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Wieder am Ball

Santiago Ascacíbar hat sich nach schwierigen Monaten in unsere blau-weiße Elf zurückgekämpft. Unser Argentinier spricht über familiären Rückhalt, die Leistungsdichte im Mittelfeld und die kommende Aufgabe gegen Leipzig.

Berlin – Verletzungen gehören in gewisser Weise genauso zum Fußballsport wie die Tore und der Ball. Gerade im Profibereich, wo Spieltempo und körperliche Belastbarkeit besonders gefragt sind, bleiben sie nicht aus. Doch dank umfassender medizinischer Betreuung und einem detailliert geplanten Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb sehen unsere Jungs bei den meisten Ausfällen schnell wieder Licht am Ende des Tunnels. Santiago Ascacíbar brauchte in dieser Hinsicht mehr Geduld. Unsere Nummer 18 hatte mit Fußproblemen bereits das vergangene Saisonende verpasst – weitere Verletzungen sorgten dafür, dass 'Santi' im Verlauf der Hinrunde 2020/21 kaum eingreifen konnte. "Das waren komplizierte Monate", gibt Ascacíbar im Gespräch mit herthabsc.de unumwunden zu. "Die Verletzungen, die Gesamtsituation durch Corona und so lange nicht Fußball spielen zu können – es war nicht leicht, immer wieder Rückschläge zu erleiden, während ich alles versucht habe, um wieder auf dem Platz zu stehen." Verzagen oder gar aufgeben ist für unseren Mittelfeldspieler allerdings nicht nur im sportlichen Wettkampf keine Option. 

"Jeder hat eigene Qualitäten und kann der Mannschaft damit helfen. Wir sitzen alle zusammen im gleichen Boot", sagt Ascacíbar über den Konkurrenzkampf im Mittelfeld.

Mit familiärem Rückhalt und harter Arbeit zurück in die Startelf

Zumal Ascacíbar Menschen in seinem Umfeld hat, die ihn bei Rückschlägen stets auffangen. "Ich habe das Glück, den Halt durch meine Frau und meinen kleinen Sohn zu haben, die mir viel Kraft geben. Außerdem ist auch meine Familie in Argentinien immer für mich da, wir telefonieren viel und ihre Aufmunterung war wichtig für mich", erzählt der vierfache A-Nationalspieler. "Aktuell fühle ich mich sehr gut. Die Hauptsache ist, bei guter Gesundheit zu sein. Ich hoffe, dass jetzt keine weiteren Ausfälle hinzukommen. Ich möchte jede Minute der Zusammenarbeit mit dem Trainer nutzen, um mich anzubieten!" Das gelang dem Rechtsfuß bisher offensichtlich. In allen drei Partien unter Pál Dárdai stand der Zweikampfspezialist in unserer Startelf. "Die Zusammenarbeit mit Pál ist gut, er hat mir bisher viel Einsatzzeit gegeben und ich möchte das Vertrauen zurückzahlen. Ich habe lange auf die Chance warten müssen, der Mannschaft wieder helfen zu können", betont Ascacíbar. Der Argentinier weiß um die Leistungsdichte auf seiner Position. Für unsere Arbeitsbiene ist diese gerade in der aktuellen sportlichen Lage allerdings kein Problem, sondern vielmehr eine Chance. "Jeder von uns hat eigene, individuelle Qualitäten und seine Art, Fußball zu spielen. Das Wichtigste ist, dass wir damit alle unseren Teil dazu beitragen, der Mannschaft zu helfen", sagt der 1,68-Meter-Mann und verdeutlicht, dass der Teamgedanke über allem steht: "Wir sitzen alle zusammen im gleichen Boot!"

Jener Hertha-Dampfer schipperte zuletzt mit einem Punktgewinn bei Ascacíbars vorherigem Arbeitgeber zurück an die Spree. "Aufgrund meiner sportlichen Vergangenheit in Stuttgart war es natürlich besonders, dort zu spielen", berichtet 'El Ruso', der seine Teamkollegen nach seiner Auswechslung in der Schlussphase nicht nur lautstark von der Tribüne aus angefeuert hat, sondern sogar noch am Auswärtsdreier schnuppern sah. "Mit etwas Abstand versuche ich wie immer, das Positive zu sehen und das Ergebnis entsprechend einzuordnen. Wir haben einen Punkt mitgenommen, müssen unseren Weg jetzt zusammen weitergehen und mit harter Arbeit nach und nach die nötigen Zähler holen", unterstreicht Ascacíbar.

Gesagt...

"Pál hat mir bisher viel Einsatzzeit gegeben und ich möchte sein Vertrauen zurückzahlen. Ich habe lange darauf warten müssen, der Mannschaft zu helfen."

"Anspruchsvolle Aufgabe" gegen Leipzig

Dieser gemeinsame Weg führt nun zur Heimparte gegen RasenBallsport Leipzig am Sonntag (21.02.21, 15:30 Uhr). Gegen die Sachsen bietet sich unserer 'Alten Dame' die nächste Gelegenheit, das Punktekonto aufzustocken, nachdem die Berliner bereits im umkämpften Hinspiel in der Messestadt nahe an Zählbarem waren. "Leipzig wird eine weitere anspruchsvolle Aufgabe, das Team zeigt Woche für Woche sein Können", weiß der Mann aus La Plata. "Wir werden als Mannschaft beweisen müssen, dass wir in der Lage sind, einem solchen Gegner zu trotzen und wollen diesmal auch Punkte gegen einen Club aus der Spitzenregion der Tabelle einfahren!" Trotz, Zusammenhalt und Kampfgeist sind Attribute, die der Hauptstadtclub dafür benötigt, und die Santiago Ascacíbar ohne Zweifel auf den Rasen bringt. Der Argentinier möchte am Ball bleiben und so seinen Teil dazu beitragen, mit unserer blau-weißen Elf den Abstiegskampf erfolgreich zu bestreiten.

(kk/City-Press)

Profis, 18.02.2021
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