Bild: citypress

"Haben es verpasst, das Tor zu machen"

Nach der Heimniederlage gegen Leipzig äußerten sich Niklas Stark, Maximilian Mittelstädt, Karim Rekik und Valentino Lazaro zum Geschehen auf den Rasen.

Berlin - Es waren, da waren sich wohl alle Blau-Weißen nach Schlusspfiff einig, nicht die schönsten 90 Minuten in dieser Saison im Berliner Olympiastadion: Die Gäste aus Leipzig entführten am Samstagabend (03.11.18) trotz aller Bemühungen des Haupstadtclubs drei Punkte aus dem Olympiastadion. Selbstkritisch und klar in den Aussagen und Analysen präsentierten sich die Berliner Profis anschließend vor den Mikrofonen. herthabsc.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Niklas Stark: Ich finde nicht, dass wir gut angefangen haben. Wir haben von Fünfer- auf Viererkette umgestellt, erst dann lief es besser. Wir haben dann auch gute Chancen bekommen, die wir leider nicht genutzt haben. Wenn wir da einen gemacht hätten, wäre das ganze Spiel anders verlaufen. So mussten wir fürchten, hinten immer noch einen zu kassieren, weil Leipzig vorne schon eine Macht ist. Wir haben die zweiten Bälle nicht bekommen und das hat RB ausgenutzt. Wir stehen auf dem Platz und brauchen die Fans zur Unterstützung. Es ist schade, dass das gegen Leipzig nicht so war. Es ist aber keine Ausrede, dass die Fans nicht dabei waren – wir waren das. Ich hoffe, dass die Fans beim nächsten Spiel wieder lautstark dabei sind.

Maximilian Mittelstädt: Wir haben es heute leider einfach verpasst, das Tor zu machen, obwohl wir uns gerade im ersten Durchgang viele gute Chancen erspielt haben. Im Gegenzug kriegen wir dann hinten die Tore rein, das ist ärgerlich, zeigt aber die Qualität von Leipzig. So etwas passiert, wir müssen dieses Spiel jetzt abhaken, uns nicht davon beirren lassen und dann in Düsseldorf wieder punkten! An der fehlenden Stimmung will ich die Niederlage nicht festmachen, unser Problem war heute die mangelnde Konsequenz vor dem gegnerischen Tor.

Karim Rekik: In der ersten Hälfte hatten wir einige gute Chancen auf das 1:1, die wir aber leider nicht nutzen konnten. Wir hatten heute einen sehr guten Gegner, der mit enormem Tempo gekontert hat, dazu haben einige Dinge, die in unserem Spiel zuletzt gut liefen, heute einfach nicht so geklappt. Die Atmosphäre heute war natürlich etwas anders als sonst, ich fand es aber sehr schön, dass uns die Fans nach dem Schlusspfiff noch einmal Mut zugesprochen haben.

Valentino Lazaro: Es ist ein Fakt, dass wir schwer ins Spiel gekommen sind. Wir haben es zunächst mit einer Fünferkette probiert, dann aber schnell gemerkt, dass wir auf Außen keine Anspielstationen hatten. So haben wir auf eine Viererkette umgestellt und sind dann auch nach vorne gekommen. Mit den Chancen, die wir hatten, kann man zwei oder drei Dinger machen und dann kommst du auch mal dreckig ins Spiel. Das 0:2 war ein richtiger Dämpfer für uns, weil wir alles probiert haben. Ich hatte das Gefühl, dass wir im Mittelfeld bei den zweiten Bällen sehr brav waren. Hoffentlich ziehen wir daraus unsere Lehren. Im nächsten Spiel geben wir dann wieder Vollgas.

Davie Selke: Wir haben den Gegner anfangs zu sehr spielen lassen, hätten sie da vielleicht mehr stressen und früher draufgehen müssen. Wir müssen im ersten Durchgang mindestens ein Tor machen, hätten Leipzig aber insgesamt einfach mehr entgegensetzen müssen. Wir hatten uns viel vorgenommen und waren hochmotiviert, aber es hat heute leider einfach nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Riesenkompliment an Rune Jarstein, der uns lange im Spiel gehalten hat, aber irgendwann war dann eben auch er machtlos.

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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