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Punkteteilung in Hessen

Am Nikolaustag (06.12.19) trennte sich Hertha BSC in einem umkämpften und ereignisreichen Spiel mit 2:2 (1:0) von Eintracht Frankfurt.

Aufstellung

Frankfurt – Bei seinem ersten Auswärtsspiel als Hertha-Trainer wechselte Jürgen Klinsmann seine Startelf im Vergleich zur knappen Niederlage gegen Borussia Dortmund auf drei Positionen: Marvin Plattenhardt, Lukas Klünter und Ondrej Duda ersetzten Maximilian Mittelstädt, Marius Wolf (beide Bank) und Per Skjelbred (fehlte aufgrund muskulärer Probleme). Taktisch gesehen spielten die Herthaner – wie gegen den BVB – in einem 3-5-2-System. Auf Seiten der Gastgeber nahm Adi Hütter ebenfalls drei Veränderungen vor: Für Evan N’Dicka, Sebastian Rode und Dominik Kohr starteten Makoto Hasebe, Gelson Fernandes und Andre Silva.

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Rubrik 06.12.2019
Eintracht Frankfurt - Hertha BSC

Spielverlauf

Nach einer ruhigen Anfangsphase, in der die Frankfurter die ersten zarten Offensivvorstöße wagten, machte die ’Alte Dame‘ nach zwölf Minuten erstmals auf sich aufmerksam: Duda, der einen Tag nach seinem 25. Geburtstag auf dem Platz stand, bediente Davie Selke mustergültig, doch Herthas Nummer 27 schob das Spielgerät aus bester Position rechts am SGE-Kasten vorbei. Zu allem Überfluss pfiff Schiedsrichter Christian Dingert diese Situation aufgrund einer fragwürdigen Abseitsposition ohnehin ab. Doch diese Szene schien die Blau-Weißen, die sich in Folge aktiver präsentierten, aufzuwecken. Zwar kamen die Hausherren durch einen Kopfball von Almamy Toure zur ersten richtig gefährlichen Chance (20.), doch es entwickelte sich in Mitte des ersten Durchgangs ein munteres Treiben bei Dauerregen in der Mainmetropole. So ereigneten sich Tormöglichkeiten auf beiden Seiten: Andre Silva (26.) und Martin Hinteregger (28.) ließen sie für die Eintracht liegen, Herthas Dodi Lukébakio machte es nach Vorarbeit von Marko Grujic besser und vollendete zur 1:0-Führung für den Hauptstadtclub (30.). Acht Zeigerumdrehungen später glich die SGE durch Daichi Kamada zum vermeintlichen 1:1 aus, der Unparteiische gab diesen Treffer nach Ansicht der Videobilder allerdings nicht (38.). Vorlagengeber Filip Kostic hatte Herthas Niklas Stark, der 17 Tage nach seinem DFB-Debüt in der Frankfurter Arena zurück in Hessen war, zuvor regelwidrig vom Ball getrennt. Nach einer ereignisreichen ersten Hälfte ging es mit der blau-weißen Führung in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt begann so, wie der Erste endete: temporeich und intensiv. Die Hütter-Elf entwickelte hohen Druck auf das Gehäuse der 'Alten Dame' – ohne dabei aber die wirklich zwingenden Gelegenheiten zu kreieren. Die Herthaner agierten in dieser Phase aus einer sehr kompakten Grundordnung und warteten auf Konter. Und aus einer dieser Gegenangriffe resultierte ein Freistoß, den Plattenhardt gefährlich vors Tor brachte. Über mehrere Stationen landete das Spielgerät bei Grujic, der aus kurzer Distanz zum 2:0 verwertete (63.). Dieser komfortable Vorsprung hielt aber nicht lange: 120 Sekunden später verkürzte Hinteregger (65.). Wiederum nur einige Momente später hatten die Gäste das 3:1 auf dem Fuß – Selke zielte jedoch knapp links vorbei (68.). Es ging weiter Schlag auf Schlag: 180 Sekunden nach der ausgelassenen Chance jubelten die Hessen auf der Gegenseite. Nach einer Flanke von Rode lenkte Thomas Kraft die Kugel ins eigene Tor, vorher wurde der Torwart von Silva aber geschubst, Schiedsrichter Dingert gab den Treffer nicht (71.). In der Schlussviertelstunde investierten die Hausherren eine Menge und drückten auf den Ausgleich – dieser fiel vier Minuten vor dem Schlusspfiff durch Rode (86.). So stand nach umkämpften 95 Minuten ein 2:2-Remis auf der Anzeigetafel.

Fazit und Ausblick

Nach diesem Unentschieden belegen die Klinsmann-Schützlinge mit zwölf Zählern den 16. Tabellenplatz. Am kommenden Samstag (14.12.19, 15:30 Uhr) empfangen die Hauptstädter im Rahmen des 15. Spieltages im vorletzten Heimspiel des Jahres 2019 den SC Freiburg im Berliner Olympiastadion. 

(sj,fw/City-Press)

Highlights 1. Halbzeit

12. Minute: Lukébakio bedient Selke, aber dem verspringt der Ball. Kurz danach flankt Duda mustergültig wieder auf Selke, der frei vor dem Tor auftaucht, aber das Leder daneben bugsiert. Der Schiri entschied zwar auf Abseits, aber da sind wir uns nicht sicher... Nun ja, der Ball war nicht drin.

20. Minute: Kraft! Die Ecke von Kostic köpft Toure aufs Tor, Kraft lenkt den Ball reaktionsschnell zur Seite. Das war die erste dicke Chance der Hausherren.

28. Minute: Thomas Kraft wieder stark! Hinteregger kommt zum Abschluss, doch Herthas Schlussmann pariert stark! Nach der ersten folgt noch eine weitere Ecke... Der Ball geht aber drüber!

30. Minute: TOOOOOR! Lukébakio profitiert von der Vorarbeit von Grujic. Der Belgier kommt von halbrechts und trifft ins lange Eck!

38. Minute: Frankfurt gleicht aus - VAR! So schnell kann es gehen. Kamada macht das 1:1. Aber der VAR greift ein.

38. Minute: Im Mittelfeld verlieren Grujic und dann Stark zwei Duelle, Kostic bricht links und und spielt in den Strafraum. Dort wartet der Japaner, aaaaber, Kommando zurück! Das Tor zählt nicht. Kostic hatte Stark klar am Trikot gezogen.

Highlights 2. Halbzeit

62. Minute: Sow foult Selke, Freistoß aus dem rechten Halbfeld....

63. Minute: Gruuuuuuujic! .... und Toooooooooor!!!! Boyata legt quer in die Mitte, nachdem Rekik artistisch verlängert hatte. Dort muss der Serbe nur noch einschieben. Und auch nach Kontrolle des VAR hat der Treffer Bestand.

65. Minute: 1:2... Hinteregger verkürzt nach einer Ecke. Aber war das nicht Abseits? Nein, war es nicht

1:2... Hinteregger verkürzt nach einer Ecke. Aber war das nicht Abseits? Nein, war es nicht

68. Minute: Den Torschrei auf den Lippen! Neiiin, Plattenhardt flankt scharf und präzise in die Mitte. Dort nimmt Selke den Ball direkt und aus der Drehung, aber sein Versuch streicht knapp am linken Pfosten vorbei.

71. Minute: Der Ball ist drin, Kraft lenkt ihn ins eigene Tor, nachdem Paciencia ihn geschubst hatte. Richtige Entscheidung!

86. Minute: Nein, nein, nein!! Nach einer Ecke ist Rode am zweiten Pfosten blank und schiebt den Ball rein. Das darf nicht wahr sein.

 

Profis, 11.02.2020
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