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Training, Training, Training

Jordan Torunarigha kehrte am Dienstag (24.11.20) ins Mannschaftstraining zurück. Ein Trio arbeitete dagegen individuell.   

Berlin – Fußball ist ein Ergebnissport – und weil das so ist, sind die Herthaner als Tabellen-13. mit sieben Zählern nach acht Partien alles andere als zufrieden. Da spielt es kaum eine Rolle, dass die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia größtenteils durchaus ansprechende Leistungen bot. Unterm Strich fehlen einfach die Punkte. Das wiederholte der Übungsleiter der Hauptstädter auch nach dem ersten Training der Woche am Dienstag (24.11.20). "Darüber habe ich ganz offen mit der Mannschaft gesprochen. Wir müssen unsere Fehler schleunigst abstellen, weil wir uns so um unseren Lohn bringen", stellte der Coach klar.

Intensive Aufarbeitung

Dabei wird der Fußballlehrer natürlich an die jüngste Niederlage gegen Dortmund gedacht haben, die trotz Führung zur Pause am Ende (zu) klar ausfiel. Bereits am Sonntag hatte die intensive Aufarbeitung begonnen. "Wir haben die Mannschaft mit einbezogen. Denn trotz Überzahl und Ordnung haben wir zu einfach Tore kassiert, weil wir nicht eng genug an den Leuten dran waren", monierte der 54-Jährige. Zum Wochenauftakt folgten weitere Analysen und Gespräche – diesmal gezielt mit den Offensivkräften. "Es geht darum, wie sich die Mannschaftsteile mit dem Ball und gegen den Ball verhalten. Da gibt es Verbesserungsmöglichkeiten", sagte der Trainer, der jedoch nicht nur den Finger in die Wunde legte, sondern auch die guten Ansätze weiter fördern möchte. "Wir haben eine Mannschaft, die noch viel lernen und ein Gefühl für die jeweilige Szene entwickeln muss. So gefestigt, wie wir uns wünschen, sind wir leider noch nicht. Die Schwankungen sind noch zu groß, aber wir sehen eine Entwicklung", ordnete Labbadia die aktuelle Lage ein.

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Rubrik 24.11.2020
Training am 24.11.20

Und wie arbeitet man an mehr Konstanz im eigenen Spiel? Natürlich mit Training, Training, Training. So stand die rund 90-minütige Einheit ganz im Zeichen von Spielsituationen und den richtigen Lösungen. "Wir müssen als Team besser miteinander funktionieren. Dafür muss jeder mehr aus sich herausholen", bekräftigte der Coach, der auch eine gute Nachricht zu verkünden hatte. Erstmals nach Verletzung und Corona-Erkrankung trainierte Jordan Torunarigha wieder vollständig mit den Kollegen. "Er hatte keine Probleme, das sah sehr gut aus. Wir führen ihn jetzt langsam heran. Wenn wir das Gefühl haben, dass er bereit ist, nehmen wir ihn sofort dazu", freute sich Labbadia über die Rückkehr des Innenverteidigers, der seit Ende September pausieren musste. Omar Alderete und Matheus Cunha arbeiteten aus Gründen der Belastungssteuerung dagegen individuell, ebenso wie Lucas Tousart, der gegen Dortmund erstmals wieder im Kader stand. "Das sind eher Vorsichtsmaßnahmen. Im Laufe der Woche sollen sie wieder einsteigen", gab der Fußballlehrer Entwarnung.

Pause für Ascacíbar

Keine Option für die Partie bei Bayer Leverkusen am Sonntag (29.11.20, 15:30 Uhr) ist neben Jhon Córdoba auch Santiago Ascacíbar. Muskuläre Probleme zwingen ihn erneut zur Pause. "Ich habe mit Santi gesprochen, es ist einfach schade, dass er erneut ausfällt. Das nagt schon an ihm, aber er bekommt jegliche Unterstützung von uns", versicherte Labbadia, dem nun einige Tage bleiben, seine Mannschaft auf einen spielstarken Gegner einzustellen, um im Idealfall das eigene Punktekonto aufzubessern.

(fw/City-Press)

Profis, 30.11.2020
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