Bild: citypress

"Das tut richtig weh"

Nach dem bitteren Aus sprachen Per Skjelbred, Niklas Stark und Pascal Köpke über die Leistung der Mannschaft, Nackenschläge im Spiel und das frustrierende Endergebnis.

Gelsenkirchen - Eigentlich hatten die Herthaner an diesem Pokalabend auf Schalke vieles richtig gemacht, dennoch standen sie nach einer nervenaufreibenden, fesselnden und am Ende frustrierenden Begegnung mit leeren Händen da. Die 2:3-Niederlage nach Verlängerung bedeutete das Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals. Danach die richtigen Worte zu finden, ist wahrlich keine schöne Aufgabe. Torschütze Pascal Köpke, Kapitän Niklas Stark und Per Skjelbred versuchten es trotzdem. "In der ersten Halbzeit haben wir überragend gespielt und zwei schöne Tore gemacht. Auch in der zweiten Hälfte war es ordentlich, dann haben wir das erste Tor aus dem Nichts kassiert und kurz darauf das zweite. Das tut richtig weh", sagte der Norweger mit Blick auf die reguläre Spielzeit. Die ersten Reaktionen hat herthabsc.de zusammengefasst - dabei wurde leider nicht nur über Sportliches gesprochen.

Pascal Köpke: Wir haben eigentlich ein gutes Auswärtsspiel gemacht, den Plan gut umgesetzt und immer wieder Nadelstiche gesetzt. Es war klar, dass Schalke im zweiten Durchgang mehr investieren musste, wir wollten den entscheidenden Konter setzen, das ist uns leider nicht gelungen. Der unglückliche Anschlusstreffer, der Ausgleich und später dann die Gelb-Rote Karte haben es aber immer schwerer gemacht, das ist für den Kopf nicht leicht. Ich habe nicht gesehen, was in der Szene von Jordan und David Wagner genau los war. Schalke war am Ende zwar auch stehend k.o., hat aber noch den einen Konter über Raman gesetzt. Wir müssen schauen, dass wir Samstag auf die guten Momente des Spiels aufbauen.

Niklas Stark: Wir waren am Ende nicht mehr hundertprozentig in den Zweikämpfen drin, auch vom Kopf her. Das spürst du dann, Schalke hatte vorne mehr Zeit. 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis. Wir standen eigentlich gut, hätten noch mehr in die Zweikämpfe gehen müssen. Die langen Bälle hinter die Kette taten uns weh. Und dann sind leider auch die Tore entstanden. Zum Platzverweis: Jordan ist ein sehr emotionaler Spieler, das ist vielen bekannt. Aber was da auch aus den Rängen kommt, an Affengeräuschen und rassistischen Beleidigungen - tut mir leid, aber ich kann mir das nicht vorstellen. Wenn ich mich da auch nur ein bisschen hineinversetze, kommt mir schon alles hoch und ihn trifft es noch viel mehr. Sowas geht gar nicht, das würde zumindest auch teilweise erklären, was da noch passiert ist. Da müssen wir als Mannschaft, als Verein, eigentlich die ganze Bundesliga hinter ihm stehen! Man muss sich ganz klar davon distanzieren, das ist kein Verhalten. Es war ja kaum zu übersehen, nach dem Spiel und vor der Verlängerung, wie er da aussah und dass es ihn mitgenommen hat.

Per Skjelbred: In der ersten Halbzeit haben wir überragend gespielt und zwei schöne Tore gemacht. Auch in der zweiten Hälfte haben wir gut gespielt, dann kommt das erste Tor aus dem Nichts und kurz darauf das zweite. Das tut richtig weh. Solche Treffer entscheiden das Spiel. Wir hatten dann noch Möglichkeiten kurz vom 3:2. Aber das erste und zweite Gegentor waren zu einfach. Wir müssen jetzt weiter machen.

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 11.02.2020
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