Bild: citypress

"Ich hatte keinen Spaß auf der Tribüne"

Thomas Kraft kehrt im Derby gegen Union Berlin wieder in das Hertha-tor zurück. Der Schlussmann verrät wie er die letzten Wochen erlebte.

Berlin – Vier Partien musste Hertha BSC auf Stammtorhüter Thomas Kraft verzichten. Pünktlich zum Derby bei Union Berlin am Montag (03.09.12, 20.15 Uhr) läuft die Sperre von Herthas Nummer Eins ab und der Bayer kann wieder aktiv in das Geschehen eingreifen. „Vom Gefühl her ist es eine halbe Ewigkeit, die ich zugucken musste. Jetzt ist es einfach ein wunderschönes Gefühl, wieder angreifen zu können. Ich freu mich wirklich sehr, dass es wieder losgeht!“, so der Schlussmann.

Der 24-Jährige ist mit dem  bisherigen Saisonverlauf noch nicht zufrieden, sieht aber das Potenzial seiner Mannschaft. Mit seinem Trainer Jos Luhukay verbindet Kraft die gleiche Denkweise: „Mich hat es nicht überrascht, dass bei uns noch nicht alle Rädchen ineinander greifen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Ich finde es positiv und förderlich, dass der Trainer uns immer wieder auf die Fehler hinweist. Nur so geht es!“

Einer der sich zu Wort meldet

Thomas Kraft ist kein Leisetreter. Für den Torwart zählt nur der Erfolg seiner Mannschaft. Diese Willenskraft bekommen ab und an auch die Kollegen im Training zu spüren. Dabei kennt Hertha Nummer Eins aber auch seine Grenzen: „Wenn ich mich mal im Ton vergreife, ist das nicht böse gemeint. Mir ist das dann auch bewusst und ich kann mich entschuldigen.“  

Privat ist der Keeper dafür ein ruhiger Charakter. Kraft ist ein Freunde- und Familienmensch. Zu Hause kann er am besten vom Alltagsstress entspannen. Er verbringt viel Zeit mit seinen zwei Hunden. Die beiden Rottweiler sind inzwischen ein fester Bestandteil in der Familie Kraft. „Es ist wichtig und der schön, dass die Hunde da sind.“, berichtet der Schlussmann und kann sich ein Lächeln nicht verdrücken.

Kein Spaß auf der Tribüne

Die Sperre war für den Torhüter der Blau-Weißen eine Qual. „Ich hatte echt keinen Spaß daran, in das Olympiastadion zu fahren. Auch zu Hause vor dem Fernseher war es nicht besser.  Da konnte ich nicht mal auf dem gleichen Sender bleiben.“ Auch sein Trainer ist froh, dass er wieder auf Thomas Kraft zurückgreifen kann. Er schätzt seinen Charakter und die ständige Drang nach Verbesserung.

Im Testspiel am Mittwoch (29.08.12, 3:0) spielte der sympathische Keeper eine Halbzeit. Am Montag in der Alten Försterei (03.09.12, 20.15 Uhr) werden es endlich wieder neunzig Minuten sein. Es ist auch ein kleines Debüt für Thomas Kraft. Im Sommer wechselte er seine Trikotnummer 35 und unterstreicht nun auch optisch seinen Status im Hertha-Kasten. Kraft trägt jetzt die "1".

Teams, 16.01.2018
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