Bild: Herthabsc

"Eine Riesenchance zurückzuschlagen!"

Herthas Mittelfeldmotor Per Skjelbred spricht vor seinem letzten Stadtderby über die Erfolgsschlüssel für das Kräftemessen mit den 1. FC Union am Freitagabend (22.05.20, 20:30 Uhr).

Berlin – Freitagabend, Flutlicht, Derby: Fußballherz, was willst du mehr? Das Berliner Stadtduell zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union am Freitagabend (22.05.20, 20:30 Uhr) wäre unter normalen Rahmenbedingungen ein echtes Highlight in der Schlussphase der laufenden Bundesliga-Saison. Aber was ist in Zeiten der Corona-Pandemie schon normal? So findet der Auftakt des 27. Spieltages bekanntermaßen ohne Zuschauer im Olympiastadion statt. "Die Situation hat sich durch Corona natürlich geändert, das ganze Leben hat sich etwas gedreht. Der Fokus liegt dennoch nur auf Union und wir benötigen unbedingt die Punkte", weiß auch Herthas Mittelfeldmotor Per Skjelbred, der gegen den Nachbarn aus der Hauptstadt vor seinem 200. Bundesliga-Spiel steht. 

Ein passender Anlass also für den Norweger, um sich gemeinsam mit seinen Teamkameraden für den sportlichen Ausgang des Hinspiels zu revanchieren. "Diese Partie ist für uns eine Riesenchance zurückzuschlagen. Wir haben nicht vergessen, was in der Hinrunde passiert ist. Das hat schon eine große Bedeutung in der Kabine. Wir konzentrieren uns nur auf den Fußball und wollen das Spiel gewinnen", gibt der erfahrene Blondschopf eine Marschroute aus, die die Herzen aller Fans der 'Alten Dame' höherschlagen lässt. Doch auch Skjelbred weiß, dass in so einem Duell nur die Leistung in den 90 Minuten plus X auf dem grünen Rasen zählt – und daran wollen die Herthaner nach dem erfolgreichen Debüt von Trainer Bruno Labbadia in Sinsheim gegen den 1. FC Union anknüpfen. "Im Mittelfeld müssen wir viele Bälle gewinnen, um die Umschaltmomente zu erzwingen. Wenn wir es gut machen, kriegen wir auch gegen eine gut organisierte Mannschaft wie Union unsere Chancen", skizziert der 32-Jährige den Matchplan.

Gesagt...

"Wir spielen in unserem Stadion, auf unserem Rasen ist. Wir kennen unseren Platz. Das ist unser Heimvorteil!"

Per Skjelbred

Heimvorteil trotz leeren Rängen

Dieses bereits bei der TSG Hoffenheim gut funktionierende Offensivpressing soll auch am Freitagabend der Weg zum Ziel sein – auch wenn Skjelbred & Co. auf die zusätzliche Motivation durch die zahlreichen Anhänger verzichten müssen. "Wir spielen in unserem Stadion, auf unserem Rasen. Wir kennen unseren Platz. Das ist unser Heimvorteil!", unterstreicht der Rechtsfuß. "Das geile Gefühl durch die Fans ist leider nicht da. Das ist aber für beide Teams gleich. Es ist egal, was Drumherum passiert. Wir müssen den Fokus auf unsere Aufgaben legen und das Spiel gewinnen", ist Skjelbred nicht müde zu betonen, welche Bedeutung das Stadtderby für ihn und seine Teamkollegen hat.  

Mit dieser Marschroute werden die Labbadia-Schützlinge in das zweite Bundesliga-Kräftemessen mit den Köpenickern gehen, um sich die zu so einem Duell gehörenden Sprüche nach dem Spiel diesmal zu ersparen. "Nach dem Hinspiel habe ich aus der Nachbarschaft Kommentare bekommen. Das hat keinen Spaß gemacht", erinnert sich Herthas Nummer 3 an Anfang November des vergangenen Jahres zurück. Damit das nicht wieder passiert, wird Per Skjelbred wie gewohnt auf dem Spielfeld alles geben – und in seiner abschließenden Spielzeit in der Hauptstadt eventuell sogar den entscheidenden Siegtreffer erzielen? "Ich fokussiere mich auf meine Aufgaben, was ich machen kann, um meinen Mitspielern zu helfen. Natürlich wäre es cool, gegen Union ein Tor zu erzielen. Das wäre ein kleines Abschiedsgeschenk an die Fans. Aber ich muss erstmal meine Aufgaben erledigen", zeigt sich der geborene Trondheimer bei dieser Frage wie gewohnt zurückhaltend. Das wird sich am Freitagabend ändern – vor Flutlicht und im Stadtderby, aber ohne Fans. 

(sj/HerthaBSC)

Profis, 19.05.2020
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