Bild: citypress

Wechselbad der Gefühle

Für John Anthony Brooks gab es in dieser Saison Höhen und Tiefen - die WM hat er fest im Visier.

Berlin - John Anthony Brooks ist gebürtiger Berliner, durchlief die Hertha BSC-Fußballakademie und hat es zum Bundesliga-Profi bei "seinem" Verein geschafft. Der Innenverteidiger machte in dieser Saison ein Wechselbad der Gefühle mit, schoss am ersten Spieltag gleich sein erstes Bundesligator, ist anschließend von einigen Verletzungen geplagt gewesen, hat aber gegen Ende der Saison seine Form wieder gefunden. Pünktlich vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien - das ist Brooks' großer Traum. Denn mit der USA will der 21-Jährige am Zuckerhut für Furore sorgen...

Im Interview auf herthabsc.de spricht der 1,93m-Hüne über die Partie gegen Braunschweig, seine Bundesligatore und die gesamte Saison mit Hertha BSC. Außerdem spricht Brooks über einen Kollegen, den er in Zukunft sehr vermissen wird, die WM in Brasilien und erzählt wie er zu seiner Rückennummer gekommen ist.

Brooks trifft gegen Braunschweig zur 1:0-Führung...

herthabsc.de: Jay, Du hast 75 Prozent Deiner Zweikämpfe im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig gewonnen und dazu das Tor zur 1:0-Führung erzielt. Damit warst Du der stärkste Herthaner auf dem Platz. Merkt man als Profi, dass es ein guter Tag werden könnte? Wie bereitest Du Dich auf ein Spiel vor?
John Anthony Brooks: Ich habe vorher nicht gemerkt, dass es ein guter Tag wird. Das ist einfach so gekommen. Ich habe mich auf das Spiel gegen Eintracht Braunschweig genauso vorbereitet wie auf jedes andere Spiel auch. Das mache ich, indem ich versuche gut zu essen und möglichst viel zu schlafen.

herthabsc.de: In der aktuellen Saison hast Du zwei Tore erzielt. Das erste direkt am 1. Spieltag. Welche Erinnerungen hast Du daran?
Brooks: Daran habe ich noch gute Erinnerungen. Wir haben 6:1 gegen Eintracht Frankfurt zu Hause im Olympiastadion gewonnen und waren dadurch auf Platz 1 der Tabelle.

herthabsc.de: Würdest Du gern häufiger Tore schließen? Wie siehst Du Deine Aufgabe in der Mannschaft?
Brooks: Klar würde ich gerne häufiger treffen. Tore schießen ist immer schön, aber in erster Linie geht es für mich darum, hinten keinen Gegentreffer zuzulassen. Das steht ganz oben. Die Tore sollen die anderen machen.

herthabsc.de: Auf bundesliga.de stehst Du zur Wahl als Spieler des 32. Spieltags. Was bedeutet Dir so etwas?
Brooks: Das freut mich zu hören. Dafür arbeitet man jeden Tag hart im Training und das Woche für Woche. Sowas ist dann natürlich die Krönung und die Bestätigung dafür, dass man seine Sache gut gemacht hat.

herthabsc.de: Wie gehst Du damit um, wenn über Dich in der Zeitung berichtet wird?
Brooks: Ich lese nichts über mich – weder etwas Gutes, noch etwas Schlechtes. Wichtig ist, dass ich meine Leistung im Training und auf dem Platz bringe. Darauf konzentriere ich mich.

...und dreht jubelnd ab.

herthabsc.de: Du trägst die Nummer 25. Was verbindest Du mit Deiner Rückennummer?
Brooks: Als ich damals bei Blau-Weiß 90 angefangen habe Fußball zu spielen, hatte ich die Rückennummer '5'. Gleichzeitig hat meine Schwester angefangen Handball zu spielen und sie trug die Nummer '2'. Die Rückennummer '52' war zu hoch, so wurde es dann die '25'.

herthabsc.de: Wie fällt Dein persönliches Fazit zwei Spieltage vor Saisonende aus?
Brooks: Es gab Höhen und Tiefen in der Saison. Am Anfang der Saison lief es ganz gut, dann habe ich viele Verletzungen erlitten und konnte nicht die Leistung bringen, die ich mir vorgestellt habe. Dann war ich zurecht nicht im Kader und jetzt gegen Ende sieht es wieder etwas besser aus, und ich konnte der Mannschaft sogar noch mit meinem Tor helfen.

herthabsc.de: Wie geht Ihr an die beiden letzen Spiele heran? Was wollt Ihr noch erreichen?
Brooks
: Natürlich wollen wir gewinnen - sechs Punkte wären super! Aber wir wissen, dass es schwer wird. Wir werden versuchen, das Beste heraus zu holen und die Saison positiv abzuschließen.

herthabsc.de
: Seit einigen Wochen bist auch Du auf Facebook aktiv. Wen willst Du damit erreichen?
Brooks: Mit meinem Facebookauftritt will ich nicht nur meine Fans erreichen, sondern alle Anhänger von Hertha BSC. Es ist eine gute Möglichkeit, mit lhnen in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren.

herthabsc.de: Wie sieht Dein perfekter Sommer 2014 aus?
Brooks: Das wäre natürlich ein WM-Sommer. Ich hoffe sehr, dass ich in Brasilien dabei bin. Dafür arbeite ich jeden Tag sehr hart und versuche viele gute Spiele zu machen.

herthabsc.de: Dein Teamkollege Levan Kobiashvilli beendet mit 36 Jahren seine aktive Profikarriere...
Brooks: Von Kobi kann man eine Menge lernen. Er hat eine tolle Karriere hingelegt und ist dabei ein super Mensch, der einem immer weiter hilft, auf und abseits des Platzes. In der Kabine sitzen wir sogar nebeneinander. Er wird mir und der Mannschaft sehr fehlen.

Teams, 16.01.2018
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