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Niederlage in Köpenick

Hertha BSC hat das Stadtderby bei Union Berlin am Samstagabend (02.11.19) verloren. Nach 90 Minuten stand es 0:1 (0:0). Ein später Elfmeter entschied die Begegnung.

Aufstellung

Berlin - Trainer Ante Covic wechselte seine Startelf nach dem Sieg im Pokal gegen Dresden gleich auf sechs Positionen. Rune Jarstein hütete das Tor wieder anstelle von Thomas Kraft. In der Viererkette verteidigten Lukas Klünter, der wiedergenesene Dedryck Boyata und Maximilian Mittelstädt. Marius Wolf rutschte rechts einen Platz vor, Karim Rekik und Marvin Plattenhardt nahmen auf der Bank Platz. Per Skjelbred rückte für den gesperrten Vladimir Darida ins zentrale Mittelfeld, Vedad Ibisevic stürmte für Salomon Kalou.

Gesehen
Rubrik 02.11.2019
1. FC Union Berlin - Hertha BSC

Spielverlauf

Das erste Bundesliga-Duell beider Mannschaften begann mit einer Schrecksekunde für die Blau-Weißen. Nach einer Flanke von rechts nickte Christopher Lenz, ehemaliger Jugendspieler der Herthaner, an den Innenpfosten (3.). Drei Zeigerumdrehungen später hielt Rune Jarstein einen Kopfball von Marcus Ingvartsen (6.). Die 'Alte Dame' kam nach knapp einer Viertelstunde zu ihrer ersten Chance, als Dodi Lukébakio nach einer Flanke von Javairo Dilrosun in die Arme von Rafal Gikiewicz köpfte (14.). Bis auf einen harmlosen Distanzschuss von Christian Gentner, den Jarstein ohne Mühe entschärfte (24.), war die Partie geprägt von intensiven Zweikämpfen - vornehmlich im Mittelfeld. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Marko Grujic versprang der Ball in aussichtsreicher Position (35.), Sekunden danach beförderte die Nummer 15 das Spielgerät aus elf Metern mit dem Scheitel auf das Tornetz (36.). So ging es nach 45 umkämpften Minuten torlos in die Kabinen.

In den zweiten Durchgang startete die Covic-Elf mit einer Veränderung. Eduard Löwen ersetzte den angeschlagenen Skjelbred. Auf dem Rasen passierte zunächst jedoch nicht viel, wegen Pyrotechnik war die Begegnung fast unmittelbar nach Wiederanpfiff für wenige Minuten unterbrochen. Danach erarbeiteten sich die Unioner leichte Vorteile, doch die Herthaner hielten entschlossen dagegen. Ein direkter Freistoß von Löwen aus fast 20 Metern segelte drüber, war aber die erste nennenswerte Offensivaktion nach dem Seitenwechsel (66.). Nach einer flachen Hereingabe auf den ersten Pfosten war Gikiewicz vor Ibisevic am Ball (70.). Der Schlussmann des Heimteams fing auch den nächsten Abschluss von Wolf (71.). Vor Beginn der Schlussphase verzeichnete die 'Alte Dame' ein Übergewicht. Löwen zielte aber erneut zu hoch (76.). Für die Gastgeber versuchte es erneut ein ehemaliger Herthaner: Robert Andrich verfehlte das Tor aus der zweiten Reihe jedoch auch klar (79.). Mit Salomon Kalou für Kapitän Ibisevic versuchte der Hauptstadtclub in der Schlussphase noch entscheidende Akzente zu setzen. Doch das gelang den Blau-Weißen nicht. Stattdessen entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin nach einer Grätsche von Boyata gegen Gentner nach einem Blick auf den Monitor auf Strafstoß - und den versenkte Sebastian Polter (90.) den Ball zum 1:0. Ein Treffer, der das Derby trotz zehnminütiger Nachspielzeit und einem Anrennen der Herthaner entschied.

Fazit und Ausblick

Die Englische Woche mit den Duellen gegen Hoffenheim, Dresden und bei Union beendete der Hauptstadtclub mit einer bitteren Niederlage. In der Tabelle rangieren die Blau-Weißen nach zehn Spieltagen auf dem elften Platz. Am kommenden Samstag (09.11.19, 18:30 Uhr) - am 30. Jahrestag des Mauerfalls - steht die nächste Begegnung gegen RasenBallsport Leipzig an.

(fw,sj/City-Press)

Highlights 1. Halbzeit

3. Minute: Puh, Pfostentreffer Union: Die erste dicke Gelegenheit gehört den Hausherren. Lenz scheitert per Kopf am Pfosten.

14. Minute: Mittelstädt mit dem Zuspiel auf Dilrosun, der mit seiner Hereingabe am zweiten Pfosten Lukébakio findet. Dessen Kopfball pariert Gikiewicz.

33. Minute: Es ereignen sich immer mehr Zweikämpfe und Fouls, die regelmäßig eine Diskussion mit sich bringen. Es wird um jeden Zentimeter und um jeden Ball gefightet.

36. Minute: Da fehlte nicht so viel: Nun findet eine Flanke endlich mal einen Abnehmer und dann wird es direkt gefährlich. Grujic nickt die Kugel allerdings einen Tick zu hoch.

Highlights 2. Halbzeit

66. Minute: Den Freistoß setzt Löwen aus guter Position etwas zu hoch.

70. Minute: Es wird immer gefährlicher: Dieses Mal zieht Lukébakio mit viel Tempo über rechts in den Strafraum, doch erneut verpasst Ibisevic haarscharf. Schade, schade!

90. Minute: Oh man... Und der Elfmeter ist drin.. Polter verwandelt zur 1:0-Führung.

Profis, 02.11.2019
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