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"Das tut weh"

Reaktionen nach dem Spiel der Herthaner gegen Bremen: Stimmen von Niklas Stark, Alexander Schwolow, Mathew Leckie und Werders Selke.

Berlin – Alles probiert und nie aufgesteckt – doch am Ende stehen die Blau-Weißen wieder mit leeren Händen da. Zum Start in die Rückrunde und zum Abschluss der englischen Woche unterlagen die Blau-Weißen am Samstagabend (23.01.21) gegen Werder Bremen mit 1:4. Alexander Schwolow stellte sich nach der erneuten Enttäuschung den Medien und versuchte die Partie einzuordnen. "Wir sind maßlos enttäuscht – auch über die Art und Weise dieser Niederlage. Im Vergleich zu den vergangenen Auftritten war es gegen Bremen besser", sagte der Schlussmann. Reaktionen hat herthabsc.de zusammengefasst.

Niklas Stark: Wir haben viel versucht und alles gegeben. Man muss aber auch klar sagen, dass wir die Gegentore dann zu einfach bekommen haben. Das Spielglück müssen wir uns wieder ein Stück weit erarbeiten. Fußballerisch haben wir kein schlechtes Spiel gemacht, aber Bremen war einfach sehr effektiv vor dem Tor. Wir müssen weiter dranbleiben und die Situation so annehmen, wie sie ist.

Alexander Schwolow: Wir sind maßlos enttäuscht – auch über die Art und Weise dieser Niederlage. Im Vergleich zu den vergangenen Auftritten war es gegen Bremen besser. Nach dem 0:2 haben wir gut reagiert, da haben wir uns ordentlich präsentiert, gute Chancen herausgespielt und uns gegenseitig unterstützt. Der Anschlusstreffer war verdient und wenn die Halbzeitpause erst drei, vier Minuten später gekommen wäre, hätten wir noch vor dem Seitenwechsel das 2:2 gemacht. Da war das Momentum klar auf unserer Seite. Das 1:3 in einer denkbar ungünstigen Phase war ein weiterer Nackenschlag. Wir müssen es als Mannschaft hinbekommen, die Wende zu schaffen, da ist jeder Einzelne gefordert. Wir sind von unserem Trainer überzeugt. Uns als Team tut es leid, dass so eine Diskussion um den Coach überhaupt aufgekommen ist. Da haben wir es als Mannschaft nicht geschafft, mehr Punkte einzufahren. Das tut weh. Aber wir können es nur gemeinsam schaffen, und wir haben es in der eigenen Hand, es besser zu machen.

Mathew Leckie: Das Spiel war sehr intensiv und ausgeglichen. Nach dem Rückstand hatten wir die große Chance zum Ausgleich. Einen Elfmeter kann man verschießen, das passiert. Wir sind mit dem 1:2 in die Kabine und hatten einige Chancen, zurück ins Spiel zu kommen. In dieser Situation, wenn du unten in der Tabelle stehst, stehst du immer unter Druck und hast das Glück selten auf deiner Seite. Bremen hatte nicht viele Chancen, hat diese aber genutzt. Das ist zurzeit leider typisch: Wir lassen nicht allzu viele Möglichkeiten zu, kassieren aber dennoch die Tore. Auch gegen Hoffenheim waren wir im Spiel - unser Problem ist es, dass wir nach den Rückschlägen nicht mehr zurückkommen. Es ist schwierig zu sagen, woran das liegt, aber wir müssen das ändern.

Davie Selke (Werder Bremen): Für mich war es leider ein kurzer Arbeitstag. Ich wäre gerne länger auf dem Platz geblieben, aber Alderete hat mich gut erwischt, es ging nach dem Pferdekuss einfach nicht mehr weiter. Für mich war es eine spezielle Konstellation, denn ich habe mich bei Hertha BSC und in der Stadt immer sehr, sehr wohlgefühlt. Mein Jubel war deshalb nicht gegen den Verein. Ich habe mich einfach gefreut, weil die Führung sehr wichtig für das Spiel war und ich den Ball ganz gut getroffen habe. Wir sind extrem glücklich über den Sieg. 

(HerthaBSC/imago)

Profis, 23.01.2021
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