Bild: dpa

Schneller Zugriff

Rune Jarstein kommt ablösefrei bis 2016 - Luhukay: Kraft bleibt die Nummer 1.
 

Berlin - Überraschung kurz vor Weihnachten: Noch vor dem letzten Hinrunden-Spiel hat Hertha BSC die Verpflichtung eines weiteren Torhüters bekannt gegeben. Rune Almennig Jarstein kommt zum 1. Januar 2014 ablösefrei von Viking Stavanger in die Hauptstadt. "Rune Jarstein passt aufgrund seiner Erfahrung perfekt in unser sehr junges Torwartteam. Von ihm werden alle profitieren," sagt Michael Preetz, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC.

„Wir haben ihn schon länger beobachtet und Per Skjelbred, der Jarstein aus der Nationalmannschaft kennt, hat unsere Eindrücke bestätigt. Außerdem ist die Saison in Norwegen beendet, der Vertrag lief aus und wir haben somit einen fließenden Übergang im Januar“, erklärt Cheftrainer Jos Luhukay. Der 29-jährige Nationaltorwart ist in Porsgrunn, eine bedeutende Hafen- und Industriestadt im Süden der Provinz Telemark und rund 160 km von der Hauptstadt Oslo entfernt, geboren. Über die Stationen Odd Grenland, Rosenborg Trondheim und Viking Stavanger hat es die aktuelle Nummer 1 Norwegens nun zu den Blau-Weißen geführt.

Skjelbred freut sich auf seinen Landsmann
 
Jarstein ist ein erfahrener und impulsiver Torwart, der während seiner Jugendzeit in Norwegen bereits Probetrainings bei Manchester United oder dem FC Bayern München absolvierte. Er debütierte bereits als 18-Jähriger in Norwegens höchster Spielklasse und bestritt bislang insgesamt 239 Spiele für Grenland, Trondheim und Stavanger. Auch international hat der Familienvater schon Erfahrung gesammelt. Der 1,90m-große Keeper gab am 23. August 2007 sein Länderspieldebüt für die A-Nationalmannschaft Norwegens, bestritt zuvor aber schon einige Spiele in den Jugendnationalmannschaften seines Heimatlandes. Seit fast drei Jahren ist Jarstein die unumstrittene Nummer 1 in Norwegen.

"Rune ist ein super Typ, den ich schon lange kenne. Ich habe mit ihm drei Jahre bei Rosenborg Trondheim zusammengespielt, jetzt zuletzt wieder auch in der Nationalelf", freut sich Herthas Norweger Per Skjelbred auf die Erweiterung der "Skandinavien-Fraktion" in Berlin. "Er ist nicht nur ein Klassekeeper, sondern auch einer, der unserer Mannschaft guttun wird. Präsent, explosiv, sagt seine Meinung - auch wenn die manchmal deutlich sein kann." Per Skjelbred hat seinem Landsmann zugeraten, nach Berlin zu wechseln: "Rune wollte diese Herausforderung in Deutschland haben, ich habe ihm gesagt, das Hertha ein absoluter Klasseklub ist - mit einer guten Führung, einem Toptrainer, mit starken Kollegen und tollen Fans. Dazu ist Berlin eben eine super Stadt!"
 
Kraft bleibt Nummer 1
 
Cheftrainer Jos Luhukay will mit Jarstein die Position hinter Thomas Kraft mit einem erfahrenen Torwart besetzen: „Thomas Kraft bleibt Stammtorwart, er bleibt die Nummer 1. Ohne Wenn und Aber. Sascha Burchert und Rune Jarstein kämpfen ab Januar um die Nummer 2. Wir haben alle Torhüter im Vorfeld informiert, das war uns wichtig.“ Thomas Kraft spürt durch die Verpflichtung des Norwegers keinen besonderen Druck, sondern freut sich auf den Neuzugang. „Ich kenne ihn noch nicht persönlich, habe mich informiert und nur Gutes von ihm gehört. Frisches Blut in der Truppe tut immer gut, ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so Herthas Nummer 1. Auch Manager Michael Preetz ist davon überzeugt, dass Jarstein für die jungen Torhüter von Hertha BSC wertvoll sein kann: „Wir freuen uns sehr, dass wir Rune Jarstein für Hertha BSC gewinnen konnten. Er passt dank seiner Erfahrung perfekt in unser insgesamt ja noch sehr junges Torwartteam.“

„Nach der Verletzung von Sascha Burchert war auch Thomas Kraft bei zwei Spielen fraglich. Marius Gersbeck ist erst 18 Jahre alt. Wir wollen einfach vorbereitet sein“, bekräftigt Herthas Cheftrainer die Entscheidung. „Rune Jarstein hat eine gute Strafraumbeherrschung, ist reaktionsstark auf der Linie und hat mit 1,90m eine gute Größe für einen Torwart“, umschreibt Luhukay die Qualitäten des neuen Torhüters. "Wir haben uns lange mit ihm beschäftigt, uns genauestens informiert und ihn zweimal live beobachtet - da war klar, dass wir diese einmalige Gelegenheit nicht ungenutzt vorbeigehen lassen würden. Rune Jarstein kann jetzt im neuen Jahr vier Wochen mit uns trainieren, alles kennenlernen. Damit sind wir dann auch in diesem Mannschaftsteil exzellent aufgestellt."

Teams, 16.01.2018
Newsletter
Werbung