Bild: citypress

"Jeder Moment war etwas Besonderes"

Vor dem Top-Spiel der zweiten Liga sprach herthabsc.de mit 1860-Keeper Gabor Kiraly.

Berlin - Sieben Jahre hielt er den Kasten bei Hertha BSC sauber. Am Freitag (05.10.12) kehrt er in das Olympiastadion zurück. Vor dem Top-Spiel der zweiten Liga sprach herthabsc.de mit 1860-Keeper Gabor Kiraly.

herthabsc.de:
Gabor, am Freitag spielst du nach einiger Zeit wieder im Olympiastadion. Spielen die Gefühle da schon etwas verrückt, wenn du dorthin zurück kommst?
Gabor Kiraly:
Natürlich. Ich habe ja sieben Jahre bei Hertha gespielt und kenne alles, die Ordner hinter dem Tor, den Stadionsprecher, den Rasen. Es ist wie ein Heimspiel für mich. Das war schon das letzte Mal so als ich mit den Löwen zu Gast war. Im Spiel zählt aber nur Sechzig.

herthabsc.de: Du hast insgesamt 252 Mal das Trikot der Berliner getragen. Was war dein schönstes Erlebnis bei Hertha BSC?
Gabor Kiraly:
Jeder Moment, ob positiv oder negativ war etwas Besonderes. Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt und habe große Erfolge erlebt, wie zum Beispiel die Teilnahme an der Champions League. Und ich bin Hertha sehr dankbar dafür, dass ich mit solch großartigen Spielern zusammenarbeiten durfte.

herthabsc.de: Wie würdest du deine Zeit in Berlin rückblickend betrachten?
Gabor Kiraly:
Sehr positiv. Ich war ganz jung als ich nach Berlin kam. Dort habe ich alles gelernt. Eigentlich richte ich meinen Blick immer nach vorne, aber an die Stadt habe ich so viele schöne Erinnerungen – sportlich und privat. Damit könnte ich mehr als ein Buch füllen. Sieben Jahre sind eine lange Zeit.

herthabsc.de: Wie intensiv hast du den Weg deines ehemaligen Clubs verfolgt?
Gabor Kiraly:
Ich verfolge alle meine ehemaligen Klubs täglich. Ich kann zwar nicht vor Ort sein, aber ich bin Fan dieser Vereine geworden, weil ich ohne Herz nicht spielen kann. Bei Sechzig ist das auch wieder so.

herthabsc.de: Danach ging es für dich nach England. Du hast dort für verschiedene Vereine gespielt. Wo hat es dir am besten gefallen?
Gabor Kiraly
: Bei Crystal Palace. Aber eigentlich habe ich an alle Stationen in England positive Erinnerungen und habe überall gute Erfahrungen gemacht.

herthabsc.de: Für viele Akteure die nicht im Tor stehen, ist England wegen der Spielweise ein Traum. Unterscheidet sich das Torhüterspiel von dem in der Bundesliga?
Gabor Kiraly:
In den beiden Ländern wird natürlich unterschiedlich Fußball gespielt. Daran muss man sich gewöhnen, dazu lernen und so trainieren. Letztendlich stand ich in England 148 Mal im Tor und es hat immer viel Spaß gemacht. Für Torleute gilt es einfach, den Ball zu halten. In Deutschland wird mehr Wert auf Technik gelegt.

herthabsc.de: Seit 2009 bist du bei den Löwen. Fühlst du dich in München schon genauso heimisch wie in Berlin?
Gabor Kiraly:
Ja. Ich versuche immer, von Anfang an so gut wie möglich reinzukommen. Die Integration hier ging sehr schnell. Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl in München und es sind nur fünf Stunden bis in meine Heimatstadt Szombathely. Das ist ein Vorteil zu Berlin: Von dort aus dauert es doppelt so lang.

herthabsc.de: Ihr seid in der aktuellen Saison noch unbesiegt? Wo soll es mit dem TSV in dieser Saison hingehen?
Gabor Kiraly:
Die Saison ist noch lang, das kann man jetzt noch nicht sagen. Wir konzentrieren uns immer auf das nächste Spiel. Und erst rückblickend kann man von einer Serie sprechen. Momentan haben wir eine gute Phase und arbeiten daran, uns weiter zu verbessern.

herthabsc.de: Mit Hertha BSC wartet einer eurer Mitkonkurrenten. Wie siehst du die aktuelle Mannschaft der Blau-Weißen?
Gabor Kiraly
(lacht): Fragt ihr mich als Fan oder als Gegner? Im Ernst: Hertha hat sicher die Qualität, um aufzusteigen. Die Mannschaft muss weiter zusammenwachsen. Aktuell gibt es bei Euch ja ein paar Verletzte. Dennoch glaube ich, dass das Team mit Jos Luhukay oben mitspielen kann.

herthabsc.de: Was erwartest du für ein Spiel in Berlin?
Gabor Kiraly:
Ein Topspiel von beiden Teams, da beide derzeit oben dabei sind. Die bessere Mannschaft muss gewinnen – das sind hoffentlich wir. Hertha kann auch nach unserem Spiel noch genügend Punkte sammeln.

herthabsc.de: Wie ist dein Tipp?
Gabor Kiraly:
Ich tippe nicht.

Teams, 16.01.2018
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