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"Mache mir keinen Druck"

Marius Gersbeck ist zurück im Mannschaftstraining. Das herthabsc.de-Rückkehrinterview.

Berlin - Für einen weiteren Herthaner ging eine lange Leidenszeit zu Ende: Marius Gersbeck stieg nach siebenmonatiger Pause wieder ins Mannschaftstraining ein. Bei herthabsc.de sprach der junge Keeper über Geduld, seinen Weg zurück, Spielpraxis und die nächsten Spiele.

herthabsc.de: Endlich wieder auf dem Platz...
Marius Gersbeck: Nach der langen Zeit ist das natürlich ein Supergefühl.

herthabsc.de: Wie lief die lange Rückkehr?
Gersbeck: Am Anfang habe ich erstmal nur in der Reha gearbeitet, um wieder Kraft aufzubauen. Ein Teil des Programms habe ich mit Ilja Hofstädt absolviert, der dafür gesorgt hat, dass ich wieder in die Verfassung gekommen bin, wieder ins Training einzusteigen. In der ganzen Zeit stand ich auch immer mit Richie Golz in einem guten Kontakt, damit er immer wusste, wie mein aktueller Stand ist. Und jetzt geht's wieder ins Mannschaftstraining...

herthabsc.de: Wie würdest du deine momentane Verfassung beschreiben?
Gersbeck: Rein körperlich bin ich schon wieder voll dabei. Natürlich fehlen mir nach der langen Zeit noch die spielnahen Szenen, die Spielpraxis. Das ist natürlich auch verständlich, wenn man sieben Monate nicht mit dabei war. Ich habe so lange nicht mehr auf dem Platz gestanden, an keinen Spielformen oder gar Spielen dabeisein können.

herthabsc.de: Fehlt noch viel?
Gersbeck: Da mache ich mir keine Sorgen, das wird mit der Zeit kommen. Wenn ich wieder an allen Spielformen mitmache und die Praxis bekomme, bin ich auch schnell wieder bei 100 Prozent.

herthabsc.de: Setzt du dir bestimmte Ziele?
Gersbeck: Ich war sieben Monate raus. Da mache ich mir jetzt um die eine oder andere Woche auch keine Gedanken mehr. Ich fühle mich schon gut, mache mir da aber keinen Druck. Wenn ich soweit bin, werde ich wieder zwischen die Pfosten zurückkehren.

herthabsc.de: Wie groß ist die Vorfreude auf die Trainingsarbeit unter Pál Dárdai?
Gersbeck: Ich höre nur Gutes von der Trainingsarbeit, deshalb freue ich mich auch, bald wieder voll mit dabei zu sein. Ich kenne Pál Dárdai ja auch noch aus der U17, deshalb weiß ich in etwa, was auf mich zukommt. Auch deshalb glaube ich, dass es Spaß machen wird.

herthabsc.de: Wie schwer ist es, nicht ungeduldig zu werden? Wird man mit der Zeit geduldiger?
Gersbeck: Gezwungenermaßen, ja. Mit dem Knie hatte ich schon häufiger Probleme. Ich möchte schon sicher gehen, dass es jetzt endlich überstanden ist. Deshalb habe ich mir auch die Zeit und mich zurück genommen.

herthabsc.de: Das klingt dennoch nach einer Herausforderung...
Gersbeck: Geduldig zu sein, wird immer schwerer, je näher man dem Moment kommt, wo man wieder ins Training einsteigen will beziehungsweise darf. Wenn man noch an Krücken läuft, macht man sich keinen Kopf. Je näher die Rückkehr kommt, umso heißer wird man wieder. Da muss man sich dann vielleicht auch ein bisschen zügeln.

herthabsc.de: Macht es die Sache schwerer, wenn man sieht, dass es sportlich nicht optimal läuft?
Gersbeck: Natürlich wünscht man sich, dass man mitwirken kann. Egal ob in der ersten oder auch in der zweiten - da ist es gar nicht wichtig, ob es gut oder schlecht läuft. Ich will einfach gerne spielen.

herthabsc.de: In der Bundesliga geht es nun gegen Paderborn, Hannover und Köln. Wie schätzt du das Programm ein?
Gersbeck: Das sind drei wichtige Spiele für uns, wo wir unbedingt Punkte holen wollen. Wenn wir das schaffen, sind wir auf einem sehr guten Weg, da unten raus. Danach kommen noch einige Kracher, deshalb ist es wichtig, in den nächsten Spielen mit guten Ergebnissen für Ruhe zu sorgen - so wie schon gegen Hamburg. Ich bin aber optimistisch, dass wir das schaffen - auch mit unseren vielen Fans im Rücken. Berlin war, ist und bleibt blau-weiß.

(war/war)

Teams, 16.01.2018
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