Bild: citypress

„Berlin ist meine Stadt, Hertha mein Verein“

Ein echter Herthaner gab am Freitagabend (03.08.12) seinen Pflichtspieleinstand im Olympiastadion. John Anthony Brooks, seit nunmehr fünf Jahren im Hertha-Dress, bot eine vielversprechende Leistung bei seinem Ligadeüt im blau-weißen Wohnzimmer.

Berlin - Ungeachtet seiner 19 Jahre ist John Anthony Brooks eine imposante Erscheinung. Der 1,93 m lange Innenverteidiger ist dank seiner Statur und dem starken linken Fuß prädestiniert für die linke Innenverteidigerposition. Mit dem erfahrenen Roman Hubnik bildet Herthas Nummer 25 ein stabiles Gebilde in der Berliner Defensive, auch, wenn man gegen Paderborn gleich zweimal den Ball aus dem eigenen Netz holen musste.

Sein Coach attestierte Brooks eine „gute Leistung“, trotzdem ärgert sich der Halb-Amerikaner besonders über das erste Gegentor. „Eventuell hätte ich da den Pass auf Deniz Yilmaz erahnen können. Ich denke aber, dass Paderborn die Situation auch einfach gut ausgespielt hat.“ Trotz des Remis gegen den Gast aus Paderborn sei sein Pflichtspieldebüt im Olympiastadion ein „super Gefühl“ gewesen, schließlich habe er auf diesen Moment lange hingearbeitet.

Die Nervosität war mit dem Anpfiff weg

Ein Lautsprecher ist Brooks nicht, was guten Leistungen aber keinesfalls im Wege steht. Der 19-Jährige kommt unter dem neuen Trainer Jos Luhukay, der Brooks` Aktionen im Training auffällig oft lobt, erstmals auch im Profikader voll zur Geltung. Folgerichtig stand der junge Verteidiger gegen Juventus Turin und Paderborn über die volle Distanz auf dem Platz, obwohl die Konkurrenz wesentlich erfahrener ist.

„Klar, ein bisschen aufgeregt war ich vor dem Spiel schon“, gibt Brooks zu, "aber wenn der Ball dann rollt, ist das vergessen.“ Talent weckt Begehrlichkeiten, doch das lässt den Youngster kalt. „Berlin ist meine Stadt, hier bin ich aufgewachsen. Deswegen ist Hertha auch mein Verein.“ Ein echter Herthaner eben.

Teams, 16.01.2018
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