Bild: citypress

"Auch ein Punkt kann gut für das Selbstvertrauen sein"

Nach dem emotionalen Unentschieden in Frankfurt sprachen Davie Selke, Niklas Stark, Marko Grujic und Karim Rekik über die Gefühlswelt nach dem 2:2.

Frankfurt - Nach fast 96 aufreibenden, kampfbetonten und kräftezehrenden Minuten trennte sich Hertha BSC am Freitagabend (06.12.19) mit 2:2 (1:0) von Eintracht Frankfurt. Nach dem Schlusspfiff waren die Gefühle bei den Blau-Weißen - vor allem wegen der zwischenzeitlichen 2:0-Führung - gemischt. "Mit etwas mehr Glück hätten wir drei Punkte holen können, so ist es einer geworden", versuchte Davie Selke die Begegnung einzuordnen. Die ersten Reaktionen hat herthabsc.de aus der Mixed-Zone der Frankfurter Arena zusammengefasst.

Davie Selke: Es ist nie einfach, in Frankfurt zu spielen. Deshalb war es von uns eine brutal gute erste Halbzeit, in der wir alles reingeworfen haben. In der zweiten Halbzeit war uns klar, dass die Eintracht kommen wird. Wir wollten dagegenhalten, haben das gut gemacht, aber es war auch klar, dass wir nicht alles verteidigen können. Mit etwas mehr Glück hätten wir drei Punkte holen können, so ist es einer geworden. Der Trainer hat uns vor dem Spiel sehr gut motiviert und hat uns gut eingestellt. Wir sind fit und konnten laufen, der Punkt ist ein guter für die nächsten Wochen.

Marko Grujic: Vergangene Woche haben wir gegen Dortmund Charakter gezeigt, aber keinen Punkt mitgenommen. Das ist uns nun immerhin gelungen - und das ist wichtig. Wir müssen beim Verteidigen immer hungrig sein, den Ball unbedingt vom eigenen Tor fernhalten, das haben wir zwei Mal nicht gut genug gemacht und das müssen wir analysieren. Ein Sieg wäre natürlich fantastisch gewesen, aber den wollen wir dann nächste Woche gegen Freiburg holen. Auch ein Punkt kann gut für das Selbstvertrauen sein. Was der neue Trainer bisher bewirkt hat, konnte man über weite Strecke sehen, aber vermutlich wird es erst im Januar richtig deutlich.

Gesagt...

"Man hat wie gegen Dortmund gesehen, dass wir Wert auf Intensität legen. Wir wollten wieder eklig sein."

Niklas Stark

Niklas Stark: Man hat wie gegen Dortmund gesehen, dass wir Wert auf Intensität legen. Wir wollten wieder eklig sein. Jeder soll denken: Oh Gott, jetzt kommt Hertha. Das ist schon ein Ziel von uns und so versuchen wir auch unsere Punkte zu bekommen. Wenn das dann klappt, dann kann das Spielerische auch dazukommen. Der Trainer hat uns eher defensiv eingestellt und eigentlich haben wir es ganz gut hinbekommen – außer die Ecken war alles gut. Das Eckenverhältnis spricht nicht so für uns, aber wir haben gefightet und alles getan. Wir können stolz auf uns sein, auch wenn es am Schluss ein bisschen enttäuschend ist.

Karim Rekik: Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt und sogar nach der Pause das zweite Tor geschossen. Der Anschlusstreffer fiel dann leider zu schnell. Wäre der so nicht gefallen, hätten wir gute Chancen auf drei Punkte gehabt. Ärgerlich, dass wir wieder nach Standards Gegentore kassiert haben, auch wenn wir eingestehen müssen, dass Frankfurt bei diesen Situationen sehr stark ist. Trotz des späten Ausgleichs können wir sagen, dass das Spiel ein Schritt in die richtige Richtung war, wir sind aber genauso enttäuscht, dass wir nicht das Glück hatten, mehr mitzunehmen. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir uns bald für unsere harte Arbeit wieder belohnen werden.

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 11.02.2020
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