Bild: citypress

Lebensmittelsortierung statt Tickets und Mails

'Herthaner helfen': Mitarbeitende von Hertha BSC packen jede Woche beim Berliner Tafel e.V. mit an und entdecken neue Aufgaben.

Berlin – "Zu Hause fällt uns die Decke auf den Kopf", sagt Manuela Polte nach getaner Arbeit. Normalerweise kümmert sie sich bei Hertha BSC in der Ticketproduktion um die Auswärtskarten, in den vergangenen Wochen sah ihre Arbeit anders aus. Zusammen mit Anke Gernetzky, Assistentin des Geschäftsführers Michael Preetz war sie jedes Mal dabei, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Haupstadtclubs bei der Berliner Tafel aushalfen. Zwei Mal wöchentlich packen die beiden mit jeweils acht weiteren Herthanerinnen und Herthaner auf dem Berliner Großmarkt in Moabit mit an. Mit der Aktion im Rahmen von 'Herthaner helfen' unterstützt Hertha BSC die Tafel, bei der aktuell viele ältere Ehrenamtliche ausfallen, da diese zur Risikogruppe des Coronavirus COVID-19 gehören. "Deswegen war und ist es umso wichtiger, dass wir versuchen, diese fehlenden helfenden Hände auszugleichen", erklärt Paul Keuter, Mitglied der Geschäftsführung, den Einsatz.

Ob Brot in Tüten packen, Obst und Gemüse sortieren, Taschen packen, die später an Bedürftige ausgeliefert werden oder Plastikschalen abwaschen – die Herthanerinnen Gernetzky und Polte sind sich zu nichts zu schade. "Ich fühle mich wohl dabei, wenn ich anderen Menschen helfen kann – das ist eine gute Gelegenheit dafür", erklärt Gernetzky, die mittlerweile seit 21 Jahren bei Hertha BSC arbeitet, Manuela Polte ist seit 20 Jahren dabei. "Ich finde das wichtig und toll, was hier gemacht wird. Mir liegt es am Herzen in Zeiten wie diesen mitzuhelfen und unseren Verein zu repräsentieren", so Gernetzky weiter. "Ich habe in der Kurzarbeit gemerkt, dass ich noch nicht so weit bin, die ganze Woche zu Hause zu sein", findet auch Preetz Assistentin.

In der vorherigen Woche bekamen die Mitarbeiterinnen von Hertha bei dem Tafel-Einsatz Unterstützung aus dem blau-weißen Fankreis. Einige Mitglieder vom OFC Sektion Hertha 1892 kamen dazu – auch sie wollten unterstützen. "Hertha ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir mithelfen - da sage ich natürlich nicht nein und helfe gern!", sagte Andreas. "Die Bereitschaft unserer Fans, in diesen Zeiten mitanzupacken, ist groß. Darüber sind wir sehr glücklich. So können und wollen wir unsere Hilfe immer wieder weiterentwickeln und auf die jeweiligen Bedürfnisse anpassen", meint Theresa Hentschel-Boese, Leiterin der Corporate Social Responsibility-Abteilung, die die Aktion initiierte.

(lb/City-Press)

Soziales, 29.05.2020
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