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Startschuss!

Vladimir Darida eröffnete die blau-weiße Spielzeit 2019/20 mit dem ersten Pflichtspieltor. Der Tscheche hat sich mit einer starken Vorbereitung wieder in den Vordergrund gespielt.

Berlin – Der Fußballsport lebt auch von seinen etablierten Weisheiten: So gilt es als ungeschriebenes Gesetz, dass ein guter Start dem Favoriten die Aufgabe gegen einen vermeintlich kleineren Gegner enorm erleichtert – und ebenso, dass sowohl Einzelspieler als auch eine Mannschaft ihr Glück manchmal erzwingen müssen. Dass beide Annahmen immer wieder bestätigt werden, bewiesen Hertha BSC und Vladimir Darida im ersten Pflichtspiel der Saison 2019/20. Es lief die 11. Spielminute, als der Tscheche eine Ecken-Vorlage von Ondrej Duda zur frühen Führung veredelte und den Hauptstadtclub auf die Siegstraße brachte. "Die Ecke haben wir vorher so einstudiert, das war eine Idee von Harry (Co-Trainer Harald Gämperle, Anm. d. Red.) – schön, dass es direkt so gut geklappt hat", verrät Darida im Gespräch mit herthabsc.de lächelnd. "Es war ein gutes Gefühl, als der Ball im Netz zappelte. In solchen Spielen ist es sehr wichtig, früh zu treffen – dass wir dann direkt nachlegen konnten, war natürlich umso besser!" Den Ausgangspunkt dafür stellte der Startschuss des 29-Jährigen dar, das erste blau-weiße Pflichtspieltor der Saison 2019/20.

Gesagt...

"In der Vorbereitung habe ich mir ein gutes Gefühl holen können. Das nehme ich mit in die Spiele!"

Vladimir Darida

Der Premierentreffer als Belohnung

Der Treffer war eine folgerichtige Belohnung für Daridas harte Arbeit in der Sommerpause und Vorbereitung. "Ich bin beeindruckt von Vladis Leistungen, sowohl während der Vorbereitung als auch im ersten Pflichtspiel", lobte Ante Covic den Tschechen unter der Woche. "Er hat gegen Eichstätt nahtlos an das angeknüpft, was er in der Vorbereitung gezeigt hat." Mit viel Fleiß und ohne das Verletzungspech, welches die vergangene Spielzeit des Mittelfeldspielers leidvoll geprägt hatte, arbeitete sich Herthas Nummer 6 wieder in die Startformation zurück. "Ich wusste, dass ich der Mannschaft ohne Verletzungen weiterhin helfen kann und wollte Hertha BSC auf keinen Fall verlassen", betont Darida. "In der Vorbereitung habe ich mir ein gutes Gefühl holen können. Das nehme ich mit in die Spiele!"

Mit einem guten Gefühl nach München

Mit diesem guten Gefühl reisen Darida und seine Teamkollegen nach dem ersten Sieg nun auch zum Liga-Auftakt nach München. Vor dem Duell mit dem FC Bayern ist allen Herthanern klar, dass die Ausgangslage diesmal eine andere ist – wenngleich der tschechische Nationalspieler grundsätzlich ähnliche Ansätze sieht, um beim deutschen Rekordmeister eine Überraschung zu schaffen. "Es geht zuallererst immer darum, selbstbewusst aufzutreten und den Ball zu wollen – auch in München. Wir wissen, dass die Bayern enorm viel Qualität haben, wir möchten uns aber nicht nur hinten reinstellen, sondern auch fußballerisch dagegenhalten", erklärt Darida vor dem Auftritt in der bayerischen Landeshauptstadt. "Dann ist es möglich, dort etwas Zählbares mitzunehmen!"

(kk/imago)

Profis, 14.08.2019
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