Bild: Citypress

"Das darf keine Ausrede sein!"

Nach dem verlorenen Heimspiel gegen Mainz 05 sprachen Maximilian Mittelstädt, Arne Maier und Krzysztof Piątek über die 1:3-Niederlage gegen die 'Nullfünfer'.

Berlin – Die Marschroute für das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag (08.02.20) war klar: einen direkten Konkurrenten besiegen und sich in der Tabelle etwas Luft verschaffen. Doch nach 94 umkämpfen Minuten im Berliner Olympiastadion standen die Herthaner mit leeren Händen da. Dementsprechend schlecht war die Stimmung bei allen Beteiligten im Anschluss. "Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht. Wir wussten um die Bedeutung dieser Partie und wollten uns mit einem Sieg von unten etwas absetzen", zeigte sich auch Maximilian Mittelstädt in der Mixed Zone frustriert. herthabsc.de hat alle Aussagen zusammengetragen.

Maximilian Mittelstädt: Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht. Wir wussten um die Bedeutung dieser Partie und wollten uns mit einem Sieg von unten etwas absetzen. Es war ein schwieriges und umkämpftes Spiel. Wir hatten in der Offensive nicht so viele Ideen und konnten uns nicht wirklich zwingende Chancen herausspielen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf eine Viererkette umgestellt und ein bisschen besser gespielt. Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Durchschlagskraft über die Außen. Dennoch haben leider der letzte Pass und die letzte Entschlossenheit gefehlt. Mainz hat die Umschaltmomente zu ihren Gunsten genutzt. Trotzdem müssen wir den Kopf oben behalten und wissen, dass weitere schwierige Spiele auf uns zukommen. Gegen die Mannschaften, die unter uns in der Tabelle stehen, müssen wir die Punkte holen und uns dann von unten absetzen. Wir hatten zwar von Dienstag ein Spiel in den Beinen und Mainz hatte frei, aber das darf keine Ausrede sein. Wir sind alle topfit und dürfen uns an dieser Niederlage jetzt nicht zu lange aufhalten. Der Blick geht auf die kommenden Aufgaben, um das Ding wieder geradezubiegen. 

Arne Maier: Wir wollten drei Punkte holen und haben in der ersten Halbzeit kein schlechtes Spiel gemacht. Das 1:3 am Ende ist zu hoch, Mainz hat einfach die Tore erzielt. Beim Elfmeter hätte ich gedacht, dass es Abseits ist. Die Mainzer haben es nicht schlecht gemacht, wir haben nicht gut genug Fußball gespielt. Hauptsache, ich stehe auf dem Platz und kann der Mannschaft helfen. Wir konzentrieren uns auf das nächste Spiel und wollen dort dann drei Punkte holen. Wir hatten uns viel vorgenommen, Mainz hat nicht überragend gespielt. Man darf nicht vergessen, dass wir am Dienstag schon gespielt haben. Es ist keine Entschuldigung, wir haben auch nicht unser bestes Spiel gemacht. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um zwei nach vorne zu machen. Entscheidend ist, dass wir mehr Tore machen als der Gegner und an die erste Halbzeit in Gelsenkirchen anknüpfen. Jetzt heißt es Mund abwischen und auf den nächsten Gegner konzentrieren. Wir gucken nicht auf die Tabelle, schauen von Spiel zu Spiel und haken diese Partie schnell ab. Man hat gesehen, was in Gelsenkirchen mit Jordan passiert ist. Es war eine schöne Aktion der Fans und wir als Mannschaft haben uns entschieden, den Strich ins Gesicht zu machen.

Krzysztof Piątek: Es ist schwer, direkt nach dem Spiel zu beurteilen, warum wir diese Partie verloren haben. Es war ein schwieriges Spiel, in der wir leider oft einen Schritt zu spät waren und zu langsam gespielt haben. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Mannschaft besseren Fußball spielen können und ich dem Team mehr geben kann, als mir das gelungen ist. Das muss uns und mir in den kommenden Spielen gelingen. Dass wir den Strich im Gesicht getragen haben, war ein Zeichen für Jordan, das uns allen wichtig war. Wir sind eine Mannschaft und müssen zusammenhalten, wie eine Familie.

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 11.02.2020
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