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"Müssen hinten kompakter stehen"

Kapitän Fabian Lustenberger über die Erkenntnisse aus dem Mainz-Spiel und einem Blick nach vorne.

Berlin - Der Start in die Bundesliga-Spielzeit 2014/15 verlief alles andere als nach Plan. Nach drei Spielen steht ein Punkt zu Buche. Gegen Mainz 05 spielte der Gegner cleverer, machte eine Menge aus seinen Torchancen und nahm die drei Punkte aus Berlin mit. Nach der Partie gegen die 05er sprach Kapitän Fabian Lustenberger davon, die Defensive weiter stabilisieren zu wollen und es den Gegnern schwerer zu machen, Tore zu erzielen. Am Montag (15.09.14) stellte sich der Schweizer herthabsc.de, um über die aktuellen Schwierigkeiten im Spiel, die Fehler gegen Mainz 05 und das anstehende Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg Auskunft zu geben.

herthabsc.de: Fabian Lustenberger, nach dem Spiel gegen Mainz war die Rede von 'fehlender Leichtigkeit' und 'Verkrampfung'. Wie haben Sie die Partie gesehen?
Fabian Lustenberger: Nein, eine Verkrampfung gab es nicht. Uns fehlt aktuell ein wenig das Selbstvertrauen, da wir in der Bundesliga noch keine Partie gewonnen haben. Wir müssen einfach defensiv besser stehen und uns die abhanden gekommene Leichtigkeit Stück für Stück zurückholen.

herthabsc.de: Liegen die Probleme bei neun Gegentoren vor allem in der Defensive?
Lustenberger: Es ist Fakt, dass neun Gegentore, also drei im Schnitt, zu viele sind. In diesem Zusammenhang lässt sich die Defensivabteilung nicht von Schuld frei sprechen. Aber natürlich gilt es auch für das ganze Team, zu verteidigen. Eigentlich haben wir auch genügend Tore geschossen, um Punkte zu holen, aber dafür müssen wir defensiv weniger zulassen. Daran gilt es vor allem zu arbeiten.

Gleich schlägt's ein: Weder Fabian Lustenberger noch Thomas Kraft können das Tor durch Okazaki verhindern.

herthabsc.de: Jos Luhukay meinte nach dem Spiel, dass die entscheidenden Zweikämpfe nicht gewonnen wurden. Wie ist das zu verstehen und zu erklären?
Lustenberger: Mit der Einschätzung liegt Jos Luhukay absolut richtig. Betrachtet man das Spiel gegen Mainz 05, so waren wir in den ganzen Statistiken vorne, haben aber die wirklich wichtigen Zweikämpfe nicht gewinnen können, woraus dann Gegentore resultierten. Vielleicht hat in manchen Momenten die letzte Entschlossenheit gefehlt.

herthabsc.de: Die Leistung in der zweiten Halbzeit war besser. Gilt es nun, in Freiburg daran anzuknüpfen?
Lustenberger: Wir haben in der zweiten Hälfte insgesamt besser agiert als zuvor. Wir haben mehr als Team gespielt und sind auch konsequenter zu Werke gegangen. Wir haben zwar kaum Möglichkeiten zugelassen, dennoch hat Mainz aus wenig viel rausgeholt. Das war der Unterschied, die Gegner waren einfach in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Da wollen wir auch wieder hinkommen.

herthabsc.de: Salomon Kalou hat nach seiner Einwechslung einen ordentlichen Eindruck gemacht. Was tun Sie als Kapitän um ihn und die Neuzugänge ins Team zu integrieren und auch spielerisch weiter einzubinden?
Lustenberger: Natürlich werde ich als Kapitän helfen, dennoch sehe ich es als Aufgabe des ganzen Teams an. Bis jetzt ist es sehr gut gelungen, Salomon und die anderen Spieler fühlen sich hier sehr wohl und spielen gerne bei Hertha BSC. Nun geht es darum, die Klasse der Neuzugänge auch in unser Spiel einzubinden und zu nutzen. Das war zuletzt nicht leicht, es gab viele Verletzte, und dann kam die Länderspielpause. Aber wir arbeiten im Training daran, die bereits angesprochenen Punkte zu verbessern. Wir haben ein gutes Team und wollen nun die ersten drei Punkte holen.

herthabsc.de: Sie kennen den SC Freiburg noch aus vorigen Begegnungen. Was erwarten Sie für ein Spiel?
Lustenberger: Gegen Freiburg erwartet uns ein sehr intensives Spiel, sie betreiben stets einen sehr hohen Aufwand und funktionieren gut als Team. Wir müssen voll dagegenhalten, unsere spielerische Qualität einbringen und vor allem versuchen, ohne Gegentor zu bleiben. In der Offensive hat es bisher gut funktioniert, nun müssen wir auch hinten kompakter stehen. Damit wollen wir gegen Freiburg anfangen und endlich den ersten Sieg einfahren.

(ms/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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