Bild: herthabsc

Dem Berliner Winter trotzen

Auch 2019 gab es wieder einen Adventskalender der besonderen Art. Mit der Aktion 'Herthaner helfen' erfüllten wir 24 große und kleine Herzenswünsche.

Berlin - Der Berliner Winter ist einer der härtesten – das merken vor allem die Menschen, die kein Zuhause haben und abends nicht unter die Bettdecke schlüpfen können, um sich wenigstens nachts von der klirrenden Kälte zu schützen. Aktuell nimmt die Spendenbereitschaft ab, in Kleiderkammern fehlt es vor allem an ganz "alltäglichen" Kleidungsstücken wie Socken oder Unterwäsche. So auch in der Kleiderkammer der Praxis am Stralauer Platz. Sie ist eine der ergänzenden Angebote in der 'Obdachlosenpraxis am Ostbahnhof' von der gewebo soziale Dienste, wo Wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen medizinisch sowie zahnmedizinisch versorgt und betreut werden - auch ohne gültige Krankenversicherung. Außerdem gibt es hier unter der Woche zwei Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen, von 8 bis 14 Uhr), die aus Spenden von der Tafel zubereitet werden – etwa 50 Menschen essen hier täglich. Ein Arzt behandelt die täglich rund 30 Patientinnen und Patienten auf Honorarbasis, weitere Ärzte arbeiten hier ehrenamtlich.

Socken, Unterwäsche, Winterjacken und dicke Schlafsäcke brachte Dodi Lukebakio zusammen mit Miralem Ramic aus der U23 vorbei. Finanziert hat die Spenden das Profi-Team. Empfangen wurde der blau-weiße Weihnachts-Tross von Krankenschwester Kerstin Siebert, die seit 25 Jahren in der Praxis arbeitet und von "Smiley", der seit etlichen Jahren auf der Straße lebt. Er war selber Torwart und wünscht sich, Torwarttrainer Andreas Köpke mal kennenzulernen. Dies könnte schneller passieren als gedacht, denn Hertha BSC lud das Praxis-Team sowie die Patienten zu einem Heimspiel ein. "Wir bedanken uns für die großzügigen Spenden. Das Leben auf den Straßen Berlins ist hart, vor allem im Winter. Die Geschenke von Hertha BSC werden unseren Patienten in den kalten Monaten sehr helfen", freute sich Siebert. Lukebakio zeigte sich beeindruckt: "Ich habe den größten Respekt vor der Arbeit, die hier geleistet wird. Frau Siebert und ihre Kollegen sind wahre Helden."

(lb/City-Press)

Soziales, 07.02.2020
Newsletter
Social
Werbung