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Niederlage im Breisgau

Hertha BSC muss sich am Dienstagabend (16.06.20) unglücklich mit 1:2 (0:0) beim Sport-Club Freiburg geschlagen geben. Vedad Ibisevic traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Aufstellung

Freiburg – Nach zuletzt zwei Niederlagen nahm Trainer Bruno Labbadia zwei Änderungen in seiner Startformation vor. Für den rotgesperrten Dedryck Boyata nahm Niklas Stark den Platz neben Jubilar Jordan Torunarigha (50. Bundesliga-Spiel für Hertha BSC, Anm. d. Red.) in der Innenverteidigung ein, Dodi Lukébakio ersetzte das verletzungsbedingt fehlende Geburtstagskind Per Skjelbred. Auf der Ersatzbank – und erstmals wieder nach 429 Tagen zurück im Aufgebot – saß Florian Baak, Youngster Omar Rekik feierte sein Debüt im blau-weißen Bundesliga-Kader. Freiburgs Coach Christian Streich vertraute derselben Elf, die am Wochenende ein 2:2-Remis in Wolfsburg holte.

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Rubrik 16.06.2020
SC Freiburg - Hertha BSC

Spielverlauf

Von Anfang an entwickelte sich ein munteres Spiel an der Dreisam. Den Hausherren gehörte zwar die erste Torannäherung durch Roland Sallai (5.), doch anschließend stellten sich die Blau-Weißen gleich mehrfach im SCF-Strafraum vor: Vedad Ibisevic mit einem Fallrückzieher, Stark per Kopf und Vladimir Darida mit einem Versuch aus der Distanz meldeten die Hauptstädter in der Offensive an (8., 11., 12.). Richtig gefährlich wurde es nach einem Konter über Lukébakio, doch die gegnerische Abwehr störte Ibisevic im letzten Moment noch entscheidend - das wäre wohl der Führungstreffer gewesen (14.). Im weiteren Verlauf waren dann wieder die Freiburger am Drücker, die Herthaner vereitelten allerdings die Möglichkeiten durch den doppelten Sallai, Robin Koch und Nicolas Höfler (20., 21., 22., 23.). In Folge durchlebte das Kräftemessen in den beiden Strafräumen die erste Verschnaufpause, der Spielfluss blieb aber weiterhin hoch. Sechs Minuten vor der Pause erlief Lukébakio mit viel Tempo einen Steilpass und servierte das Spielgerät maßgeschneidert für Ibisevic, Philipp Lienhart bereinigte in höchster Not (39.). Da beide Teams aufmerksam bis zum Halbzeitpfiff verteidigten, endete der erste Durchgang torlos.

Unterhaltsamer zweiter Durchgang – mit einem bitteren Ausgang

Der zweite Abschnitt begann mit einer Doppelchance für die Gastgeber, Rune Jarstein war aber gleich zwei Mal zur Stelle (48.). Auf der Gegenseite drosch Lukébakio das Spielegerät aus der Distanz im Stile eines Tor des Monats zur vermeintlichen Führung ins Netz (51.) – aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels von Darida nahm Schiedsrichter Stieler nach Ansicht der Videobilder den sehenswerten Treffer zurück (53.). Kurze Zeit später jubelten dann die Freiburger, nachdem Vicenzo Grifo einen direkten Freistoß ins linke Eck zirkelte, Jarstein den Ball zwar zur Seite lenkte, das Spielgerät aber vom Pfosten ins Netz prallte (61.). Die Blau-Weißen antworteten allerdings postwendend: Robin Koch brachte Peter Pekarik im Freiburger Strafraum regelwidrig zu Fall, Kapitän Ibisevic verwandelte den folgenden Elfmeter souverän – 1:1 (65.). Beinahe gelang sogar der Doppelschlag: Darida, der den goldenen Siegtreffer im Hinspiel erzielte, zwang SCF-Torwart Alexander Schwolow zu einer Glanztat (69.). In dieser Phase ging es quasi hin und her – und plötzlich jubelten wieder die Breisgauer: Nach einem Ballverlust des Tschechens an der eigenen Stafraumkante vollendete Joker Nils Petersen zur erneuten Führung (71.). In der Schlussphase zeigte sich die 'Alte Dame', die durch Alexander Esswein und Matheus Cunha frische Offensivkräfte erhielt (83.), bemüht – der Ausgleichstreffer gelang aber leider nicht mehr, auch weil Cunha in der Nachspielzeit das Gehäuse knapp verfehlte (90.+3). 

Fazit und Ausblick

Trotz eines mehr als ordentlichen Auswärtsauftritts, bei dem ein Punkt definitiv verdient gewesen wäre, muss sich die Elf von der Spree an der Dreisam mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Nach dieser knappen Niederlage belegen die Herthaner mit 38 Zählern den 11. Tabellenplatz. Zum Abschluss der Englischen Woche und zum letzten Heimspiel der Saison gastiert Bayer 04 Leverkusen am Samstag (20.06.20, 15:30 Uhr) im Berliner Olympiastadion.

(sj,pm/City-Press)

Highlights 1. Halbzeit

11. Minute: Nach einer Hereingabe von Vladimir Darida kommt Niklas Stark im gegnerischen Strafraum zum Kopfball. Der Versuch des Verteidigers fliegt über das Freiburger Gehäuse.

14. Minute: Dodi Lukébakio setzt über die rechte Seite zum Sprint an. Der Belgier läuft und läuft, dribbelt seinen Gegenspieler am Sechzehner aus und sucht kurz vor der Torauslinie das Anspiel in der Mitte. Leider kommt Vedad Ibisevic nicht heran. Da war mehr drin!

22. Minute: Doppelchance der Freiburger. Erst bringt Vincenzo Grifo einen Eckball ins Zentrum, von wo aus Robin Koch den Ball über die Latte köpft. Wenige Augenblicke später scheitert Roland Sallai aus wenigen Metern an Rune Jarstein. Danach müssen unsere Jungs kurz durchpusten.

39. Minute: Dodi Lukébakio erläuft sich auf der Freiburger Torauslinie den Ball und setzt anschließend zur Flanke an. Auf Höhe des Fünfers klärt Philipp Lienhart in letzter Sekunde, Vedad Ibisevic stand bereit zum Kopfball. Weiter so!

Highlights 2. Halbzeit

53. Minute: Schade! Dodi Lukébakio versucht es ebenfalls aus der Ferne und hämmert den Ball aus rund 20 Metern sehenswert ins Tor. Leider wird der Treffer nach einer kurzen Überprüfung des Videoschiris zurückgenommen, Vladimir Darida foulte zuvor Jonathan Schmid. Weitermachen!

61. Minute: Die Freiburger gehen in Führung. Vincenzo Grifo bringt einen Freistoß über die blau-weiße Mauer und verwandelt direkt von der linken Strafraumkante.

64. Minute: Elfmeter für die Blau-Weißen! Peter Pekarik spitzelt im Freiburger Strafraum den Ball weg und wird danach von Robin Koch getroffen. Tobias Stieler zeigt auf den Punkt

66. Minute: Ausgleich! Vedad Ibisevic haut den Ball vom Strafpunkt ins linke Eck. Alexander Schwolow ist zwar in der richtigen Ecke, bleibt aber chancenlos. Starker Abschluss unseres Kapitäns.

71. Minute: Bitter. Nur kurz darauf gehen die Gastgeber wieder in Führung. Rune Jarstein spielt Vladimir Darida beim Abstoß an, der eingewechselte Nils Petersen setzt entschlossen nach und schiebt zum 2:1 ein.

90.+3 Minute: Alexander Esswein bringt mit der letzten Chance eine Flanke von der rechten Seite in den Strafraum, der eingewechselte Matheus Cunha köpft aus wenigen Metern am rechten Pfosten vorbei. Schade, das wäre es gewesen!

Profis, 17.06.2020
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