Bild: citypress

"Das müssen wir einfach verteidigen"

Nach dem Remis gegen Bremen äußerten sich Valentino Lazaro, Maximilian Mittelstädt, Niklas Stark und Ondrej Duda sowie der Ex-Herthaner Sebastian Langkamp zum Spielgeschehen.

Berlin - Ein in letzter Minute verlorener Sieg ist eine der bittereren Erfahrungen, die der Fußballsport seinen Protagonisten und Fans zu bieten hat. Hertha BSC musste diese Erfahrung am Samstagabend (16.02.19) beim 1:1 (1:0) im Topspiel gegen Werder Bremen ebenfalls machen. Dem Spielverlauf entsprechend waren die Herthaner ein wenig geknickt, als sie vor die Mikrofone in der Mixed Zone traten. "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, Bremen dann aber zu sehr kommen lassen. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, nach der Pause ein zweites Tor zu erzielen, aber das ist uns leider nicht gelungen", bilanzierte Ondrej Duda enttäuscht. Die Stimmen zum Spiel hat herthabsc.de gesammelt.

Valentino Lazaro: Wir haben nach etwa 60 Minuten gemerkt, dass das vielleicht einer dieser Tage ist, an denen man das zweite Tor nicht macht. Eigentlich haben wir das bis zum Schluss clever gemacht und die Zeit gut runtergespielt. Wir haben den Gegner über weite Strecken von unserem Tor ferngehalten. Umso bitterer ist es dann, wenige Sekunden vor Schluss durch so ein Freistoßtor den Ausgleich zu kassieren. Da hätten wir Eier oder auch das Gesicht hinhalten müssen - Hauptsache, wir kriegen da kein Tor. Wenn wir das machen, haben wir zwei Punkte mehr auf dem Konto, auch wenn man dann nach dem Spiel vielleicht kurz Schmerzen spürt. Das ärgert mich persönlich extrem, durch so eine Uncleverness zwei Punkte herzuschenken. Wir hatten auf jeden Fall mehr verdient, aber so ist der Fußball.

Niklas Stark: Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hatten in der zweiten Halbzeit zwar unsere Schwierigkeiten über die Außenpositionen. Nichtsdestotrotz steht es in der 90. Minute 1:0 für uns und dann müssen wir das einfach verteidigen - egal wie. Ob das jetzt ein Freistoß ist oder irgendetwas anderes: Da müssen wir uns in jeden Ball reinwerfen. Defensiv war das alles ganz gut, bis auf die eine Situation. Aber so gehen wir hier mit einem 1:1 raus. Das ist scheiße.

Maximilian Mittelstädt: Das ist ein wirklich bitterer Ausgang. Bei dem Freistoß hatten wir Pech, dass der Ball durch die Mauer hindurch und ins Tor gegangen ist. Das ist extrem ärgerlich, weil wir 90 Minuten lang gut verteidigt haben und so gut wie nichts zugelassen haben. Wir können natürlich nicht hundertprozentig zufrieden sein, dürfen die Köpfe aber nicht hängenlassen.

Ondrej Duda: Ich habe am Ende von der Bank aus nicht mehr hinsehen wollen. Wenn der Gegner einen Freistoß aus so kurzer Distanz erhält, kann so ein Gegentor leider immer mal fallen. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, dann aber aufgehört so weiter zu machen. Wir haben Bremen zu sehr kommen lassen und sind nicht mehr so konsequent auf die zweiten Bälle gegangen. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, nach der Pause ein zweites Tor zu erzielen, aber das ist uns leider nicht gelungen.

Sebastian Langkamp: Das ist ein glückliches Ergebnis für uns. Wir haben keine Vielzahl an Chancen kreieren können, Hertha hat es sehr gut gemacht. Mit ihrer Eins-gegen-Eins-Taktik auf dem gesamten Spielfeld haben sie uns ein wenig den Zahn gezogen und unsere kreativen Spieler weitestgehend aus dem Spiel genommen. Für Claudio Pizarro freut es mich riesig, er ist immer noch unglaublich wichtig für uns, das hat er wieder bewiesen.

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 16.02.2019
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