Bild: Citypress

Unglückliche Auswärtsniederlage!

Am Samstagnachmittag (09.03.19) verlor Hertha BSC beim Sport-Club Freiburg trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit unglücklich mit 1:2.

Aufstellung

Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 vom vergangenen Wochenende nahm Trainer Pál Dárdai drei Veränderungen vor. Für die verletzten Davie Selke (Muskelverletzung im Hüftbereich) und Valentino Lazaro (Knieprobleme) standen Kapitän Vedad Ibišević und Lukas Klünter in der Startelf, genauso wie Karim Rekik, der nach seiner Rotsperre wieder einsatzfähig war. Für ihn nahm Arne Maier auf der Ersatzbank Platz. Freiburgs Coach Christian Streich ließ dieselbe Elf starten, die am zurückliegenden Spieltag mit 0:2 in Leverkusen verlor.

Spielverlauf

Im Duell der beiden dienstältesten Bundesliga-Trainer mussten die Zuschauer im Schwarzwald-Stadion nicht lange auf die erste Torchance warten. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw kam Janik Haberer bereits in der 2. Minute zu einem gefährlichen Abschluss, der nur knapp am linken Pfosten vorbeiging. Sieben Zeigerumdrehungen später sorgte Marko Grujić mit einem Distanzschuss für die erste Torannäherung der Herthaner. Gefährlicher wurde es dann durch Niklas Stark, der nach einem Freistoß von Ondrej Duda Freiburgs Torwart Alexander Schwolow mit einem Kopfball zu einer starken Parade zwang (25.). 120 Sekunden später jubelten dann aber die Hausherren, als Nils Petersen nach einer Hereingabe von Vincenzo Grifo zum 1:0 einnickte. In Folge waren die Berliner damit beschäftigt, die Freiburger vom eigenen Tor fern zu halten. Dies gelang ihnen bis zum Pausenpfiff auch, ohne eine weitere gefährliche Aktion der Hausherren zuzulassen. Auf der Gegenseite kam der Hauptstadtclub in der Nachspielzeit beinahe zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt köpfte Ondrej Duda jedoch hauchdünn am rechten Pfosten vorbei. So ging es nach einer umkämpften ersten Halbzeit mit 0:1 aus Sicht der 'Alten Dame' in die Kabinen.

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Rubrik 09.03.2019
Sport-Club Freiburg - Hertha BSC

Der zweite Durchgang, in dem Arne Maier anstelle von Fabian Lustenberger auf dem Platz stand, begann ähnlich wie im ersten Abschnitt mit einer frühen Torchance für den SCF. Petersens Abschluss war jedoch kein Problem für Rune Jarstein. Im Offensivspiel zeigten sich die Blau-Weißen zu Beginn der zweiten Halbzeit durchschlagskräftiger als noch im ersten Abschnitt. Erst verfehlte Mittelstädt nur knapp das Freiburger Gehäuse (55.), ehe Grujić mit einem Flachschuss für Gefahr sorgte (58.). In dieser Phase zeigte sich die Mannschaft von Trainer Pál Dárdai von ihrer besten Seite und spielte sich in eine Drangphase und schnürte den Sport-Club in der eigenen Hälfte ein. Nach einer starken Vorarbeit von Salomon Kalou kam erneut Grujić zu einem Abschluss, den Schwolow parierte (74.). Zwei Minuten später belohnte Kapitän Vedad Ibišević die Herthaner für diese starke Phase und drückte den Ball nach einer Hereingabe von Jordan Torunarigha zum verdienten 1:1-Ausgleich über die Linie. Doch die Freude über den Treffer hielt nicht lange an. Nach einer Freiburger Ecke von Grifo fälschte Ibišević den Ball unglücklich ins eigene Tor ab (80.). In der verbleibenden Spielzeit schaffte es die Dárdai-Elf nicht, sich von diesem Schock zu erholen. So stand am Ende eine denkbar unglückliche Niederlage auf der Anzeigetafel.

Fazit und Ausblick

Nach dieser bitteren 1:2-Niederlage belegen die Blau-Weißen mit 35 Punkten vorerst über Nacht den 9. Tabellenplatz. Am kommenden Samstag (16.03.19) empfängt der Hauptstadtclub im Rahmen des 26. Spieltages Borussia Dortmund zum Topspiel um 18:30 Uhr vor ausverkauftem Haus im heimischen Berliner Olympiastadion.

Höhepunkte 1. Halbzeit

2. Minute: Gefahr! Der erste Abschluss geht aufs Konto der Gastgeber: Günter flankt, Haberer kommt aus der Drehung zum Abschluss. Ganz kanpp am Kasten von Jarstein vorbei. Puh. Spätestens jetzt dürften alle wach sein.

9. Minute: Erster Torschuss der Herthaner. Grujić hält aus der Distanz flach drauf. Kein Problem für Freiburgs Keeper Schwolow.

25. Minute: Staaaark! So, jetzt steht's zumindest mal nach guten Chancen 1:1. Duda flankt einen Freistoß aus dem Halbfeld ins Zentrum, Stark steigt am höchsten und nickt den Ball gekonnt aufs Freiburger Tor. Schwolow muss sich strecken, um den Tatort auf Kosten eines Eckballs zu bereinigen.

27. Minute: Freiburg führt... Doch dann fällt auf der Gegenseite das Tor. Grifo flankt vom rechten Flügel in den Sechzehner, wo sich Petersen im Rücken von Torunarigha in den Fünfmeterraum schleicht und zur Freiburger Führung einköpft. So ein Mist.

45.+2 Minute: Dudaaaaa! Um ein Haar der Ausgleich! Mittelstädt mit einer scharfen Hereingabe, Duda geht mit dem Kopf hin und verfehlt das Tor nur ganz knapp. Doppelt bitter, weil Ibišević in Dudas Rücken völlig blank war - und vermutlich lässig eingeschoben hätte. Aber wie sagt man in solchen Situationen immer so schön? Wäre, wäre, Fahrradkette. Grüße gehen raus an Loddar Matthäus.

Höhepunkte 2. Halbzeit

55: Minute: Maxiii! Nicht von schlechten Eltern: Ein Eckball von Duda segelt durch den Sechzehner und fällt auf der linken Seite Mittelstädt vor die Füße. Herthas Nummer 17 hält mit seiner linken Klebe drauf und verfehlt das Gehäuse nur knapp. Auch Kalou will sich noch in den Ball werfen, das Geschoss geht aber auch am Ivorer vorbei.

67. Minute: Entscheidende Phase? Die Herthaner lassen den Freiburgern aktuell nur ganz wenig Luft zum Atmen. Bald muss aber auch der Ausgleich her.

74. Minute: Wieder Grujić! Nächster Abschluss für die Blau-Weißen. Grujić bekommt jedoch nicht die nötige Kraft hinter den Ball, um Schwolow ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

76. Minute: TOOOOOOOOR! Da ist der verdiente Ausgleich! Die Herthaner drücken und drücken, jetzt liegt der Ball endlich auf der richtigen Seite im Tor. Dann muss es eben einer der 'Großväter' machen: Torunarigha bedient Ibišević mit einer flachen Hereingabe von links, der Bosnier netzt ohne Probleme ein. Saisontor Nummero neun. 1:1!

80. Minute: Gibt. Es. Nicht. Der Ball liegt wieder im Tor. Nun allerdings wieder auf der falschen Seite. Und erneut gibt es einen unglücklichen Helden. Ibišević fälscht die Hereingabe ins eigene Tor ab. Gegen Mainz traf Stark in beide Tore, gegen Freiburg nun Ibišević... Ist das bitter.

(sj,af/City-Press)

Profis, 09.03.2019
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