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"Besonders aufpassen"

Kölns Offensivakteur Marcel Risse im herthabsc.de-Gegnerinterview.

Berlin - Mit Platz 11 ist der 1. FC Köln mit Abstand der beste Aufsteiger in der Spielzeit 2014/15. Die Rheinländer stehen punktgleich neben den Herthanern - einer der Leistungsträger des FC ist Marcel Risse. Der 25-Jährige steuerte bereits vier Tore und zwei Vorlagen zum bisherigen Abschneiden des Teams von Trainer Peter Stöger bei. Vor dem Duell am Samstag (18.04.15) um 15.30 Uhr zwischen Hertha BSC und Risses 1. FC Köln stellte sich der gebürtige Kölner dem herthabsc.de-Gegnerinterview.

herthabsc.de: Herr Risse, trotz Unterzahl am zurückliegenden Wochenende sicherten Sie sich mit ihrem Team drei wichtig Punkte gegen Hoffenheim. Was war der Schlüssel zum Erfolg?
Marcel Risse: Wir hatten eine gute Grundordnung und haben über unser Kombinationsspiel vor allem im ersten Durchgang viel Druck entwickeln können. Später in Unterzahl war es dann angesichts der Hoffenheimer Qualität natürlich noch einmal schwierig, aber mit viel Kampf und der tollen Unterstützung der Fans haben wir die drei Punkte in Köln behalten.

herthabsc.de: Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonverlauf des FC bisher?
Risse: Der Klassenerhalt war, ist und bleibt das Ziel in dieser Saison. Insgesamt geben wir für einen Aufsteiger eine sehr ordentliche Figur ab, auch wenn wir in dem ein oder anderen Spiel unglücklich Punkte liegenlassen haben. Dafür haben wir dann aber zum Glück einige Spiele gewonnen, die viele vorher vielleicht nicht auf dem Zettel hatten.

herthabsc.de:
Vier Tore und zwei Vorlagen stehen bisher in ihrer Bilanz. Wie zufrieden sind Sie persönlich?
Risse: Als Offensivspieler will man natürlich immer so viele Tore und Vorlagen wie möglich beisteuern, dementsprechend kann man nie vollkommen zufrieden sein. Ich definiere mich aber nicht nur über solche Zahlen, sondern habe auch andere Aufgaben in unserem Spiel.

herthabsc.de: Als Aufsteiger liegen Sie auf gutem Kurs. Was macht ihr Team aus? Warum bleibt der FC in der Liga?
Risse: Wir sind eine homogene Truppe und arbeiten zielstrebig und fokussiert daran, dass wir die gesteckten Ziele erreichen. Der Klassenerhalt ist noch nicht perfekt, aber wir wollen und werden alles dafür tun, dass dies bald der Fall ist.

herthabsc.de: Nun geht es zu Hertha BSC – das Duell zweier Tabellennachbarn. Wie schätzen Sie die Herthaner unter Trainer Pál Dárdai ein? Worauf müssen Sie besonders aufpassen?
Risse: Hertha hat sich unter dem neuen Trainer stabilisiert und sich mit zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage aus dem Tabellenkeller gekämpft. Sie verfügen mit Stocker und Kalou über kreative Einzelspieler, die sogar Erfahrungen in der Champions League haben – da muss man natürlich besonders aufpassen.

herthabsc.de: Im Hinspiel fehlten Sie verletzt. Welche Erinnerungen haben Sie an die Partie?
Risse: Wir haben ein sehr ausgeglichenes Spiel durch zwei abgefälschte Tore verloren – da ärgert man sich natürlich besonders, denn die Niederlage war mehr als vermeidbar.

herthabsc.de: Aufgrund der Tabellenkonstellation können beide Mannschaften einen großen Schritt machen. Worauf wird es ankommen, um erfolgreich zu sein?
Risse: Wir wollen wieder genau das abrufen, was uns im letzten Spiel gegen Hoffenheim stark gemacht hat – kompakt stehen und gefährliche Aktionen nach vorne starten. Mit einer guten Mannschaftsleistung ist die Revanche für die unglückliche Hinspielniederlage auf jeden Fall drin.

(war/dpa)

Teams, 11.01.2020
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