Bild:

Mit Moral zurückgekämpft: Punktgewinn in Stuttgart!

Trotz Rückschlägen und Rückstand erzwingt unsere Elf beim VfB am Samstag (13.02.21) mit Ausdauer und Nachsetzen einen wichtigen Zähler.

Stuttgart – Unsere Elf begann im eisigen Stuttgarter Stadion mit Feuer und warf sich in jeden Zweikampf. Folgerichtig verzeichneten die Herthaner durch Dodi Lukébakio nach drei Minuten auch den ersten Abschluss, unsere Nummer 11 verfehlte das VfB-Tor aber. Auf der Gegenseite war Rune Jarstein gegen den Versuch Stuttgarts Endo zur Stelle (8.), Niklas Stark hatte den Schuss mit konsequentem Einsatz zusätzlich geblockt. Szenen wie diese belegten den gemeinsamen Einsatz, den unsere blau-schwarz gekleidete Mannschaft in einem intensiven Match auf den Rasen brachte. So konnten die Jungs von Pál Dárdai den VfB in dieser Phase vom Berliner Tor weghalten und potenziell gefährliche Szenen im Verbund verteidigen. Der abgedrängte Erik Thommy traf nur das Außennetz (22.), Saša Kalajdzic zielte unter Druck ebenfalls daneben (30.). Und im Fall der Fälle war Jarstein zur Stelle, der nach einer Ecke einen Kopfball von Mavropanos klasse aus dem rechten Eck kratzte (33.). Die Gastgeber drängten anschließend auf die Führung, Kalajdžić ließ zwei gute Gelegenheiten liegen (38., 40.). Unsere 'Alte Dame' wehrte sich, im dritten Anlauf traf der Stuttgarter Stürmer jedoch noch einem Freistoß von Thommy per Kopf (45.+1). Ein knapper Rückstand unserer Spreeathener zur Pause war die Folge.

Gesehen...
Rubrik 13.02.2021
VfB Stuttgart - Hertha BSC

Ohne Wechsel legten beide Teams zunächst wieder los. Pál Dárdai brachte nach einer guten Stunde dann aber doch frische Kräfte und wechselte Nemanja Radonjić sowie Weltmeister Sami Khedira, der in der alten Heimat sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte, ein. Krzysztof Piątek und Santiago Ascacíbar verließen dafür den Rasen. Unsere Herthaner zeigten schnell eine Reaktion, einen geschickten Heber von Matheus Cunha über Gregor Kobel hinweg, kratzte Waldemar Anton gerade noch von der Linie, nach dem der Brasilianer zuvor gegen Atakan Karazor stark nachsetzte (59.)! Der Kampfgeist und die Riesenchance in dieser Szene lösten eine offensive Phase unserer Hauptstädter aus, die nicht lockerließen. Radonjić kam bei einem temporeichen Konter am Ende nicht durch (73.), Cunhas Abschluss wurde von der VfB-Defensive geblockt (78.). Doch nach 82 Minuten wurde der wiedergewonnene Glaube belohnt. Joker Luca Netz brachte die Kugel mit viel Willen und nach Vorlage von Sami Khedira im Nachsetzen ins Tor! Erlöster, explodierender Jubel bei unserer Elf war die Folge dieses historischen Treffers, Netz ist damit jüngster Bundesliga-Torschütze unserer Vereinsgeschichte. In der Nachspielzeit schnupperten beide Teams noch am 'Lucky Punch'. Ein weiteres Tor gelang zwar nicht mehr, doch den gewonnenen Punkt verdienten sich unsere Blau-Weißen an diesem Nachmittag mit viel Ausdauer und der nötigen Moral.

VfB Stuttgart: Kobel - Mavropanos, Anton, Karazor – Sosa, Endo, Mangala – Wamangituka (68. Coulibaly), Förster (86. Cissé), Thommy (68. Didavi) - Kalajdžić (86. Klimowicz)

Hertha BSC: Jarstein – Pekarík (79. Leckie), Stark, Alderete, Mittelstädt (79. Netz) – Tousart, Ascacíbar (58. Khedira), Guendouzi – Lukébakio, Cunha – Piątek (58. Radonjić)

Tore: 1:0 Kalajdžić (45.+1), 1:1 Netz (82.) 

Schiedsrichter: Harm Osmers (Bremen)

Karten: Mavropanos, Karazor (VfB Stuttgart) – Piątek, Pekarík (Hertha BSC) 

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 13.02.2021
Newsletter
Social
Werbung