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Das Selbstverständnis wieder erarbeiten

Am Dienstag (03.12.19) trainierten die Blau-Weißen das erste Mal in dieser Woche auf dem Schenckendorffplatz - mit viel Leidenschaft und großem Engagement.

Berlin –  Zweisprachig hallten die Kommandos über den Schenckendorffplatz. "Drei oder vier Kontakte sind zu viele, spielt den Ball schneller", rief Jürgen Klinsmann auf Deutsch. "One, two, touch", schrie er kurz darauf auf Englisch. In der ersten gesamten Trainingswoche, in die Klinsmann als Trainer von Hertha BSC gestartet ist, fiel vor allem auf: Der neue Coach und die Assistenten Alexander Nouri und Markus Feldhoff legen viel Wert auf Kommunikation. Energisch – und wenn nötig mit dem nötigen Nachdruck in der Stimme – gaben sie den Spielern klare Anweisungen, forderten ein schnelleres Umschalten ein, nahmen Korrekturen vor, verteilten aber auch Lob. "Die Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt, um eine Kompaktheit zu entwickeln, gewisse Abläufe zu implementieren und sich gegenseitig zu helfen. Auch auf diesem Niveau ist es sehr wichtig, immer eine Abstimmung zu finden", erklärte Nouri nach der knapp 80-minütigen Einheit am Dienstagvormittag (03.12.19).

Pünktlich zum ersten Training der Woche auf dem grünen Rasen – bereits am Vortag hatten die Blau-Weißen in zwei Gruppen in der Kabine gearbeitet – hatte sich die Sonne ihren Weg durch die tiefhängenden Wolken gebahnt. Die Sonnenstrahlen taten dem blau-weißen Gemüt, das durch fünf Bundesliga-Pleiten in Folge ein wenig angekratzt ist, spürbar gut. Doch sicher nicht nur deshalb waren ordentlich Zug, viel Fleiß und große Leidenschaft in der Übungsstunde zu beobachten. "Wir trainieren mit hoher Intensität, was auch einen guten Wettbewerb in das Team bringt. Der Trainer redet viel mit der Mannschaft, was in meinen Augen sehr positiv ist. Unser Trainingsstart war gut", sagte Salomon Kalou, der sich wie seine Mitspieler natürlich auch dem neuen Trainer anbieten möchte.

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Rubrik 02.12.2019
Training am 03.12.19

Intensive Kennenlernphase – intensive Spiele

Die Möglichkeit dazu haben Herthas Nummer 8 und seine Kollegen in einer intensiven Kennenlernphase in einem intensiven Schlussspurt bis Weihnachten. In den nicht einmal mehr drei Wochen bis zum Hinrundenende stehen noch vier Partien an. Bereits am Nikolaustag geht es los: Am Freitag (06.12.19, 20:30 Uhr) steigt die Partie bei Eintracht Frankfurt. "Die Eintracht ist eine Mannschaft, die in der Entwicklung sehr weit ist und gute Muster in ihrem Spiel verfolgt. Die Frankfurter wissen ganz genau, wie sie aufbauen wollen. Sie haben einen klaren Plan und eine gute Abstimmung. Aber wir können gegen jeden Gegner gewinnen – und dieses Selbstverständnis müssen wir uns erarbeiten. Das geht über Fleiß und Beharrlichkeit, das wollen wir machen", sagte Nouri, der den kommenden Kontrahtenten in Mainz beobachtet hat.

Der Ex-Bremer dürfte sich wie Klinsmann sicherlich darüber freuen, dass fast der gesamte Kader – mit Ausnahme von Mathew Leckie – einsatzbereit ist. Dazu zählt auch Arne Maier, der in Augsburg nach fast sieben Monaten ohne Ligaeinsatz für die 'Alte Dame' sein Comeback gefeiert hatte. "Arne war lange verletzt. Er braucht sicher ein wenig, um seinen besten Rhythmus zu finden. Aber er ist ein wichtiger Spieler für uns", bat Nouri um ein wenig Geduld beim U21-Vize-Europameister. Bei der Nachmittagseinheit in der Kabine und den nicht-öffentlichen Einheiten vor dem 14. Spieltag wird der Blondschopf weiter an seiner Form arbeiten können.

(fw/City-Press)

Profis, 03.12.2019
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