgleich jedoch nicht mehr.

Fazit und Ausblick

Nach dieser Niederlage ist die DFB-Pokalsaison für Hertha BSC nach der 1. Hauptrunde beendet. Am kommenden Samstag (19.09.20, 15:30 Uhr) treten die Blau-Weißen im ersten Bundesliga-Spiel der Saison 2020/21 beim SV Werder Bremen an.

Highlights 1. Halbzeit

2': ... das ist doch nicht wahr. Knapp eine Minute gespielt und Kobylanski haut 'nen Freistoß direkt rein. Fieser Aufsetzer für Schwolow.

5': Mittelstädt aus der zweiten Reihe mit seinem schwächeren rechten Fuß. Der Ball rauscht drüber. Eine schnelle Antwort wäre hier sehr wichtig - und die Labbadia-Schützlinge sind um diese bemüht.

17': Maximilian Mittelstädt. Und der Ball ist wieder drin. Was war das für eine Murmel? 0:2... Unglaublich!

23': UND ENDLICH IST ER DRIN! Nach der Flanke von Cunha nickt ihn Lukébakio rein. WICHTIG.

29': AUUUUUSGLEICH! Cun-JAAAA! Sehr schöner Angriff, sehr gutes Tor. Leckie nimmt das Leder an, spielt mustergültig in den Lauf von Cunha, der den Ball flach in die lange Ecke schlenzt. SO MUSS DAS!

43': Eintracht führt wieder... Leckie und Rekik foulen Kaufmann auf der Linie, der Elfmeter sitzt im Nachschuss. Dummes Ding.

Highlights 2. Halbzeit

58': LEEECKIE! Unsere Jungs drängen und versuchen alles. Ball um Ball segelt durch die Gefahrenzone, ehe Leckie köpft und Fejzic sensationell abwehrt. Nur Sekunden später schlenzt Cunha das Leder an den PFOSTEN!

60': Das gibt es nicht! Cunha schlenzt den Abpraller Zentimeter am Tor vorbei. Der Ausgleich liegt sowas von in der Luft, jetzt muss er aber auch fallen.

66': JA! 3:3! Pekarik macht's!

67': Unfassbar. Wieder trifft Braunschweig... Kobylanski zum Dritten.

73': Oh weh... Abdullahi erhöht.

83': Nur noch 4:5! Kommt schon!

(kk,fw/City-Press)

Profis, 11.09.2020
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