Bild: citypress

Der Heimkehrer

Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub stellte sich Per Skjelbred dem herthabsc.de-Interview.

Berlin - Seine Personalie beschäftigte Hertha BSC den ganzen Sommer. Am letzten Tag der Wechselfrist wechselte Per Skjelbred, der bereits in der voran gegangenen Saison mit der Fahne auf der Brust gespielt hatte, endlich fix in die Hauptstadt zu Hertha BSC. Am Wochenende steht nun ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Verein des Norwegers an - am Samstag (25.10.14) ist der Hamburger SV ab 15.30 Uhr im Olympiastadion zu Gast. Im Vorfeld der Partie stellte sich der sympathische Blondschopf den Fragen im herthabsc.de-Interview und sprach über die Hängepartie im Sommer, die Rückkehr in die 'Heimat' und das Wiedersehen mit den ehemaligen Kollegen.

Konzentrierte Arbeit: Per Skjelbred im Training.

herthabsc.de: Letzten Sommer war die Situation für Sie ziemlich ungewiss. Sie mussten zunächst zurück nach Hamburg... Wie haben Sie die Zeit im Sommer verbracht?
Per Skjelbred: Die meiste Zeit des Sommers habe ich in Norwegen verbracht. Ich musste dann zurück nach Hamburg gehen, was eigentlich nicht mein Ziel war. Ich wollte möglichst schnell zurück zu Hertha BSC, um die Vorbereitung mit der Mannschaft zu absolvieren. Das wäre für die Mannschaft und für mich wichtig gewesen. Aber so ist das Leben und so war meine Situation.

herthabsc.de: Wie haben Sie die Zeit erlebt, bis es dann endlich doch mit der Rückkehr klappte?
Skjelbred: Ich war knapp zwei Monate in Hamburg. Das war nicht optimal für mich. Auch der Verein hat mir zugesagt, dass ich wechseln kann, wenn die Ablöse stimmt. Das war wirklich eine schwere Situation, aber wir haben glücklicherweise eine Lösung gefunden, die für beide Seiten gut ist.

herthabsc.de: Wie hat es Ihnen in der Stadt Hamburg gefallen?
Skjelbred: Hamburg ist schon eine gute Stadt. Sie ist architektonisch sehr schön, alles ist sehr schick gemacht. Man merkt, dass es eine teure Stadt ist. (lacht)

Fühlt sich wohl in Berlin: Per Skjelbred an der Oberbaumbrücke.

herthabsc: Und wie empfinden Sie im Vergleich dazu die Stadt Berlin?
Skjelbred: Als Familie haben wir hier bessere Bedingungen gefunden. Wir haben einfach ein besseres Gefühl. Das passt hier für mich, aber auch für meine Kinder. Die fühlen sich auch richtig wohl. Wir wohnen in einer schönen Straße, in der auch viele andere Kinder wohnen. Die Kinder spielen jeden Tag zusammen. Das ist das wichtigste für mich, dass meine Kinder und meine Frau glücklich sind. Dann kann ich auch meine Leistung abrufen.

herthabsc.de: Wie erklären Sie sich, dass Sie in der Mannschaft so schnell angekommen sind? Im letzten, wie in diesem Jahr ging das ja sehr schnell...
Skjelbred: Ich denke, das hängt auch mit der Mannschaft zusammen, das sind sehr gute Jungs. Wenn man sich wohlfühlt, kommt alles viel schneller. Wenn man gute Bedingungen hat und schnell Selbstvertrauen bekommt, ist alles einfacher.

Wie gegen Stuttgart: Per Skjelbred will gegen den HSV an die letzten beiden Heimspiele anknüpfen.

herthabsc.de: War es in diesem Jahr ein bisschen wie nach Hause zu kommen?
Skjelbred: Ja, auf jeden Fall. Vor allem weil es so lange gedauert hat. Ich hatte meine Kinder lange nicht gesehen. Aber jetzt endlich bin ich wieder in meiner 'Heimat', in Charlottenburg, und könnte gut noch ein, zwei oder auch zehn Jahre hier bleiben.

herthabsc.de: Fühlen Sie sich selbst wie ein Neuzugang, oder sind sie schon voll und ganz Herthaner?
Skjelbred: Nein, ich fühle mich schon sehr wohl hier. Ein bisschen ist es so, als wäre ich nie weg gewesen. Einige neue Gesichter musste ich neu kennenlernen, aber die Mannschaft macht es einem wirklich leicht - es ist menschlich wirklich eine gute Truppe.

herthabsc.de: Am Samstag geht es gegen ihren Ex-Klub. Auf wen freuen Sie sich am meisten? Haben Sie noch Kontakt zu alten Teamkollegen?
Skjelbred: Ja, ich habe noch guten Kontakt zu vielen Spielern. Das sind auch gute Jungs, es herrscht eine gute Stimmung. Auch außerhalb des Platzes mit den Familien hatte ich viel zu tun. Aber für mich sah ich beim HSV keine Zukunft, ich wollte dort weg. Das hatte aber mit dem Fußball zu tun und nicht mit den Spielern.

herthabsc.de: Worauf wird es ankommen, die Punkte in Berlin zu behalten?
Skjelbred: Wir haben im letzten Spiel vieles schon nicht so schlecht gemacht, uns hat vorne aber die Durchschlagskraft gefehlt. Wir arbeiten in dieser Woche hart daran, dass wir das am Wochenende wieder besser machen und werden alles daran setzen, an die Leistungen aus den letzten beiden Heimspielen gegen Wolfsburg und Stuttgart anzuknüpfen und unsere Heimserie auszubauen.

(jb,jk,war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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