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Abschied eines "Berliners"

Raffael verlässt Hertha BSC. Wir sagen Danke für viereinhalb tolle Jahre!

Berlin – Er ist nur 1,74m lang, aber für alle Herthaner bleibt er ein ganz Großer. Raffael verlässt nach viereinhalb Jahren Hertha BSC in Richtung Dynamo Kiew. Der feine Techniker trug insgesamt 163 Mal das Trikot mit der Hertha-Fahne in der 1.- und 2. Bundesliga sowie im DFB-Pokal und in der  Europa League. Dabei gelangen dem Brasilianer 39 Treffer und 31 Torvorlagen.

Auch nach der schweren Saison und dem Abstieg 2010 blieb Raffael dem Verein treu und hatte mit zehn Toren und sechs Assists maßgeblichen Anteil am direkten Wiederaufstieg. Nach seiner Verpflichtung im Januar 2008 sagte er: „Ich bin hierher gekommen, um der Mannschaft zu helfen“ – Raffael lies den Worten Taten folgen. Allein seinen ersten fünf Spielen für die Berliner erzielte „Raffa“ drei Treffer und gab eine Vorlage.

Der etwas andere Brasilianer

Mit seiner zurückhaltenden Art und seinem ruhigen Wesen war die Nummer 10 ein Gegenpol zu Herthas früheren Exzentrikern vom Zuckerhut, wie Marcelinho oder Alex Alves. Mit seinen Tempodribblings, klugen Pässen und starkem Zug zum Tor, spielte sich Raffael schnell in die Herzen der Fans. Unvergessen bleibt sein entscheidener Pass auf Andrej Voronin zum 2:1-Sieg gegen den Rekordmeister Bayern München in der Spielzeit 2008/09. Hertha BSC war anschließend Tabellenführer in der 1. Bundesliga.

Für Jubel sorgte auch sein Solo im Auswärtsspiel beim Deutschen Meister Borussia Dortmund in der vergangenen Saison. Der trickreiche Brasilianer schnappte sich den Ball an der Mittellinie, ließ die komplette Dortmunder Abwehr hinter sich und erzielte das vorentschiedene 2:0 beim Auswärtssieg Herthas.

Raffael und Berlin – Liebe auf dem ersten Blick

Raffael freundete sich schnell mit Stadt und Verein an. Bereits eine Woche nach seiner Verpflichtung sagte der sympathische Brasilianer den berühmtesten Satz der Stadt: „Ich bin ein Berliner“. Zusammen mit seiner Frau ging es für Raffael in die Mitte Berlins. Direkt am Potsdamer Platz bezog er ein Penthouse über den Dächern der Stadt. Ein guter Ort, um eine Familie zu gründen. Seine Kinder sind waschechte Berliner, beide erblickten in der Hauptstadt das Licht der Welt.

Mit der Verpflichtung von Ronny im Jahr 2010 ging für den sensiblen Familienmenschen ein Traum in Erfüllung. Einmal zusammen mit seinem Bruder in einem Team spielen. Beim 6:2-Sieg in Karlsruhe 2011 erzielte Raffael einen Hattrick und legte einen Treffer für seinen Bruder auf. In der Mannschaft und bei allen Mitarbeitern von Hertha BSC war der 27-Jährige immer hoch angesehen. Auch die kritische Berliner Presse fand lobende Worte: „Herthas Superstar“ war in aller Munde. Mit dem Publikumsliebling verlässt nicht nur ein ausgezeichneter Fußballer den Verein, sondern auch ein hervorragender Mensch. Hertha BSC wünscht Raffael auf seinem weiteren Lebensweg und bei seinem neuen Verein alles Gute!

Teams, 16.01.2018
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